19.Oktober 2021

Ich schaue einen Film.

Eine Liebesszene, so, wie man sie kennt.

Die „Dunkle“, liegt auf dem Bett. Daneben ein Mann, lüstern, gierig, sabbernd. Sie lockend, reizend und spreizend, weiß, was sie tut. Spielt. Die Katze spielt, der Mann schrumpft, wird kleiner und sie schiebt sich diesen rein, zwischen ihre Beine. Soweit bis er verschwindet. Satt und zufrieden lehnt sie sich zurück. Die Katze schnurrt für einen Augenblick und fällt in höhnisches Gelächter.

Wir haben wahrscheinlich nie ein Patriarchat gehabt. Auf jeden Fall keins, was seinem Namen Ehre macht.

Mater, männerfressend, vernichtend, verschlingend. Niemals nährend oder gebärend.

Das soll Liebe sein?

In mir brennt ein Feuer, immerfort. Brennt durch alle Strukturen, heißblütig, hitzig, vernichtend, auslöschend, entzündend.

Rumpelstilzchen tanzt ums Feuer, eiskalt.

Das Feuer brennt sich durch Begrenzungen, schmilzt Eisberge, unaufhörlich. Es wird gelöscht und entfacht sich doch immer wieder neu, brennt Löcher durch die Haut am Rücken. So viel Energie, die drängt und ich halte zurück.

Vulkane kochen, Lava strömt. Ein Beben und Zittern. Ich brenne. Burning down the walls.

Wir lehnen uns zurück. Öffnen die Beine, geben nach, zeigen die Scham, das, was niemand sehen soll, womit man uns beschämte, ausgrenzte, wofür man uns verbrannte, öffentlich.

Und heraus schießt eine Flut. Fruchtwasser. Dämme brechen. So viel eingesperrtes Wasser. Quellen, Bäche, Flüsse, Seen, sogar der Ozean. Umgeben von Eis. Rumpelstilzchen tanzt. So viel zurückgehaltene Energie. So lang. Sintflutartig erhebt sich Wasser, ungebremst, wegspülend, niederreißend.

Strukturen geben nach. Kiefergelenke, schmerzend, so lang, verschlossen, öffnen sich, weit. Und auch hier schießt eine Wasserfontäne heraus und rinnt die Kehle hinunter, benetzt.

Ausgleich.

Rumpelstilzchen bekommt seinen Namen.

So lange Eiszeit.

Es brennt. Es flutet. Und dort, wo Trennung war, entsteht ein Kanal, ein Strom von fließender Energie, der alles in seine Ordnung bringt, verbindet. Hoch-zeit.

Ein brennender Phönix erhebt sich aus der Asche, breitet seine Schwingen aus, segnet.

Gewisse Dinge lassen sich „eine Zeit lang“ beherrschen, aber niemals unterdrücken. Feuer und Wasser, Luft und Erde. Alles wirkt. Lebenselemente. Das Feuer versuchst du zu verhindern. Das Wasser sperrst du ein. Die Luft willst du verbieten. Die Erde enteignen. Unheilig.

Ich bin die ganze Zeit unter euch, immer da, nie fort.

Achte die Zeichen. Sehe und höre.

Du siehst Schatten.

Ich bin das Licht.

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