08.Juli 2021

Wo die Frage nach dem „Wer bin ich eigentlich?“ nun beantwortet wurde, folgen neue Fragen. So ist das. Keine Atempause.

„Wo bin ich eigentlich?“ ist auch sehr interessant und vor allem frage ich mich jetzt oft:

„Wann genau bin ich?“ im Sinne von „Wann genau ist jetzt eigentlich?“.

Immer wieder die Zeit…..

Schon damals habe ich es nie so richtig verstanden warum im Jahre 1945, Ende März, also kurz vor Schluss, Paderborn noch gezielt in Schutt und Asche gelegt wurde. Die Geschichten dazu machten irgendwie keinen Sinn. Ich, und wahrscheinlich viele andere auch, lernten aber vor allem unsere Klappe zu halten. „Blöde“Fragen wurden geahndet. Setzen! 6. Und dann kamen andere Ereignisse und ich vergaß……

Laut Wikidings war das „Zielgebiet…im Wesentlichen das dichtbesiedelte Stadtzentrum- insbesondere die historische Altstadt…..Die genaue Auswahl der zu bombardierenden Stadtteile wurde anhand von Luftbildern, Bevölkerungsdichtekarten und (jetzt Obacht!) Brandversicherungskatasterkarten getroffen. Die Katasterkarten waren durch deutsche Feuerversicherungen bei britischen Rückversicherungsgesellschaften vor dem Kriege hinterlegt worden.“

Oh, ha!

Immer, wenn ich denke: Das darfst du aber nicht denken!, habe ich doch mein Interesse geweckt und kann gar nicht anders, als es doch zu denken.

Menschenleben waren verloren, historische Bauten und Wissen verbrannt.

„Die Erzbischöfliche Akademische Bibliothek verlor 70.000 ihrer 160.000 Bücher umfassenden historischen Sammlung.“

Das zum Thema: wie bekommt man die stetig wachsenden Schösslinge einer durchtreibenden Unterlage in der Veredlung (siehe Ursprung) erstmal schlagartig weg.

Heutzutage fährt man ja nicht mehr mit Panzern rum oder verbrennt Bücher. Die meisten sind schon digital. Ein Reset im Internet und schwupps ist vieles so gut wie weg. Dann kann man Geschichten erzählen und neu verbreiten und bald weiß keiner mehr so genau, wie es mal war und was wahr ist.

Die Unterlagen einer Enteignung in meiner Ahnenlinie lassen sich natürlich auch nicht rückverfolgen. „Alles verbrannt!“ meint der Mitarbeiter der Stadt. Was dem Einen ein Verlust, kann dem Anderen ein Gewinn sein. So bleibt´s ein Geheimnis oder neudeutsch: Verschwörungstheorie.

Ach, hab ich schon erzählt, dass ich den Großteil meiner Aluhütte in der Gelben Tonne entsorgte?! Jetzt liegen sie wahrscheinlich auf einer Verschwörungsleugner-Mülldeponie.

Duck und weg!

Alles Satire, wie immer.

Witzigerweise habe ich einmal ein schönes, altes Buch gefunden. Lange Zeit lag es unbeachtet im Regal. Und jetzt kommt eine wichtige Erkenntnis: Wenn ich nicht weiß, wonach ich suchen kann/soll/muss, dann finde ich es leider auch nicht. Ja, ich verstehe es noch nicht einmal. Husch, einmal rübergeschaut und weiter geblättert.

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