24.Juni 2021

Heute ändere ich die Seite „Impuls“ und gebe ihm einen neuen Titel.

Damals, ich muss so ca. 5 Jahre alt gewesen sein, entschloss ich mich, nicht mehr zu sehen. Ich fing an zu schielen, das rechte Auge verdrehte sich. Das wurde in einer Operation korrigiert, half aber nur für ca. 10 Jahre. Dann nahm die Kurzsichtigkeit Oberhand. Das, was es anzusehen galt, war für mich zu grausam, die Weite viel zu unsicher. So schränkt sich der Blick ein, beschränkt sich auf naheliegendes. Reiner Überlebensmechanismus. Dabei kontrollierte ich, was das Zeug hielt und so etwas kostet verdammt viel Energie, das kann ich dir sagen.

Anstelle trat die Illusion und nichts ist schmerzhafter, als sich von dieser zu verabschieden.

Das, was ist ist zu erkennen und es anzunehmen fällt manchmal schwer. Gerade hier, wo wir doch alle diesen übergestülpten Schuldkomplex feiern und lebendig halten. Nein, dann doch lieber weiterschieben und alle Verantwortung übertragen. Dann halt Sehhilfe. Der Blick ist nach außen korrigiert und nach innen bleibt er nun mal im Nebel.

Dann richtet man sich in einer Bruchbude ein und merkt nicht, das man im falschen Haus wohnt.

Aufwachen ist zäh und dauert und zwar so lange bis es vorbei ist. Jeder in seinem Schritt und zu seinen Bedingungen. Dabei die Zügel der eigenen kognitiven Dissonanz in der Hand haltend. Wir alle erkennen sie bei den anderen nur bei uns eben nicht.

Dabei gibt es viele Hürden, Fallstricke und Rückfälle und auch Lichtblicke.

All meine Gedanken und Bilder sind Zeugen dieser Wegstrecke. Dabei gibt es weder richtig oder falsch. Entscheidend ist die Tatsache, die Erkenntnis, ich bin dabei. Es geschieht gerade und es gibt kein Zurück mehr in die Höhle. Die Zahnpasta ist aus der Tube und ich vertraue dem Prozess.

Das ist das Geschenk, das ich der Erde mache. Ich bringe mich in Ordnung und gebe all die Energie, die ich habe, in das Leben.

Dafür sind wir hier.

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