26. Oktober 1984

Der normale Gang der Dinge

Was passiert, wenn ich eine freischwingende, gut geölte Waage 5000 Jahre wider ihres Planes einseitig mit Energie belaste und fortführend den Druck erhöhe? Mit aller Macht bis ins Extrem und dann den Druck entferne?

Antike Apothekerwaage - Balkenwaage - Goldwaage - Zierwaage - Messing Bild  | Waage, Messing, Antike

Mit einem klappernden Geräusch wird sie sich schnell emporheben in die Gegenrichtung, der Freiheit entgegen, ihrem Plan gemäß. Schwingend wird sie sich justieren, einpendeln, wenn man sie lässt.

Das ist der Gang der Dinge.

 

 

24. Oktober in einem wahnsinnigen Jahr

„Der Trick ist, dass sie uns durch reine Aggression dazu bringen können still zu sein und die Geschichte verschwinden zu lassen.“

Tucker Carlson

Ja, und wenn du die, deine! Geschichte erforscht, recherchierst, dich da rein gräbst und siehst, verstehst, dass das schon Tradition hat, dann geht ein Lichtlein auf. Weil darin auch so viel Leid liegt, Trauma, traut sich dort kaum einer ran. Das Leid leitet. Wohin? Zur Quelle.

Warum fürchten wir uns so vor Aggressionen? Davor haben wir wahnsinnige Angst. Dem Wort nach bedeutet lat. Verb “aggredere” einerseits “herangehen” und andererseits “angreifen”. Es ist demnach eine reine Kraft. Sie besitzt eine positive wie auch eine negative Seite.

Jetzt ist es so, in unserer Gesellschaft, dass einem permanent gesagt wird, und das fängt sehr, sehr früh an, diese Kraft sei nur schlecht, böse, abgrundtief, ja, ich sage es deutlich: scheiße. Bist du aggressiv, dann bist du scheiße.

Ja, und wenn ich das mal sein muss?

Nee, böse, pfui, in die Ecke, still! Und ich habe Menschen aller Richtungen getroffen, auch spirituelle, die vor solchen Kräften warnen. Unfassbar.

Deshalb neigt der Mensch zur Selbstzerstörung, deckelt und versteckt. Ich glaube, in Deutschland ist das ganz, ganz schlimm. Ich brauche nur zu gucken. Selbstzerfleischung, Selbstzerstörung, Selbsterniedrigung, Selbstvernichtung.

Ich kann das! Ich kann aggressiv sein und mich wehren. Als Mutter muss ich das auch können. Und zwar gehe ich an schwierige Themen heran, ich meide sie nicht und ducke mich weg. Ja, und wenn du es wirklich nicht raffst, die Grenze siehst, dann kann es auch passieren, dass ich zur Tigerin werde.

Acryl auf Leinwand 80 x 60, 2009

 

23. Oktober

Ein Meer an Möglichkeiten

Vor mir brennt ein Feuer und mit einer Wasserspritze ziele ich hinein. Ein kleines schwarzes Loch entsteht, ganz kurz, dann ist es wieder weg. Du hackst alle Bäume ab und legst nach. Dann kommt deine Inneneinrichtung, zum Schluss verbrennst du den Müll. Das ist jetzt nicht mehr schön und es hat keinen Sinn, denke ich, drehe mich um und gehe. Ich verschieße sinnlos und ohne Erfolg.

„Das Leben brennt und es wärmt“ ist so ein Gedanke in mir.

Und, was mir missfällt, ist deine Vorstellung vom Leben. Ich bin das nicht! soll aber unbedingt in diesen Rahmen, deinen Rahmen.

schön im Rahmen bleiben!

Und dann entsteht ein Kampf! Ich wehre mich.

Was wäre denn, du behieltest dein Feuer und ließest mich einfach Wasser sein? Ich bin wie Wasser, habe eine Quelle und will sprudeln, fließen, finde immer einen Weg, ergieße mich, laufe über. Das bin ich.

Das Leben fließt auch, alles fließt.

Und es gibt Winde und Berge und Wolken, ein üppiges Paradies. Leben ist Bewegung, Vielfalt. Es ist keine abgekapselte Zyste!

Jetzt willst du aber unbedingt und zwingst mich, das zu sein, der ich nicht bin. Aus dem Meer der Möglichkeiten fischt du eine, 1!, heraus und sagst: Wir schaffen das! Es wird so gemacht, basta. Brenne oder stirb!

Wir werden den Missbrauch an uns und unseren Kindern niemals erkennen und abstellen können, wenn wir uns missbrauchen lassen, und gegenseitig missbrauchen. Erst in dem Moment, wo ich erkennne, das geschieht mir, jetzt gerade hier, ich lasse es zu, ich gebe es weiter, hört das auf!

Was ist Dummheit?

Vor dir steht ein großer Eimer mit Losen. Sagen wir einmal darin befinden sich 1000 bis Ꝏ. Du greifst herein und ziehst ein, 1, Los heraus und glaubst, du hättest gewonnen, schreist rum und glaubst, das wäre jetzt dein Los. Rubbel die Katz. Die anderen 999 bis Ꝏ lässt du vergammeln, links liegen.

Und eine unglaubmöglichgroße Dummheit ist es, wenn ein andere für dich in die Lostrommel greift und sagt, das sei jetzt dein Los.

 

22. Oktober 1984

MÖRDER!

Angst im Nacken Acryl auf Karton 30 x 40 2008

Wer hat das Messer dort zwischen die Plüschtiere gelegt, weich gebettet?

Willst du es immer noch nicht sehen?! Willst du es immer noch nicht wahrhaben? Ich fasse es nicht, wie dämlich und dumm ihr seid!

Willst du

du Mutter, du Vater!

du Pädagoge!

du Schuldirektor!

du Erzieher!

du Arzt!

du Experte!

du Priester, du Pfarrer!

du Journalist!

du Jurist!

du Therapeut!

du Beamter!

du, auf der Strasse, Bürger!

willst du es in die Hand nehmen und dem Kind rücksichtslos von hinten in den Rücken rammen?

Willst du das wirklich?!

Was glaubt ihr eigentlich, wer sich dort die Hände blutig schmiert? Glaubst du, du könntest nachher sagen: das habe ich nicht gewusst? Ich habe es doch nur gut gemeint! Das war doch der Befehl!

Nein, nein, nein. Du bist das!

 

21. Oktober

Menschen machen Pläne, Gott lacht.

 

BALLADE VON DER UNZULÄNGLICHKEIT MENSCHLICHEN PLANENS

Der Mensch lebt durch den Kopf.
Sein Kopf reicht ihm nicht aus.
Versuch es nur, von deinem Kopf
Lebt höchstens eine Laus.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht schlau genug.
Niemals merkt er eben
Diesen Lug und Trug.

Ja, mach nur einen Plan!
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch’nen zweiten Plan
Gehn tun sie beide nicht.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht schlecht genug.
Doch sein höhres Streben
Ist ein schöner Zug.

Ja, renn nur nach dem Glück
Doch renne nicht zu sehr
Denn alle rennen nach dem Glück
Das Glück rennt hinterher.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht anspruchslos genug.
Drum ist all sein Streben
Nur ein Selbstbetrug.

Der Mensch ist gar nicht gut
Drum hau ihn auf den Hut.
Hast du ihm auf dem Hut gehaun
Dann wird er vielleicht gut.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht gut genug
Darum haut ihm eben
Ruhig auf den Hut!

Bertolt Brecht

Wie oft habe ich gedacht, dass sei dir richtige Arbeit, das seien die richtigen Freunde, das sei die richtige Beziehung, das sei Ziel meines Lebens, das sei der richtige spirituelle Lehrer/Glaube/Therapeut, das sei die richtige Einstellung, das sei die richtige Politik/Partei, das sei das richtige Weltbild, das sei meine Berufung, das sei die richtige Vorgehensweise, das sei die richtige Zeitung, das sei die richtige Nachbarschaft, das sei mein Leben?

In meiner Hybris ging ich los und auf Biegen und Brechen baute ich Häuser. Häuser, die jetzt zusammenbrechen.

Und ich sehe, das Universum oder Gott oder wie du es nennen möchtest, liebt mich, er meint es gut mit mir.

2019

20. Oktober 1984

Kalte Pädagogik

war früher ja schwarz. Oder ist sie es immer noch?

eine Tüte 2017, Pop up

Könnte auch soziale Kälte sein! Ja, mach die Augen auf. Wir sehen sie jetzt überall. Vor allem an/bei/mit unseren Kindern.

Krieg ist der Terror der Starken

Terror ist der Krieg der Schwachen

Regierungen führen Krieg!

 

18. Oktober

Geist und Ego

Wir treiben unseren Kindern den Geist aus.

Wofür steht „Geist“? Es ist der freie Wille, die Anbindung an etwas sehr, sehr großes, mächtiges.

Corpus Delicti 2019

Durch fortlaufende Indoktrination, Konditionierung, Manipulation, Macht & Gewalt, traumabasierter Bewusstseinskontrolle, ein Sumpf an Halbwahrheiten! verschließt sich ein Tor. Es ist das Herz.

Die Würde braucht nur wenig Platz Mixed Media auf Holz, 2016

Umgeben von einer Schicht namens „Ego“. Es zieht sich zusammen, wird hart und längst haben es die meisten vergessen, hören es nicht schlagen.

„my heart is beating like a jungle drum“

Im Herzen ist eine Tür. Öffne sie und du kommst in einen Raum. Hier bist Du! Grenzenlos, mächtig, liebevolles Bewusstsein.

Inside Love Mixed Media auf Leinwand 80 x 100 2010

Wir sind Riesen, Lichtwesen, Goldkinder, und machen die Erfahrung von Getrenntsein, Spaltungen. Das Ego ist Mittel zum Zweck, ein eingebauter Mechanismus, der uns erinnert. Ohne machten wir hier die Erfahrung nicht. Wie kann ich erkennen, das alles eins ist, wenn ich es schon bin? Mit dem Ego. Es beschränkt die Wahrnehmung und gauckelt uns vor, dass diese Welt die echte, wahre sei und nur diese. So spielen wir Zwerg und wissen nichts.

Also, geh nicht zu streng damit um. Nimm es in den Arm. Es ist bald vorbei. Es ist vorbei.

 

17. Oktober 1984

Generation Weichei/innen/*/eix

Da ich mich mit dem Genderquatsch nicht beschäftige, bitte ich um Nachsehen. Habe mir einfach eine Zeichensetzung ausgedacht, war kreativ.

 

Damals, auf einem Elternabend in der Grundschule, stellte die Oberhäuptlingspädagogin die Klassensituation vor und sagte folgendes: „Es läuft derzeit gut. Nur mit den Jungs gibt es manchmal Auseinandersetzungen. Ich werde nochmal mit denen reden.“

Ich dachte: au Backe! Next Generation Weichei.

Ich werde nochmal mit denen reden. Dieser eine Satz und darin lag so viel….Macht! Über-reden, Vollreden, bearbeiten, bekehren, weichkochen.

Hier in meinem Umfeld wollen alle „gut“ sein. Viele sind so „gut“, dass sie mich gehässig oder aggressiv schimpfen, wenn ich sie mit Fakten konfrontiere. Und tschüß! Andere massieren sich selbst den ganzen Tag die Ohrläppchen und sind so „gut“. Bloß kein Karma! Bloß nicht auffallen und böse Energie anziehen. Niemals wütend sein, weil böse!! Still halten, Maske auf, Abstand! Ich meditiere! Und tschüß!

Ich habe nichts gegen meditieren oder beten! Ich glaube auch an Karma! Aber, echt jetzt? Glaubt ihr wirklich, dass bald ein Trump oder Putin oder die Engelchen kommen um euch zu retten? Sicherlich werden die wirken, davon bin ich fest überzeugt. Aber durch uns! Man muss da was tun, in Bewegung kommen, mal was riskieren, mutig sein, Verantwortung übernehmen.

Meine Güte, was seid ihr im Sack! Und zwar ohne Eier. Sie haben euch schön in den Sack gesteckt, wir haben uns da rein gesetzt, und da sitzen wir jetzt, om. Beten und warten. Das ist die Konditionierung. Sie funktioniert an allen Seiten.

Wo sind se hin, die harten Kerle? Männer, stolze Kämpfer? Wo sind die Frauen, die Mütter, die kämpfen?

Armes Deutschland.

Sklavenvolk I-III, MixedMedia auf Buchbinderkarton, 2020

 

15. Oktober 1984

Wir müssen das so machen!

Ich habe Nena immer gemocht, richtig vernarrt war ich in sie mit 14 Jahren. Stundenlang saß ich vor dem Kassettenrecorder, Mal Sondocks Hitparade, die Finger auf record. Jedes Mal hat da einer reingequatscht. Ich mochte auch Trio.

Du hast Macht über mich

Trotzdem brauch`ich dich nich`

Und ich will dich nicht mehr

Ich werd`dich jetzt verlassen

Und dann kannst du mich

Von hinten sehen

Macht.Demo 50 x 60 MixedMedia auf Papier, 2018

Anscheinend ist da etwas in mir. Und dann haben sie einen doch gekriegt, verkackt, versaut. Ich denke, ich kann behaupten, dass ist uns fast allen passiert. Oder?

Jetzt denke ich: guck mal einer an! Endlich. Endlich sagt mal eine was. Ich mag sie immer noch.

Die freundliche Bäckereifachverkäuferin muss alles mehrmals wiederholen. Der Kunde auch. „Ach, sagt sie, mit der Maske ist es schwer, woll?“ Der Kunde lacht und nickt. Dann sieht sie mich und zeigt mit dem Finger auf mich. „Sie! Sie müssen die Maske aufsetzen!“ Och, denke ich, merkt die jetzt was?

Wir müssen das tun!

Beim Einkauf sagte die freundliche Kassiererin: „Denken Sie daran!?“ und gestikuliert sich an ihrem unmaskierten Gesicht herum. Sie brauche sie auch nicht tragen, sagt sie. Och, denke ich, merkt die jetzt was?

Wir müssen das tun!

So, liebe Leute, Mitmenschen, was bedeutet Solidarität? Haben sie euch das Märchen erzählt vom Stärkeren und das man immer sehen muss, ganz vorne zu stehen, stramm, kerzengrade? Hart wie Kruppstahl? Ellenbogen raus! Die Sache mit den Faszien? Zusammen schaffen wir das! Ja, ja. Und das neue Märchen heißt, dass dieser Feudel jetzt das Freiheitszeichen ist und er hat es geschafft! Er ist vom Arm ins Gesicht gewandert! Befördert sozusagen. Holla! Sack Zement.

Wir müssen das so machen!

Leute, es steht 3: 82 000 000. Na ja, fast. Da wir ja alle so gespalten sind, ist die Zahl wohl eher geringer. Muss man ihn halt verstehen, den Sinn der Spaltung. Teile und herrsche. Cui bono?

Ich habe auf jeden Fall keinen Bock mir die Freude verderben zu lassen! Genau das wollen sie ja, die Spaßbremsen. Freude, Glück, Zusammenhalt, Tanzen und Singen, Lachen, Kinderlachen, Spielen, Familie, Feiern ist für die wie das Weihwasser für den Teufel.

Ich empfehle jetzt Nana Mouskouri, Guten Morgen Sonnenschein.

 

Ich warte und übe mich in Geduld.

Wir müssen halt alle etwas nachsichtig sein.

Es sind Menschen, verkackt, manipuliert, verdreht. Sie schlafen noch.

 

09. Oktober, Jetzt

Drachenkampf

Die größte Heldentat eines Menschen ist, das Abenteuer zu meistern, seiner eigenen Spur zu folgen.

Drachenkampf 2 2018

Eine Spur, die ihn weit über das hinausführen wird, was ihm selbstverständlich und vertraut ist. Auf dieser Reise zu sich selbst werden ihm Hindernisse begegnen. Bis er schließlich seinem größten Feind begegnen wird: dem Ich.

gesehen bei „die_götter.de“, Interview Bill Moyers, Joseph Campbell.

 

Du wirst erkennen, wie sehr du missbraucht wurdest, wie sehr du verstrickt bist und wie sehr du hypnotischen Suggestionen unterlagest. Wie schafft man es, solch einen großen Einfluss auf ein Menschenkind zu haben? Mit traumabasierter Bewusstseinskontrolle.

Und nach dem Kampf wirst du erkennen und siegen. Der Drache sieht dann so aus:

Paderstone

Ich möchte dich warnen.

Damals, als ich noch ein Zwerg war, naiv, glaubte ich einer mächtigen Herrscherin. Wir stürzten den König, denn diese führten Krieg miteinander, mit jedem im Königreich! Er verlor seine Existenz. Wir fühlten uns im Recht. Ich saß am Rande und klatschte Beifall und stieg ein in die Jubelgesänge. Später dann, nach vielen unglücklichen Stunden und sehr viel Leid, erkannte ich die Manipulationen, die Verdrehungen und es wurde mir schlagartig bewusst, dass ich aktiv daran beteiligt war und lange aufrecht erhielt. Ich sah, es ging um materielle Werte, Besitz und das ich missbraucht wurde, eine lächerliche Spielfigur in diesem kalten Spiel. Und dann hilft kein Weh und auch kein Ach! Nein, ich hatte mich schuldig, mitschuldig gemacht. Zu alt für Ausreden. Und ich sah das Ausmaß. Darauf traf mich vernichtender Scham.

Bist du dir wirklich, wirklich sicher, dass dein Handeln zu dieser Zeit der Menschheit dienlich ist? Entsteht daraus etwas Positives, Liebevolles, Wahres? Verbindet es? Macht es frei?

Es heißt: Prüfet alles und behaltet das Gute.

Hast du das getan? Oder liest du die immer gleiche Zeitung? Schaust abends das gleiche Programm? Dudelt das Radio im Hintergrund?

Ich verrate dir, was ich tat. Ich las querbeet, alles was mir unter die Füße kam. Ich las und schaute bei den „Guten“ und bei den „Bösen“. Ich lies mich von keinem Pejorativ länger bange machen. Ganz im Gegenteil. Du wirst erkennen: die Welt steht Kopf! Nach einer Zeit des Taumelns, der Verunsicherung, wirst du den Schwindel überwinden und es wird der Nebel weichen.

Du bist für alles in deinem Leben selbst verantwortlich! Niemand, kein Jensi, keine Mutti, kein blauweißer Kaiser, wird dich tröstend in den Arm nehmen und dir die Nase abwischen. Vergiss es. Kannste dir spahn. Also, überlege genau, was du denkst, was du tust und vor welchen Karren du dich spannen lässt.

 

08. Oktober, Jetzt

Heimat

Ich sehe am Himmel mich selbst aus der Zukunft.

Ich

Du

Er, Sie, Es

Wir

Ihr

Sie

all-ein

Riese und Zwerg, Aquarell 2020

06. Oktober 1984

Unbequeme Wahrheiten

Ist es nicht verwunderlich wie alle ihren manipulierten Verstand vor sich hertragen? Alle? Ich weiß es nicht.

Vor Jahren habe ich es einmal gewagt und eigentlich wusste ich gar nicht, wie mir passierte. Dabei habe ich mich auf der Bühne ordentlich im Vorhang verheddert, stolperte und fiel der Länge nach hin. Was hatte ich getan? Ich habe die Täter beim Namen genannt, sie entlarvt. Besonders stolz bin ich nicht darauf gewesen und es ist mir auch nicht gut gelungen. Wenn man zur Wurzel des Lotus will, muss man im Dreck wühlen und dabei kommt so ziemlich viel Schmutz ans Tageslicht. Immerhin hatte ich den Mumm es ohne Maske zu tun! Ehrlich halt.

Der Hohn, der Spott, die Rufe: „Mörderin!“ im anonymen Publikum waren laut und schmerzten. Der Rest hat weggesehen, war Zaungast. Niemand hat geholfen.

Ich lag tot, feuerrot, verbrannt im Scheinwerferlicht und ging, heraus aus der Höhle in die Fremde, in die Einsamkeit, zu den Krimtataren.

Es war das Beste, was mir je passiert ist!

Zwei Jahre, damals ging die Zeit noch etwas langsamer, habe ich gebraucht, um meinen konditionierten, missbrauchten Verstand auf Vordermann zu bringen und das Herz zu aktivieren. Ich verfiel in Staunen, Wut und Kopfschütteln über so viel Schein, Lüge und Trug. Ich öffnete mich weit und las, lauschte bei den „Bösen“, den „Ausgestoßenen“, den „Geächteten“. Sie haben vieles verdreht, uns den Kopf verdreht. Ich war damals brav und folgte. Ich jagte „Nazis“ und „Umweltsünder“. Glaubte an „Feinde“. Ich glaubte, die Bösen seien die „Guten“ und die Kriegstreiber setzen sich für „Frieden“ ein. Ich fiel auf lechts und rinks herein. All diesen Scheiß habe ich blind geglaubt. Und dann hat sich alles umgedreht. Das war sehr schwierig.

Hiermit möchte ich die „Feinde“, so manchen Präsidenten, Künstler, Mitmenschen um Verzeihung bitten. Und die, die ich vergaß, bitte ich auch: Verzeihen Sie mir. Sehen Sie mir die üble Nachrede nach. Ich war ein Kind von vielen, naiv und gutgläubig und missbraucht. Der Missbrauch fing sehr früh an. Vielleicht können Sie es akzeptieren. Ich selbst stehe staunend davor und kann nur noch die Schultern zucken.

The end of cave, Acryl auf Leinwand, 80×100, 2020

05. Oktober 1984

Respekt

Anerkennung, Hochachtung, Höflichkeit, Ehrerbietung, Wertschätzung

Wortherkunft

Der Begriff Respekt ist eine Ableitung aus „respektieren“= „achten, anerkennen, gelten lassen“ und stammt aus dem Lateinischen „respectus“= „zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigung“ und auch „respecto“= „zurücksetzen, berücksichtigen“.

Definition

-Die Achtung von Individuen aus Gründen von Wertschätzung

-Achtung und Akzeptanz einer höheren Instanz

-Achtsame Zurückhaltung vor Situationen

 

Jetzt ist es so, dass man von mir Respekt erwartet. Tage zuvor hatte dies mir gegenüber nicht funktioniert. Die Wertschätzung mir gegenüber, dem Leben und der Achtung des Lebens, eine ehrehrbietende Aufmerksamkeit hat man verneint. Sie sei sinnlos.

Ist das nicht wunderlich? Sie bitten um etwas und können selbst die Ursache dafür nicht setzen. Und, nein! Mir fehlt dafür das Verständnis. Tolerieren muss ich, passiv. Respekt ist eine aktive Handlung!

Ich könnte, will aber im Moment nicht. Derzeit fällt mir so etwas schwer. Ich bin mir sicher: auch das geht vorbei.

Doppelblind-Studie 2019

Und dann überlege ich, ob ich einmal in der Vergangenheit diese Ursache setzte? Und wir uns reiben, damit wir endlich verstehen? Und/oder arbeitet dort etwas im kollektiven Bewusstsein, was angeschaut werden möchte?

 

03. Oktober

die Welt, eine Leinwand

Mal angenommen, die Welt sei die Leinwand, die schöpferische Urkraft der Projektor, und dein Bild, das du erschaffst ist das Dia.

Uiuiui…..es sieht vielleicht schlecht aus…..mein lieber Scholli.

Mal angenommen, du bist voll mit negativen Glaubenssätzen, Datenmüll, der Meinung der Eltern, der Lehrer, der Leute, all die Menschen, deren Einfluss du unterliegst. Oder negative Eide, Schwüre, Verträge, Theorien. All der ganze Dreck aus diesem Leben. Vielleicht, wenn du daran glauben kannst, auch von vergangenen. All das ist jetzt hier, in dir drin. Dazu noch die ganzen Nach-richten. Ja, genau. Da muss man sehr, sehr vorsichtig sein. Da wir uns nicht immer bewusst sind, bzw. vieles vergessen, kommt da so einiges zusammen. Und dann noch der Glaube, Prägungen. Und zu denken, dir wäre das nicht passiert, es sei alles tutti, ist fatal.

So, und jetzt gehst du raus in die Welt und lichtest ab. Dein eigenes oder das, was man dir beibrachte? Bist du dir wirklich, wirklich sicher, der Herr im eigenen Hause zu sein? Vielleicht wirfst du ja permanent Dias auf die Leinwand, die ehrlich gesagt völlig bekloppt sind. Zum Beispiel die Welt sei gefährlich, von tödlichen Killerviren bedroht, voller Feinde. Oder Politiker machen alles richtig. Oder es gäbe Experten, also nur einen und der hat die Wahrheit gepachtet. Oder man müsse den ganzen Tag lang schön brav mitschwimmen und alles mitmachen, was die da oben wollen.

Ja, Scheiße. Kommt nichts gutes bei raus.

Was ist denn gut? Alles was wahr ist.

Und was ist wahr? Alles, was frei macht.

Bist du ein freier Mensch? Darfst du Urlaub machen, wann du willst? Darfst du Urlaub machen, wo du willst? Darfst du überhaupt noch in den Urlaub? Darfst du dich frei bewegen? Darfst du frei atmen? Darfst du auf die Straße gehen und deine Meinung sagen? Darfst du über all dein Geld, was du verdienst, frei verfügen? Darfst du sein? Darfst du groß feiern? Darfst du so wie du bist unter die Menschheit gehen?

Cut OFF (im Lichte der Wahrheit) 100×100, Mischtechnik auf Leinwand 2020

Oder wirst du gelebt?

Na ja, was im schlechten doch so gut funktioniert, schau dich mal um, kann man doch auch einmal anders sehen. Du wirfst ab sofort Bilder in dein Leben, voller Bewusstsein, die schön sind. Bedingung ist natürlich, du bist bei Bewusstsein und hast eine Vorstellung von dem, wer du bist und was schön ist für dich und somit auch für andere Menschen.

Das Ding ist, wir bestellen permanent beim Universum. Meistens sehr unbewusst. Dem Universum ist das egal. Wir werden geliebt und es werden uns immer unsere Wünsche erfüllt. Also sollte man dort sehr vorsichtig sein. Es gibt ihn, den Universums-Klingelknopf.

 

02. Oktober 1984

Der Untergang der Projektion

 

ist die Entfaltung zum Selbst.

Selbstbestimmung, Selbstverantwortung, Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit.

Im Enneagramm liegen „wir“ irgendwo zwischen einer 6 und einer 2. Zwischen ängstlich-loyal und gut gemeint. Eingekreist von zwei dunklen Seiten. Die Mutti darf nur keine haben, vom Vati weiß mans ja. Das ist   auch (!) das Resultat einer wahrlich rühmlichen Veranstaltung vieler Feministinnen.

 

01. Oktober

Methoden, Theorien, Konzepte

Der Mensch möchte Verbindung zu seinesgleichen, zu allem. Dafür wurde er ausgestattet mit einem enorm leistungsstarken, wundervollem Nervensystem. Rückkopplung. Feedback. Hast du dir das einmal angeschaut? Es ist ein Wunder!

In einem „Gespräch“ teile ich meine Gefühle, Empfindungen, Gedanken mit. Es gelingt mir sogar immer besser das ehrlich zu tun. Ich lege es offen auf den Tisch. Mein Gegenüber aber verschanzt sich hinter irgendeiner Gesprächsführung nach XY, irgendeiner Theorie, einem Konzept. Jahrelang wahrscheinlich dafür die Bank gedrückt, den Hintern platt gesessen, Schein dafür bekommen, einen Doktortitel? Ein Diplom? Auszeichnung cum haste nicht gesehen? Hängt jetzt am Klingelknopf oder eingerahmt über dem Schreibtisch. Toll! Hast du gut gemacht.

In solch einem „Gespräch“ sitzt du vor einer Wand. An diesen Menschen kommst du nicht ran. Das ist sehr frustrierend. Armselig. Arme Seele. Wer bist du? Hast du solche Angst davor? Hast du Angst vor Kontakt? Einer ehrlichen Mitteilung über dich? Ich weiß nicht, wer du bist. Ich erkenne dich nicht, ich sehe dich nicht. Als Antwort kommt nur ein mmh, mmh, mmh. Das soll mir wohl das Gefühl geben, gehört, erhört zu werden. Nein, ich will wissen, wie es in dir aussieht, wer du bist in Wirklichkeit. Das erreiche ich auch nicht mit Nachfragen. Will ich nicht. Das wäre kein Kontakt, sondern ein Übergriff.

Erschreckender Weise wollen Menschen manchmal andere so heilen. So funktioniert es aber nicht!

Erschreckender Weise wollen solche Menschen anderen etwas so beibringen. Auch das wird so nicht funktionieren. Kannst du dir abschminken.

Und eins wird mir sehr, sehr deutlich bewusst. Für einen Menschen, der solche ehrlichen, zwischenmenschlichen Kontakte, Verbindungen meidet, partout davor zurückschreckt, muss doch ein Amt in der Politik geradezu verlockend sein.

Postkartenübermalung 2018

Jetzt macht für mich auch der Wassergraben einen Sinn. Oder das terrorisieren anderer Menschen mit dem Kontaktverbot.

Ja, ist schon wieder provokant.

 

ein Tag in Deutschland anno 1984

auf Linie gebürstet

Als Mutter trage ich eine Verantwortung und stehe in Vollmacht. Deshalb und auch nur deshalb und weil ich mir morgens gerne im Spiegel begegne, trage ich einen Zettel in das Sekretariat. Auf diesem steht, dass ich keine Tests an meinem Kind zulasse, dem widerspreche. Das ganze ist, weil nun mal mein Vertrauen weg ist, natürlich vom Rechtsanwalt bestätigt. Auch das ist meine Pflicht, mich einmal rechtlich aufzuklären.

Dort bin ich ein Fremdkörper, im Sekretariat. Der erste Herr liest den Zettel und verweist auf die noch fehlende Bürofachkraft. Dieser drücke ich nach Ankunft den Zettel in die Hand mit der Bitte um Bestätigung. Sie liest und es ist ihr anzumerken. Stimmt etwas nicht? frage ich. So etwas quittiere ich nicht, sagt sie, geht zum Herrn um die Ecke, Getuschel. Die Direktorin wird gerufen. Extra geholt aus dem Lehrerzimmer oder so. Anscheinend wurde sie über den Fremdkörper schon aufgeklärt. Mich sieht sie nicht, beachtet mich überhaupt nicht, liest sofort den Zettel. Sie versucht an sich zu halten, es gelingt ihr nicht. Ich lasse den minutenlangen Schwall immer noch sitzend vor dem Sekretariat über mich ergehen und höre einfach nur zu. Sie erregt sich recht eloquent und blickt dann zum ersten Mal auf. Es stellt sich heraus, sie weiß gar nicht mit wem sie redet. Neben mir ist noch ein Mensch und sie sucht ihren Ansprechpartner. Interessant. Dann stehe ich auf und sage  folgenden Satz: Ich bin Mutter und treffe Vorsorge, weil ich die Verantwortung habe und in meiner Vollmacht hier stehe. Das ist meine Pflicht. Daraufhin muss ich mir in oben beschriebener Art und Weise anhören, was sie davon hält, von solchen „Randgruppen“. Sie handle nach strikter Anweisung und den Vorgaben, das mit dem Rechtsanwalt ist ihr wohl zu viel. Ihre Meinungen, ihre Ansichten! Hat sie alles schön runtergerattert und ihr Köpfchen dabei geschüttelt, hinter der Glaswand, nimmt den Wisch, denn so wird er jetzt angepackt, wirft ihn auf den Schreibtisch der Sekretärin und ich sage: ich diskutiere gar nicht mit ihnen, ich gebe nur einen Zettel ab. Daraufhin dreht sie sich um und verschwindet in ihr Büro. Toller Dialog, sage ich und bin mir jetzt ganz sicher: der Zettel, mein Anliegen, ist 100% berechtigt, aber so was von!

Danach gehe ich einkaufen, mal eben schnell. Den Feudel trage ich nicht, weil es meiner Gesundheit schadet. Eine Angestellte sieht´s und ranzt mich an: Maske auf! Nein, Danke, sage ich. Dann dürfen Sie hier nicht einkaufen! Ich habe eine ärztliche Bescheinigung und bin davon befreit, antworte ich. Die müssen Sie zeigen! Nein, sage ich, denn dazu sind Sie nicht befugt. Daraufhin denunziert Sie mich beim Filialleiter, der auch dann prompt an der Kasse steht und mein Attest sehen möchte, weil sonst Hausverbot. Ich sage, dass das gegen das Antidiskriminierungsgesetz verstößt. Hä, was´n das?, kommt als Antwort.

Er hielte sich an die Regeln, weil er sonst Strafe bezahlen muss.

Ja, denke ich, hatten wir alles schon mal. Fällt euch das eigentlich nicht auf?

Ich frage die Angestellte, wie sie sich denn so fühlt, wenn sie denunziert? Wie fühlen Sie sich? Höhnisches Lachen. ICH bin chronisch krank, sagt sie.

Und das alles in nur einer Stunde.

Mein Opa hat alles mit ins Grab genommen, schwer traumatisiert. Es waren Nachbarn 1937, die wegschauten, es waren Ärzte, die ihm sein Todesurteil ausstellten, einem 10jährigen Kind!, es waren Denunzianten und Juristen? Ja, wo waren die eigentlich? Er hat nie ein Wort über all seine Leiden geäußert. Seine Enkelin hat sich auf den Weg gemacht und ist auf alles gestoßen. Ich nehme mir hier kein Blatt mehr vor den Mund. Es reicht, was ihr hier anstellt. Schämt euch, verdammt nochmal. Schämt euch! Und eins kann ich euch sagen, was ihr hier anrichtet geht bis ins dritte/vierte Glied. So viel Schuld bürdet ihr euch auf.

 

30.September 1984

Haussperling

Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus. (Ignazio Silone)

Why do I confuse right and left but not up and down? 120 x 140 Öl auf Leinwand 2019

Gegenüber erblicke ich eine Hecke und darin ein putziges Gestöber. Es ist beim Haussperling immer ein Riesentrara, weil sie in einer unzählbaren Masse auftauchen. Na ja, diese Masse ist eher klein, kleiner als früher. Und überhaupt ist er ja bedroht oder gefährdet, aber wohl nur in Deutschland!

Ist es nicht sonderbar, dass das Vorkommen der Spatzen abnimmt und gleichzeitig die Menge an Spatzenhirnen steigt?

Oft unterstellt der Mensch ja etwas böses beim Gegenüber. Dummheit reicht.

Ich sitze hier und staune. Staune über meine eigene, die ich jahrelang so vor mich her trug und die der anderen. Wo sind denn diese Denker und Gelehrten nur alle hin?! Armes Deutschland, nicht wieder zu erkennen. Nach jahrelanger, jahrzehnterlanger, jahrhundertlanger? Spalterei, Neiderei und Missgunst ist das Werk vollbracht. Und keiner traut sich, erhebt sich. Gefangen in der Projektion und Ohnmacht.

Das Gegenteil davon? Selbstverantwortung und Vollmacht!

 

29. September 1984

Arbeitest du noch oder lebst du schon?

In der Vergangenheit wurde ich ja oft skeptisch betrachtet, da ich als Frau zu Hause bin, keinen anerkannten Beruf habe, also arbeiten gehe. Ich kam dazu wie die Jungfrau zum Kind und konnte es ehrlich gesagt lange Zeit nicht so wertschätzen wie ich es heute tue. Das Universum ist voll auf meiner Seite.

Ich durfte mir einiges anhören und oft wurde ich gefragt: Willst du nicht auch mal arbeiten gehen? Ist das nicht langweilig? Bist du nicht unterfordert? Da muss ja mal was passieren. Den ganzen Tag Urlaub! Frustrierte Ehefrau malt. Die hat gut reden! So viel Zeit hätt´ ich auch gern mal. Die ruht sich aus, liegt auf der faulen Haut. Ja, so gut hätt´ich es ja auch gern. Einer muss ja arbeiten. Wo kommen wir denn dahin? usw usw usw

Heute drehe ich es mal um!

Warum gehst du auf die Maloche und machst dir den ganzen lieben, langen Tag den Buckel krumm? Jammerst mir die Ohren voll über deinen Scheißjob?! Redest daher: „Ei-gent-lich arbeite ich ja ganz gerne.“ Warum eigentlich? Eigentlich!

Warum zählst du das Geld anderer Leute und drängst ihnen permanent irgendeinen Scheiß auf, nur damit du deine Provision bekommst? Warum schneidest du von der alten Frau sukzessive Stück für Stück ab, obwohl du ganz genau weißt, dass sie das wahrscheinlich nicht packen wird und sich hier quält? Warum stehst du daneben, siehst das, weißt das es Scheiße ist, und pflegst die alte Frau? Warum drangsalierst du den ganzen Tag Kinder, erniedrigst sie, zwingst sie, obwohl du ja lerntest, was das für Auswirkungen hat? Warum denunzierst du eigentlich den ganzen Tag andere Menschen und verteilst Ermahnungen, Bußgelder? Warum gehst du unter die Leute und machst ihnen den ganzen Tag Angst mit Hätte-Hätte-Weisheiten, die jeder Grundlage entbehren? Und das weißt du und verdienst damit dein Geld! Warum sitzt du den ganzen Tag in diesem miefigen Scheißbüro, wältzt Zettel hin und her und kackst anderen Leuten den Briefkasten voll? Warum lerntest du und machst einen auf sozial und unterstützt mit deiner Arbeit auch noch diese bodenlose Ungerechtigkeit?

Weil du sonst kein Geld bekommst und nicht weißt wie den ganzen Mist abzuzahlen den du dir eingebrockt hast.

Weil du dann ganz viel Zeit hättest und damit nichts anzufangen wüßtest.

Weil du mit dir nichts anzufangen weißt.

Weil sie dir eingeredet haben, dass du ohne Geld, dass sie dir im übrigen den ganzen Tag wieder hintenrum aus der Tasche ziehen, nichts bist. Null. Niet. Rien. Sagen sie. Weil du glaubst, es sei das Wichtigste im Leben. Das ist der wahre Grund und dafür tust du alles. Zur Not auch Diktaturen gutheißen.

Ja, ist provokant.

 

Ewig

in carne

Ich bin

unermesslich groß, grenzenlos, offen, ein Riese, Energie. Ich bin alles und überall. Es gibt hier nur mich und der Raum ist unendlich.

Langsam schaue ich umher und der Blick streift die Füße. Zwischen den großen Zehen liegt eine Kugel, winzig klein. Was soll die bedeuten? Warum liegt sie dort? Und ich weiß, ich soll dahin.

Da ist kein Überlegen, kein Fragen: ich will! Ja, ich darf! Ist das schön. Ich darf, ich darf, ich darf! Freude, unendlich große Freude, Leichtigkeit, ein Hüpfen, ein Vibrieren im Bauch. Ich Glückskind!

Moment! Wie soll das gehen? Ich bewege mich ratlos um diese Kugel herum und das klappt doch nie und nimmer, ist unmöglich! Das fordert mich heraus und ich fasse einen Plan, weiß eine Strategie. Und da ich will, kann ich.

Ich bin hier, winzig klein, ein winzig kleiner Teil von mir. Ein kleiner Körper, Zwergenfliegengewicht. Genau diese Eltern, genau diese Zeit, genau diese Gesellschaft. Alles auf meinen Wunsch hin. Meine Strategie. Passt. Es ist genau meine Wahl um mich hier zu erfahren. Ich treffe Menschen, die mich fortlaufend an meine Strategie erinnern.

Ich war ein Meer, nun bin ich ein Tropfen und erinnere mich nicht. Ich habe Welten getauscht, in mir das Meer, nur kleiner und getrennt. Ich war ein Riese, nun bin ich ein Zwerg. Fernab der Heimat. Und oft bin ich verzweifelt und frage: Warum tut ihr das?!

Und eine kleine Stimme flüstert: Erinnere dich und leuchte, leuchte, leuchte.

Solve et coagula (Goldinvestment) 80×120 Mischtechnik auf Leinwand 2020

26.September 1984

Kamineffekt der Klospülung

Heute gibt´s nur ein Bild. Ich halte an mich, Herr Lauterbach.

 

24. September 1984

Appell an die Vernunft!

Sehr verdrehte Frau Majonnaise,

kürzlich richteten Sie einen Appell an Ihre Fußtruppen. Ich ließ einmal das Abendbrot ausfallen und machte mir diesbezüglich Gedanken.

Dafür muss ich bedingt ausholen und fange beim Verstand an. In diesem Wort steckt „Stand“. Mir erscheint es handelt sich dort um einen Standpunkt. Da wir alle Individuen, sprich Einzelwesen, sind, komme ich zur erhellenden Einsicht: es gibt deren viele! Jetzt steht die Silbe „Ver“ davor. „Ver“ finden wir auch in verdreht, verloren, verbinden, usw. und es handelt sich wohl um eine dynamische Struktur, die uns herausfordert. Die Urform von „ver“ ist „per“ und dieses bedeutet „Hinausführen-über“. Ja, das fordert!

Was könnte wohl damit gemeint sein?

Dann denke ich noch an die Redensart „den Verstand verlieren“. Hier sagen wir auch „jemand hat nicht alle Tassen im Schrank“ dazu. So was finde ich ja auch schon mal menschlich und oft stehen ja die Tassen noch mit Kaffee auf dem Tisch oder in der Spülmaschine. Oder man macht mal sauber und räumt auf! Danach kommen die aber wieder in den Schrank, sonst wird es schnell unordentlich. Manch einer sitzt den ganzen Tag im Büro und hat vielleicht gar keine Tassen, also eigene. Mal ist er für diese, dann ist über Nacht eine neue im Sortiment. Kann ganz schnell passieren, einfach ausgetauscht. Fällt dem Menschenkind vor lauter Arbeit auch gar nicht mehr auf. Soll auch schon passiert sein.

Und kommen wir final zur Vernunft.

Ich sehe das so, es ist mein Standpunkt: Vernunft bedeutet, ich kann einmal von meinem Standpunkt ablassen und wechsel zu einem anderen, den meines Gegenübers oder Mitmenschen. Denn, dass wissen wir ja, es gibt deren viele. Ich, und jetzt kommt dann noch die Empathie mit ins Spiel, denke und fühle mich einmal in einen anderen Standpunkt hinein und überlege, denke nach. Man muss sich ja auch nicht immer so wichtig nehmen, so final, so absolut.

Letztendlich ist der Verstand auch nur ein Lenkrad und das Herz der Motor. Bin ich vernünftig, so laufe ich auch einmal in den Schuhen meines Gegenübers und komme zur folgenden Erkenntnis: das hat auch seine Berechtigung. Ich muss es nicht immer verstehen, ich finde die Schuhe vielleicht auch unbequem und nicht so passend, kann es aber getrost so stehen lassen. Ich habe einen Standpunkt, der andere hat einen Standpunkt und zusammen gehen wir unserer Wege.

Jetzt wundere ich mich über Ihre Durchlauchtigkeit!

Ich habe Sie leider oder Ihresgleichen auch noch nie im Supermarkt oder auf der Straße oder auf einer gemeinen (im Sinne von communis) Versammlung getroffen, so daß wir einmal die Schuhe oder Tassen hätten tauschen können. Nur mal so zum Ausprobieren. Ich verstehe auch Ihre verdrehte Erhabenheit mit der geschwätzten Ansprache nicht mehr. Kann es sein, das Sie da etwas verwechseln und Ihren absoluten Standpunkt einfach für einen allgemein gültigen verhandeln ohne sich einmal Gehör der Fußtruppen verschafft zu haben?! Wenn das so sein sollte, dann appelliere ich einfach an Ihre verdrehte Durchlauchtigkeit:

Kommen Sie zur Vernunft!

 

 

21. September 2020

Ich soll

richtig atmen, richtig spielen, richtig Kind sein, richtig lernen, richtig schreiben, richtig rechnen, richtig lesen, richtig essen, richtig trinken, richtig sein, richtig glauben, richtig wählen, richtig denken, richtig fühlen, richtig wachsen, richtig heilen, richtig ganz sein, richtig meditieren, richtig gehen, richtig laufen, richtig kleiden, richtig gucken, richtig hören, richtig sehen, richtig schreiben, richtig malen, richtig erfolgreich sein, richtig arbeiten, richtig wirtschaften, richtig leben, richtig Zähneputzen, richtig fernsehen, richtig aufklären, richtig schlafen, richtig kaufen, richtig Autofahren, richtig zeichnen, richtig konsumieren, richtig manifestieren, richtig handeln, richtig Gärtnern, richtig Sporttreiben, richtig erwachen, richtig bewusst sein, richtig Künstler sein, richtig Frau sein, richtig Rechthaben, richtig Mensch sein, richtig gesund sein, richtig krank sein, richtig erwachsen sein, richtig spirituell sein, richtig vernünftig sein, richtig verstehen, richtig authentisch sein, richtig natürlich sein richtigbösesein,richtiggutsein,richtiglieben,richtighassen,richtigoffensein, richtigebücherlesen,richtigezeitunglesen,richtigpolitischsein,richtighaben, richtigherzöffnen,richtigchristsein,richtigbuddistsein,richtigjesuslieben, richtigdemütigsein,richtigsingen,richtigtanzen,richtiglautsein, richtigstillsein,richtiglinkssein,richtigrechtssein,richtigindermittesein, richtigunauffälligsein,richtiginfriedensein,richtigtierliebsein, richtigökologischsein,richtigco2neutralsein,richtigreisen,richtigwütendsein, richtigliebsein,richtigbravsein,richtigdankesagen,richtigbittesagen, richtigfreundlichsein,richtigeshaustierhaben,richtigerziehen, richtigmuttersein,richtigfreuen,richtigweinen,richtigemeinunghaben, richtigkorrektsein,richtighygienischsein,richtigmasketragen, richtigsozialsein,richtigstabilsein,richtigfleischessen,richtigveganleben,richtigvegetarischleben,richtiggrillen,richtigeinkaufen,richtigzuhören, richtigefreundehaben,richtigefamiliehaben,richtigmusikhören,richtigkleiden,richtigverbundensein,richtigenkörperhaben,richtigengeisthaben, richtigeseelehaben,richtigyogamachen,richtigsprechen,richtigwahrsein, richtigerkennen,richtigimhierundjetztsein,richtigallgegenwärtigsein, richtiggendern,richtigefahneschwenken,richtigesparteibuchhaben, richtigevorbilderhaben,richtigescheinehaben,richtigenberufhaben,richtiggeldhaben,richtigreichsein,richtigbauen,richtigsterben,richtigtotsein, richtigmediennutzen,richtigtelefonieren,richtigefrequenzennutzen,richtigetheorienglauben,richtigleitenlassen,richtigenführerfinden, richtighelfenlassen,richtigverzeihenundvergeben, richtigrichtigsein,richtigfalschsein,richtigblablablablablablablabla…usw……. usw..usw…….usw

Vielen Dank! Bis hierhin habe ich mir vieles angehört, angeschaut und erfahren. War alles richtig und ich weiß jetzt, bin überzeugt: Ich war schon die ganze Zeit vollkommen richtig. Von Anfang an. Und werde es immer sein.

Pfand. Gouache auf Leinwand 100×120 2019

Ab jetzt geh ich allein.

 

19. September 2020

Masken fressen

Manchmal kann man sich ja den Mund fusselig reden! Dazu noch ein Bild. So sieht es aus, was du, lieber Maskenträger, gerade tust:

Germania 80×120 Mischtechnik auf Leinwand 2020

18. September 2020

Die größte Tragik der Menschheit

Der Labbi-Mischling läuft unangeleint durch das Naherholungsgebiet. Am Ende des Weges noch ein Hund, auch freilaufend. In mir der Gedanke: Ist also kein Problem. Für meinen Hund gibt es nichts schöneres als den Kontakt zu Seinesgleichen. Er sieht den anderen Hund und hört mich nicht rufen. Der Mann, Hundebesitzer, empört sich: Leinen Sie ihren Hund an! Er ist wütend, aufgebracht. Warum, so frage ich, ihr Hund läuft doch auch unangeleint? Warum, so frage ich, sind Sie jetzt so aggressiv? Und beim Aussprechen ist schon der Gedanke in mir: falscher Fehler! Mittlerweile knurrt der Terrier und wir stehen auf großem Abstand. Mittlerweile brüllt er und donnert im Wald, fuchsteufelswild.

Ich lasse den Verstand mit all seinen Gedanken los und der vermeintlichen Rechthaberei, Sucherei und Besserwisserei und überhaupt. Ich rufe: In mir ist ein Gefühl von Aggressivität! Wie fühlen Sie sich jetzt?

Jetzt habe ich etwas gesagt, die Welt hält den Atem an. Das ist ganz eindeutig wahrnehmbar und dem Mann verschlägt es die Sprache. Wir stehen uns gegenüber, wie in einem Western und gucken einander an. Zeit dehnt sich aus. Ich frage nochmal: Wie fühlen Sie sich?

Er hebt den Arm und schleudert mir entgegen: Ach, lassen Sie mich doch mit Ihrem Scheiß in Ruhe! und dabei macht dieser Arm seine Gestik, die man zu tun pflegt, wenn man etwas zugeworfenes wie ein Stück Dreck zurückwirft. Er dreht sich um, es donnert: ich habe doch keinen Bock mich von  hinterherlaufenden Hunden verfolgen zu lassen!

In mir ist das Gefühl von Traurigkeit und der Gedanke: Es ist die größte Tragik der Menschen die Angst vor Verbindung.

 

17. September 2020

Das Gegenteil einer Halbwahrheit ist eine andere Halbwahrheit.

aus „Der radikale Mittelweg“ von Armin Risi

 

16. September 2020

Wer bin ich?

Ich lebe im Untergrund, versteckt, bin heimlich.

Direkt willst du mich nicht sehen, das ist dir unangenehm.

Ich bereite Schmerzen und erinnere dich.

Du verhöhnst und verspottest mich, willst mich nicht haben, schließt mich aus.

Wer bin ich?

Wenn du über mich redest, dann in Adjektiven. Du sagst, ich sei fremd, anders. Irgendwie stehe ich immer im Weg und soll gehen. Am liebsten aus deinen Augen. Du verdrehst die Augen und lachst mich aus, wenn ich was sage, zeigst mit dem Finger auf mich.

Andere sollen sich meiner annehmen, das ist dir am liebsten und sehr viel Geld wert. Aus den Augen, aus dem Sinn. Wenn ich an deiner Tür klopfe, bleibt sie verschlossen oder du hast grad keine Zeit.

Ich soll mich unbedingt ändern und endlich, endlich still sein, mich anpassen. Ich verderbe dir die Laune. Ich soll es endlich verstehen: ich muss vernünftig sein und mich unterordnen.

Wer bin ich?

Du meidest mich wie die Pest und hast Angst vor mir. Ich darf erst wieder in deine Nähe kommen, wenn ich nicht mehr die bin, die ich bin. Du verhedderst dich in wilden Hypothesen und sagst, ich sei an allem Schuld. Du gestaltest ganze Konstruktionskataloge, dicke Wälzer mit vielen Fremdwörtern, die belegen sollen, dass mit mir etwas nicht stimmt.

Du schiebst mich so weit von dir weg und doch bin ich immer an dir dran, weiche dir nicht von deiner Seite. Du läufst, rennst, als sei der Teufel hinter dir her. Wild ruderst du mit deinen Armen, weigerst dich zu sehen und zu hören. Manchmal glaubst du, du seist in Sicherheit. Du siehst mich immer bei den anderen, weit von dir weg. So glaubst du. Und je mehr du mich nicht haben möchtest, desto näher bin ich bei dir.

Und irgendwann, jetzt oder morgen, wirst du aufwachen müssen.

Ich bin Du.

Du bist Ich.

Und das Problem war, dass wir nie miteinander redeten.

 

14. September 2020

Dass wir die Aggressoren unterstützen- Das ist das Böse in uns

Warum gibt es so viel Böses in der Welt? Und warum wird das Böse von so vielen unterstützt? Und vielleicht ist die zweite Frage auch noch die Antwort auf die erste. Die aktuelle Zahl derer, die das Böse antreibt, ist weit geringer als die derer, die entweder mitmachen oder es zulassen. Die Anführer der Nazi-Greueltaten zählten um die 100 000. Aber die Anzahl derer, die diese Taten zuließen oder mitmachten, ging in die Millionen.

Warum aber lassen wir das Böse zu? Warum wehren wir uns dagegen, den Schmerz des Opfers wahrzunehmen? Warum haben wir nicht nur kein Mitgefühl für die Opfer sondern glauben sogar, Mitgefühl für das vermeintliche Leid der Täter haben zu müssen? Warum liefern wir uns selbst den Tätern aus? Ist es deshalb, weil wir das eigene Selbst hassen, weil es zum Opfer gemacht wurde, wir dies aber nicht wahrhaben dürfen und wollen? Bestrafen wir unser eigenes Opfer in extenso, um unsere eigenen vermeintlichen Sünden hinweg zu lügen? Das hieße, das wir uns schuldig fühlen für die vermeintlichen Schwierigkeiten, die unsere Eltern mit uns hatten, zu einer Zeit, als wir unser eigenes Selbst noch besaßen.

Meistens ruht dieses Opfer in uns, solange wirtschaftliche Not und politisches Chaos uns nicht bedrohen. Es erwacht aber in Zeiten der Not und des Chaos. Dann erwacht dieser unbewusste Hass auf uns selbst, den wir loswerden müssen, um unseren Selbstwert zu stabilisieren. Ideologische Interessensgruppen machen sich diese Reaktion sehr gerne zu nutzen…..So steigt der Hass auf jene, die von den tatsächlichen Bösen zu offiziellen Opfern erkoren werden. Der Glaube an eine neue Gemeinschaft und die Sehnsucht nach Hingabe an ein größeres oder höheres Allgemeines ist bezeichnend für Menschen, denen ihr eigenes Selbst genommen wurde, die aber doch nach etwas suchen, das ihnen und ihrem Leben Sinn gibt. Da sie aber das Opfer in sich selbst nicht anerkennen dürfen, bleiben sie in der Notwendigkeit, Opfer für ihren Hass zu finden.

….

Ein Mensch gilt dann als schwach, wenn er Bedenken äußert oder auf Gefahren hinweist. Lächerlich, geistesgestört, überreagierend, nicht ganz dicht – das sind die Prädikate, mit denen diese Menschen dann ausgestattet werden.

Genauso geht es einem Kleinkind. Um weiter leben zu können, wenn das Eigene nicht anerkannt wird, muss ein Kind sich selbst aufgeben und sich die Erwartungen seiner Eltern als die eigenen einverleiben, weil die Situation sonst vom Seelischen her als lebensbedrohlich gefährlich werden könnte. „Nur durch diese Mechanismen der Verneinung“, schreibt DesPres weiter, „war es dem Menschen möglich, das (resultierende) Chaos bewohnbar und sich selbst zum Herrscher der Welt zu machen“. DesPres erkannte, dass der Verlust des eigenen Selbst die Quelle des Machtstrebens ist….

Arno Gruen aus Dem Leben entfremdet

Warum wir wieder lernen müssen zu empfinden

 

Jetzt gibt es da noch eine sehr wichtige Sache, die erwähnt werden sollte. Fällt man aus seiner Mitte, so kann man rechts oder links hinabstürzen. Vom Bösen gibt es also zwei!

Es kann passieren, wenn wir davon ausgehen, dass das Böse nur eine Seite hat, dass wir uns von rechts nach links flüchten, auf die vermeintlich gute Seite. Es kann helfen, wenn man sich beide Seiten des Bösen einmal genau anschaut.

Was ist eigentlich die Mitte?

 

13. September 2020

Trennung

Ich kam als reine Lebensfreude auf diese Welt und erlebte eine Geburt voller Übergriffe, Angst.

Danach trennte man mich von der Mutter für 10 Tage. Diese durfte mich durch eine Glasscheibe beobachten.

Die Wand

Einzelschicksal? Pech gehabt?

Liebe Leute, das ist es nicht.

Es passiert jeden Tag und wer meint, er könne sich entspannt zurücklehnen, der irrt. Wer meint, er hätte eine „normale“ Geburt gehabt, der irrt. Ausnahme mag vielleicht eine Hausgeburt mit einer ganz tollen Hebamme gewesen sein. Dann müsste auch die Mutter/die Eltern frei von Trauma gewesen sein….Vielleicht. Oder eine Geburt irgendwo fernab im Regenwald, damals, weil heute ist der ja auch kaum noch da, in einem friedliebenden Naturvolk, fern ab der Zivilisation, also von uns. Vielleicht hattest du ja solch ein Glück.

Normal sind bei uns Übergriffe am laufendem Band. Das fängt ja schon beim Vorsorge-Terror an, wo man dir als Mutter Angst macht. Die Generationen vor uns sind traumatisiert. Wir hatten zwei Weltkriege in relativ kurzer Zeit! Und so etwas wird vererbt. Wir hatten Frau Haarer und ihre bis heute bücherschreibenden Nachfolger. Die haben auch schön für Trennung gesorgt.

Dann möglichst früh von den Müttern trennen.

Neuerdings trennt man sie, die Kinder, vom Selbstverständlichstem: der Atmung! Vom sozialen Miteinander, Zugehörigkeitsgefühl und Freundschaft, der Sicherheit, dem Recht auf Unversehrtheit, Geborgenheit und Schutz der Person. Ist jetzt alles noch mehr verboten und angstbesetzt. Schau dir einmal die Maslowsche Bedürfnispyramide an.

Was jetzt hier systematisch stattfindet ist ein schlimmes Unrecht. Wir sollten uns alle schämen! Es werden massenhaft Kinder traumatisiert und es ist genau das, was ihr nicht sehen wollt, wahrhaben wollt, und uns hier diese ganze Scheiße, die zum Himmel stinkt, eingebrockt hat.

Du glaubst, du seist ja schon erwachsen und/oder Kinder hast du auch nicht und somit auch rein gar nichts damit zu tun? Sorry, schon wieder irrst du! Du hast deine eigenen, inneren Kinder vergessen. Und davon mal ab: was heißt eigentlich Erwachsensein? Wer, wenn ich so schaue, ist hier erwachsen?

Bällebad 40 x 80 Collage/Öl auf Leinwand

Diejenigen, die solche Maßnahmen veranlassen und durchsetzen haben sich vielleicht sogar von ihren inneren Kindanteilen getrennt. Sie haben diesen Anteilen ein Sprechverbot erteilt. Wie innen, so außen. Sie verwehren ihnen Grundbedürfnisse, weil sie sich selbst fremd geworden sind und Angst haben. Selbstzerfleischung nennt man so etwas. Und im Gegenzug retten sie heimatlose, fremde, ausgebombte (Kriegs-) Kinder als Ausgleich. Wie innen, so außen. So etwas funktioniert so aber nicht. Es verlagert nur das Grundproblem und was als Lösung scheint, verschlimmert nur noch. Wie wäre es, ihr kümmertet euch erst mal um eure eigenen Probleme, eure inneren Kriegsschauplätze?

Wenn wir das alle täten, so lebten wir im Frieden. Jeder hätte Heimat, jeder lebte in glücklichen Beziehungen. Wir lebten in Fülle, Sicherheit, Freiheit, in Wahrheit und Liebe. Wie innen, so außen. Wie im Kleinen, so im Großen. Wie oben, so unten.

Und wenn du jetzt meinst, ich sei traumatisiert, dann stimmt das. Ja, das bin ich und es ist mir bewusst. Genau darum geht es. Ich bin mir meiner selbst bewusst. Und, wenn das passiert, dann ändert sich etwas.

 

Heute

Ich fühle….

Gleich zu Anfang bin ich versehentlich etwas über die Linie getreten im Supermarkt. Es war mein Lieblingsort zum Einkaufen. Die Mitarbeiter, der Marktleiter, die Atmosphäre immer freundlich und zuvorkommend. All das war über Nacht wie vergessen. Ich wurde laut zurechtgewiesen, man wünschte mir die Pest an den Hals und drohte mit Security. Beim Versuch mich mitzuteilen wurde mir nicht in die Augen geschaut. Alle haben weggesehen. Ich fühlte Angst, mein Herz klopfte mir aus dem Hals und ich verschwand, der Körper schrumpfte in sich zusammen. Ich fühlte auch Wut, Kampfbereitschaft, Entsetzen und Hilflosigkeit, Panik. Auf dem Weg nach Hause kamen mir die Tränen. Ich fühle eine tiefe Traurigkeit und gehe dort nicht mehr einkaufen. Ja, ich meide diesen Ort. Ich fühle mich dort nicht wohl, unerwünscht, er ist mir gefährlich. Im Kontakt mit dem Marktleiter erklärt mir dieser, man hielte sich strikt an die Vorgaben. Ich fühle Kälte, Entsetzen, Verzweiflung und Ärger! In mir ist der Gedanke, wie dumm und fremdgesteuert kann man sein? Ich sehne mich nach Solidarität und Menschlichkeit, nach Liebe.

Ich bekam eine Einladung zur Ausstellung! Ich fühlte Freude und mich beschenkt, Dankbarkeit. Darauf habe ich mich vorbereitet und investiert. Dann kam die Einschränkung, Beschränkung. Ja, ich darf, aber nur wenn ich mich verstecke hinter einer Maske und das über Stunden, jeden Tag. Ich fühle einen Verrat an meiner Kunst, an meinem Sosein, an meiner Authentizität. Ich fühle Ablehnung, Einschränkung, Zwang. Ich fühle mich gegängelt, bevormundet und auch unentschlossen. In mir ist ein Konflikt und ich fühle Wahlmöglichkeiten. Ich entscheide mich und sage ab. Das fühlt sich gut an, weil ich mich bewege und mir treu bleibe. Ich fühle auch Zweifel. Ja, der ist da. Ich kann nicht für Freiheit sein und mich so zeigen. Das fühlt sich an wie eine Lüge, ein Verrat. Ich sehne mich nach Freiheit, Angenommensein, Ausdruck.

Die Nachbarin schickt via WhatsApp Nachrichten von Distanzregeln und findet SocialDistancig gut. Sie schickt ein Bild von Infektionsketten, die mir vermitteln, dass ich ein Todesengel sei. Ich fühle Entsetzen und Enttäuschung. Solche Regeln und solch ein Verhalten machen mir Angst. Ich fühle Schuld und Trennung und eine große Traurigkeit. Ich sehne mich nach Verbundenheit, Solidarität und Freiheit.

Zwei Kinderärzte verweigern mir das Attest für an Asthma erkrankte Kinder. „Das macht keinen Sinn.“ oder „Auch mit Atemnot kann man Maske tragen.“ Ich fühle eine unsagbar große Wut und tiefe Traurigkeit über solch eine lebensverneinende Maßnahme. Ich fühle Herzlosigkeit und Kälte, Verwirrung, Ablehnung, Hilflosigkeit. In mir ist der Gedanke an Eugenik und dass die alle nicht aufgepasst haben in der Schule! Ich fühle eine tiefe Enttäuschung und Hass, Ekel, Abneigung, Erschrecken und Angst. Ich sehne mich nach Liebe, Verbundenheit, Solidarität, Herzenswärme und -güte, Nächstenliebe, Mitmenschlichkeit, Nähe und Wärme, Hilfe.

Ich sehe im Außen eine tiefe Abneigung gegen das Leben und muss mit ansehen, wie Kinder schwer traumatisiert werden. Ich fühle mich hilflos, allein, belogen. Das ist Scham und ein Gefühl von Mitverantwortung. Ich habe versucht euch mit Bildern zu zeigen und es gelingt mir nicht. Ich fühle Ohnmacht und Sinnlosigkeit, Lustlosigkeit. Ich muss mit ansehen, wie Freunde sich trennen, von Angst getrieben sind und wir langsam auseinander driften. Ich fühle Kontaktlosigkeit, Vermeidung, Spaltung. Ich sehne mich nach Freude, Verbundenheit, Mitgefühl, Liebe, Solidarität, Mut, Freiheit, Anerkennung.

Der geladene Gast sagt mir ich sei gehässig und das, weil ich ihm einfach nur die Fakten in einer Zahl nenne: 0,3%. Dabei habe ich mich auch noch vertan! Die Zahl ist zu hoch. Sie liegt aktuell zwischen 0,1 bis 0,2%! Ich fühle Wut über diesen Vorwurf. In mir ist der Gedanke, dass sich ein intelligenter Mensch von Angst total verdrehen lässt und nicht mehr bei Sinnen ist. Ich fühle Sinnlosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Verachtung.

In der Gruppe mit spiritueller Leitung ist plötzlich Angst, Abstand und Social Distancing. Ich fühle ein kaputtes Feld und Verlust, Traurigkeit, Abschied, Trennung. In mir ist der Gedanke, dass das sehr Schade ist und dieser Ort des Wohlfühlens, der Nähe, des lockeren Beisammenseins, der Heilung irgendwie zerstört. Ich fühle Unverständnis und Enttäuschung, Einsamkeit, Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein.

Der Mann sagt, wenn ich mich nicht an Trennung und Regeln halte, sei ich rücksichtslos, verantwortungslos. Ich fühle mich wie im falschen Film, fremd. In mir ist der Gedanke, ob jetzt alle total am Rad drehen, verrückt sind. Ich fühle Verzweiflung und sehne mich nach Auflösung, Erlösung, Frieden.

Die Regierung hat es verbockt. Es gab einen Ausweg, den gibt es immer noch, aber man hält stur den Kurs auf den Abgrund. Als Dankeschön dafür, als Hilfe, bekommen wir jetzt Geld, sog „Kinderbonus“. Ich fühle Verachtung, Verantwortungslosigkeit und Entsetzen, Enttäuschung und Verrat. In mir ist der Gedanke an wie weltfremd kann man sein, wie tief kann man sinken? Ich fühle Verlust an Glaubhaftigkeit und Bestätigung meiner Vermutung, Trennung, Ablehnung, Wut, Distanz.

Nachtrag vom 13.09.20

Öffentliche Sitzung der Kinderkommission des Deutschen Bundestages (Kiko) am Mittwoch, 9. September 2020. Prof. Dr. Michael Klundt. ZITAT: „So sind NACHWEISLICH elementare Schutzfürsorge- und Beteiligungsrechte von ca. 13 MILLIONEN Kindern und Jugendlichen verletzt worden. Praktisch alle Entscheidungen und Maßnahmen der Politik seit März / April wurden somit VÖLKERRECHTSVERSTOßEND und BUNDESGESETZWIDRIG ohne vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls vorgenommen.“

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw37-pa-kinderkommission-corona-706358

 

Politiker bestimmen über mein Leben, meine Würde. Tun sie das? Das können sie gar nicht. Niemand kann das.

Ich sehe zwei Welten, die auseinander driften. Es gibt eine alte Welt voller Übergriffe und Macht und eine neue Welt, da herrscht Frieden, Glückseligkeit, Freude und Liebe. Ich fühle ein klares Ja zur zweiten und meine Wahlmöglichkeiten! Ich fühle eine große Sehnsucht, die sich in Vorfreude verwandelt. Ich fühle Erleichterung und Zuversicht, Erlösung. In mir ist eine unermesslich große Lebendigkeit und ein Vertrauen: alles wird gut! In mir der Wunsch, es möge alles gehen, was dem noch im Weg steht. Möge Segen sein. In mir eine unbändige Kraft nach Leben!

In mir ist ein Ort, der ist heil und ganz. Dort ist Liebe und Verbundenheit. Ich gieße ihn, jeden Tag. Pflege die Blumen und singe Lieder, laut und frei. All diese Gefühle gehören zu mir und ich bin frei diese zu fühlen und nehme sie alle in mein Herz. Ich erfuhr als Kind Trennung und Ablehnung, durfte mich nicht ausdrücken, als die, die ich bin. Dieses Wagnis gehe ich aber jetzt ein und niemand bringt mich davon ab. Das das draußen ist eine Realität, aber nicht die Wirklichkeit. Meine Wirklichkeit sieht anders aus!

Auf der Straße toben und spielen die Kinder, sie sind laut und voller Freude, Leichtigkeit, Fröhlichkeit. Sie drücken sich aus in ihrem Sosein. Alles ist richtig und gut. Jedes Gefühl stimmt. Deine und meine. Wir sagen sie uns, teilen sie uns mit und uns wachsen Flügel. Wir springen in die Luft und werden gehalten, weil wir geliebt werden. Immer.

Postkartenübermalung

11. September 2020

Wahrheit, Liebe, Freiheit

Es ist drei Jahre her, da sah ich auf dem Spaziergang im Sommer ein Bild, dass mich sehr bewegte: Der See lag ausgetrocknet vor mir, die Erde von der Hitze aufgerissen und ein Nest, eine Ansammlung von Geäst, kunstvoll zu einem Kegel aufgeschichtet, eines Blässhuhns, lag frei zugänglich, so dass sich jedes Raubtier bedienen konnte.

Und ich sah, fühlte, empfand diese Metapher. Sehr eindringlich. Der Spiegel war weg!

Mensch am See (mea culpa) 120 x 150 MixedMedia auf Leinwand

Und wer bin ich dann noch? Was bleibt, wenn dieser ganze Popanz, SchnickSchnack, wenn alle Illusion wegfällt? Und ich sah den Schaden, diese aufgerissene Erde, für die ich eine Mitverantwortung fühlte.

Das war keine Schuldfrage, die mich knechtete, es war die Frage, in was für einer Welt ich hier lebe?! Ist sie überhaupt echt? Lebe ich nicht in einer Illusion? Ist da nicht noch sehr viel mehr, versteckt hinter einem Vorhang und ich vielleicht einfach nur auf der falschen Seite? Habe ich mich getäuscht und die ganze Zeit diesem Spiegel getraut? Was, wenn der falsch ist, eine Projektion?

Vorher hatte ich das schon tausendmal gehört, gelesen und gedacht. Irgendwie gewusst, die ganze Zeit, und jetzt war es anders. Ich fühlte, empfand und verinnerlichte. Der Spiegel war weg und es war ein Gefühl, neben Trauer, dass ging durch Mark und Bein: die Verantwortung! Meine Verantwortung. Will ich daran eine Verantwortung haben?, dachte ich. Nein! Auf gar keinen Fall. Wenn alles Illusion ist, wer macht den Spiegel und in welcher Welt will ich leben? Wie stelle ich mir diese Welt vor? Ist der Mensch in sich gut oder böse? Bin ich so auf die Welt geboren? Was ist diese Welt?

Und mit einem Ruck war er plötzlich weg, der Schleier, die Nebelbank. Hatte ich die ganze Zeit geschlafen?

Schlafende Acryl auf Leinwand 80 x 120 2007

Das tat weh und dann machte rückwirkend all das Leiden einen Sinn! Alles sollte so sein, es ist Teil des Plans. Beschenkt wurde ich mit einer zweistündigen inneren Stille und tiefen Zufriedenheit und der Gewissheit: ich bin hier nicht allein.

Ich habe mich auf den Weg gemacht und es war eine Tür geöffnet. Seit dem fallen mir die Dinge unter die Füße und es ist überwältigend! Was gibt es dort alles zu entdecken. Staunen über staunen. Ehrfurcht. Ent-täuschung. Wut. Entsetzen über so viel Täuschung und falsches Denken. Zweifel und Angst. Ohnmacht. Wie konnte das alles passieren? Warum bin ich so vom Weg abgekommen? Ich habe vieles nachholen müssen, richtig rücken müssen. Ich erkannte das Spiel, was hier gespielt wird. Ich sah die Manipulation.

Und es hört nicht auf. Jeder Tag ist ein weiteres Geschenk. Und, das bin ich dir schuldig, es ist die Frage nach der Normalität. Wie wäre ein normales Leben? Wie sähe das aus?

Du freust dich über jeden Tag, bist dafür dankbar. Das Leben ist ein Mysterium, jede Begenung mit einem Menschen oder einem Lebewesen ein Mysterium. Wunder über Wunder. Du bist für alles was geschah dankbar und nimmst es an. Du siehst die Liebe hinter allem und weißt, du wirst gehalten. Du bist vor lauter Glück nicht mehr zu bremsen. Du bist ein machtvolles Wesen und weißt um deine Verantwortung. Du lebst in Selbstbestimmung und bist dein eigener Herr. Du weißt, was für dich richtig ist. Du bist Freude. Du gehst den Weg der Wahrheit und bist nicht mehr davon abzubringen. Du weißt, wer du bist in Wahrheit und der Himmel dankt es dir. Du bist eine unsterbliche Seele mit einem Plan.

10. September 2020

Alles Quatsch? Spinnerei?

Dann haben sie Macht über dich und ihre Konditionierungen funktionieren. Dann geht ihr Plan auf und du bist nur ein kleiner Sklave der funktioniert.

Ist deine Ent-scheidung und die Verantwortung liegt auch hierfür bei dir. Immer.

 

Der See ist heute voller blühender Seerosen. In einer nie dagewesenen Fülle und Pracht.

 

05. September 2020

Es ist normal,

dass Kinder im Krankenhaus oder einer Klinik zur Welt kommen. Es ist total normal, dass die Mutter davor Angst hat, eine Geburt sehr schmerzhaft ist und Ärzte deshalb alles kontrollieren müssen, weil ganz, ganz viel schief laufen kann. Es ist normal, dass man deshalb am Besten auch einen Kaiserschnitt macht.  Sie sagen dir, wie man richtig atmet unter der Geburt und die Nabelschnur muss auch schnell ab. Ist normal! sagen sie und das Beste für dich und dein Kind, weil du das allein zu Hause nicht schaffst. Ist doch klar! sagen sie und ganz normal.

Es ist normal! sagen sie, dass Kinder zuerst sehr anstrengend sind und total anfällig für alles. Deshalb schnell Medikamente rein und Vorsorge und impfen. Total normal! sagen sie und das Beste für das Kind!

Es ist normal, dass eine Mutter schnell wieder in die Arbeit will. Ist normal! sagen sie und deshalb helfen sie einem auch. Ist total normal, ein Kind früh abzugeben und das Beste für ein Kind. Kinder brauchen das, sagen sie. Völlig normal. Eine Frau und das ist normal, will ja ihrem Mann stehen! Sie will auch die ganzen Vorzüge der Männerwelt, total normal! sagen sie.

Es ist ja auch normal, dass die Eltern möglichst viel Geld verdienen müssen, damit sie ihr Haus und die zwei Autos abbezahlen können und ihren Kinder möglichst viele Möglichkeiten gewähren. Total normal! sagen sie. Kostet ja auch alles viel Geld. Ist ja normal. Es ist völlig normal, dass die Kinder von früh an die Eltern möglichst kaum zu Gesicht bekommen, da diese ja den ganzen Tag schaffen müssen. Es ist normal so viele Steuern zu bezahlen und wirklich alle Vorgaben einzuhalten. Dann sind die Eltern auch, total normal!, abends etwas gestresst und machen dann auch schon einmal den Fernseher an. Müssen sich doch erholen, normal.

Es ist ja dann auch normal, dass man keine Kinder mehr auf der Straße sieht! Die ist zudem ja auch total gefährlich! Es ist ja auch normal, weil alles so gefährlich ist da draußen, dass Eltern ihre Kinder nur noch mit Auto und streng kontrolliert, überall hinfahren. Denk mal! Ist normal.

Und da überall der Feind lauert, alles gefährlich ist, deshalb, das ist ja normal, muss man sie ja auch andauernd in Watte packen! Und impfen und mit Medikamenten behandeln. Weil, dass ist ja auch normal, eigentlich ein jeder irgendetwas hat: Allergien, Asthma oder Zucker, Fettleibigkeit, Schlafstörungen, Mangel, Unruhe oder Burnout. Krankheit ist normal! sagen sie. Kindern muss man auch helfen, ist doch normal! Sie können nämlich ja fast nichts, außer Eltern und Lehrer in den Wahnsinn treiben und viel Unsinn treiben. Ist normal. Deshalb müssen wir ihnen auch sagen, wo es lang geht! Wir müssen sie erziehen! Sonst springen sie einem auf den Kopf herum. Ist normal, wenn es so kommt.

Deshalb haben wir ja auch Schulstätten wo sie aus-gebildet werden! Schon früh, am Besten gleich im Kindergarten, muss man sie schon an die Herausforderungen des Lebens gewöhnen, das ist ja mal so was von normal! Ohne Chinesisch, Frühförderung und Sexualkunde kommen die nämlich nicht klar im Leben. Und da sie machten, was sie wollten, weil sie ja auch alle faul sind und, das ist ja klar, nur auf blöde Gedanken kommen, muss man sie halt zu ihrem Glück zwingen. Das ist normal.

Es ist auch normal, dass man Geld, was man gar nicht hat, aus dem Fenster wirft! Es ist normal, dass hier schon in zweiter Reihe übereinander wild plakatiert wird an jedem Straßenlicht, auf jeder freien Fläche, und gleichzeitig die Anzahl der Tassen reziprok im Schrank abnimmt. Ist mittlerweile alles normal!

eine Tüte

03. September 2020

Cave!

Nehmt euch in Acht.

 

Ja, wir werden viel, sehr viel zu verzeihen haben. Vor allem sich selbst.

Noch kann ein jeder umkehren und niemand werfe einen Stein.

Möge Segen sein.

 

30.August 2020

κρίσις

Gaia hat sich eine ordentliche Autoaggressionserkrankung eingefangen. Sie ist über Jahrtausende entstanden. Jetzt haben wir den Salat.

Jedes noch so kleine Lebewesen, wir, ist daran beteiligt, Mitverursacher und Patient (oder Klient?). Jetzt kann man Krieg führen und mit Waffen kämpfen, gegeneinander, und ordentlich mit chemischen Kampfmitteln der Pest an den Hals. Das Problem dabei: richtet sich gegen den Gesamtorganismus! Vielleicht retten wir das Hirn, aber leider ist die Leber dabei hopps gegangen. Ach, und das Herz wird es wohl auch nicht schaffen. Wie doof ist das?

Jeder Wendepunkt beinhaltet aber immer eine Heilung. Muss man nur wollen.

Krankheit ist demnach der Weg zur Erkenntnis.

κρίσις, Acryl auf Leinwand, 60×120, 2020

Heute, Jetzt und für immer

Jetzt fängt die Zeit an…

Wir erinnern uns!

Die Menschen werden ihr Licht auf den Scheffel stellen und niemand hält uns noch davon ab. Der Weg liegt unter unseren Füßen und wir gehen, zusammen, miteinander, dicht an dicht. Wir gehen mit dir, in Liebe, in Wahrheit und in Freiheit.

Jetzt fängt sie an und sie war schon immer da. Wir erinnern uns.

Seele, Farbe auf Lanavanguard, 2020

Dieses Papier ist 100% resistent, widerstandsfähig und abweisend. Die Oberfläche geschlossen, sehr glatt, Kunststoff. Zur Farbe sagt es: Ach, nö. Du nicht!

Malt man über eine Fläche, hebt sich altes wieder ab. Da gibt es nur eins: Geduld, Geduld, viel Liebe, Zuversicht und Freude. Der Kopf setzt sich hier nicht durch und muss Überraschungen oder Umwege akzeptieren. Was lange währt, wird gut. Am Ende wird es gut.

Shine on!

 

27. August 2020

Ho`oponopono

Alles, was ich sehe, ist auch in mir.

Alles, worüber ich mich freue, ist in mir.

Alles, worüber ich mich aufrege, ist auch in mir.

Ich sehe das, was in mir ist.

Tue ich so, als wäre etwas nicht in mir, verstärke ich es im Außen. Wahrheit sieht aber doch anders aus.

Ich wollte die Wahrheit (habe ich mir mal gewünscht), jetzt habe ich sie.

Und nun? Was mache ich jetzt damit?

Auflösen! Und zwar den Teil in mir, der mit dem Außen/der Person/dem Problem hadert, so dass er frei wird. So bin ich kein Opfer mehr der Umstände, sondern in meiner Verantwortung.

Da ist zum Beispiel der Herr S.

Herr S. tut wichtig und maßt sich an zu wissen. Er bestimmt über andere und zwingt. Er verdreht und macht´ne Welle.

Wenn ich so wäre wie er, warum wäre ich so? Da mich sein Verhalten ärgert, empört und ich keinen Bock mehr habe mich mit ihm zu streiten und es doch auch anmaßend wäre zu sagen: Ey!, ändere dich mal, spreche ich den Teil in mir an, der mit seinem Verhalten in Resonanz steht:

Es tut mir leid.

Ich liebe dich.

Danke.

 

Da ist die Frau M.

Frau M. meint, sie sei hier die Bestimmerin. Mal sieht sie es so, mal andersherum. Sie möchte gerne herrschen und die Zügel in der Hand haben und dann möglichst kurz halten. Irgendwie tut sie ganz nett und fürsorglich. Und dann holt sie doch die Peitsche raus. Sie gibt das ganze Geld aus, schmeißt es aus dem Fenster.

Ich überlege, wie es wäre, wenn ich so wäre und womit ich das erzeugt haben könnte? Diesem Teil in mir sage ich:

Es tut mir leid.

Ich liebe dich.

Danke.

 

Da ist der Mensch.

Er trägt eine Maske, Scheuklappen und Ohrenstöpsel. Er will nichts mehr sehen, nichts mehr hören. Er hat sich das Sprechen verboten/verbieten lassen.

2. Hermetisches Gesetz, 50×70 auf Buchbinderkarton 2020

Was ist ihm wohl passiert? Warum ist er so?

Hat man ihm Angst gemacht? Gesagt, er solle den Mund halten? Gesagt, er sei ja noch klein und hätte nichts zu sagen? Gesagt, er hätte zu gehorchen? Gesagt, er sei schlecht oder sogar böse? Gesagt, er könne nichts und müsse das machen, was die Großen sagen? Gesagt, er sei schuld? Gesagt, er solle doch jetzt vernünftig sein und das einsehen. Man meine es doch nur gut mit ihm? Hat er sich gefügt in seiner Abhängigkeit und seiner Ohnmacht? Sein Eigenes verloren?

Es tut mir leid.

Ich liebe dich.

Danke.

 

Möge Segen sein!

 

Jetzt, Hier und Immer

Wir werden geliebt

Schon als Kind war ich fasziniert von der Natur, den Tieren und am liebsten spielte ich tagelang im Wald und in den Wiesen. „Wir spielten uns fast zu Tode“, so oder so ähnlich sagte es einmal Astrid Lindgren in ihrer Biografie. Wen wundert es, dass ich als Hauptfach Biologie wählte und Biologisch technische Assistentin wurde. Dort brachte man uns bei, dass es schlimme, wenn auch faszinierende, Einzeller oder Erreger gibt, die uns krank machen. Plötzlich springen sie einem an den Hals, dringen in uns ein, befallen, überwältigen uns und dann vermehren sie sich und wir sind malade. Pech gehabt, irgendwo angesteckt, weil kontaminiert, verseucht.

Das ist das, was hängen blieb und ehrlich gesagt, habe ich den Rest vergessen. Auch, weil ich nie in einem Labor gearbeitet habe und es vertiefte. Ich müsste vieles auffrischen. Ich behielt Pflanzennamen und erkenne viele. Das macht auch Sinn. Beim Rest weigert sich mein Geist. Er hat alles aussortiert, für unwichtig erklärt. Eine wunderbare Eigenschaft.

Was, wenn es da draußen keine Feinde gäbe? Keine bösen Bakterien, keine bösen Viren, die uns böses wollen. Was, wenn Krankheit kein Zufall wäre?  Ja, das mag das Ego nicht. Aber mal weiter überlegen….Was, wenn wir krank werden, weil wir in uns einen Konflikt haben? Weiß ja ein jeder: Stress macht zum Beispiel krank. Das hieße, nicht wir werden befallen, sondern wir haben in uns etwas erzeugt, dass dann mit dem Außen in Resonanz ginge. Und da die wirklich überall sind, also Viren und Bakterien, sogar massenhaft in uns und um uns leben, wir überwiegend daraus bestehen, und immer nachweisbar sind, finden wir sie halt auch. Ist so. Du findest immer das, wonach du suchst. Gedanken erschaffen Realität und die Beobachtung beeinflusst die Wirklichkeit.

Nehmen wir zum Beispiel einmal die Angst. Todesangst zum Beispiel. Diese erzeugt Stress in uns und wir hyperventilieren. Die Lunge denkt: oh, mehr Sauerstoff! Muss ich mehr Gewebe produzieren! Der da oben atmet unerlässlich und sehr viel, brauche ich also mehr Zellen, oder Epithelgewebe, um damit fertig zu werden. Er ist so lieb, der Körper, und tut uns den Gefallen. Wenn wir uns wieder beruhigt haben, weniger, also wieder normal atmen, ist das jetzt aber über. Wohin damit? Abhusten! Alles muss raus! Wir räumen das Lager! und wenn´s ginge, gäbe es bestimmt auch Prozente!

Oder wir erleiden einen Trennungskonflikt. So was geht an die Haut. Manchmal haben wir uns ja schon erholt und die Haut zeigt es noch. Dauert halt und eigentlich kann man da nicht mehr von einer Krankheit sprechen, sondern von Reparatur.

Wir ekeln uns, oder etwas kommt uns über die Lippen, ist uns so herausgerutscht oder eben nicht. Zack: Herpes!

Wir ärgern uns (Abwertungskonflikt)und könnten Galle spucken? Oder der Magen dreht sich um? Frisst ein Loch, also der Ärger.

Und dann kommen sie halt. Bauen ab oder um, entfernen, räumen auf. Wir kennen das aus dem Wald. Fichten blöderweise am falschen Standort gepflanzt, damit es schneller geht, weil man keine Geduld hatte? Zack, kommt der Borkenkäfer! Ist der böse? Pilze bauen Altholz ab. Sind die böse? Nein, sie machen ihren Job! Und wir wissen, was passiert, wenn man, so wie früher, das Altholz entfernt, damit es „sauberer“ aussieht oder man Helferlein tot spritzt.

 

Mal angenommen so, oder so ähnlich, könnte es sein. Mal angenommen, dass sind keine Feinde, sondern kleine Helferleins! Und wir wären so unterbemittelt, dass wir nicht erkennten, wir brauchen die gar nicht zu behandeln! Ganz im Gegenteil: wir sollten uns helfen lassen, sie nicht stören, uns Ruhe gönnen und an Heilung glauben, lieb zu uns sein, Fehler eingestehen, vergeben. Der Sache später auf den Grund gehen und uns dabei erkennen! Ja, erkennen, da ist etwas in uns, dass möchte erkannt und geheilt werden.

Wir wären Riesen! Wir lebten in Verantwortung. Wir bräuchten keine Medizin (die meiste wäre bestimmt total überflüssig!) und keinen aufgeblasenen Gesundheitsapparat (wie jetzt), der alles durcheinander bringt. Was könnte man dort an Geld und Zeit sparen! Wir würden uns gesund ernähren, uns pflegen, mal die Seele baumeln lassen und unser Immunssystem stärken. Wir glaubten an Gesundheit und nicht an Krankheit. Ein kleiner, wenn auch entscheidener Unterschied.

Aber, Moment! Nee, das wäre ja blöd. Also, für diejenigen, die davon richtig gut leben. Ach, nee, war eine doofe Idee.

Vielleicht doch besser, ich glaube daran, dass mir jemand im Außen ans Leder will, die Welt ein schrecklicher Ort ist und ich in Habachtstellung rumlaufen muss, das Gewehr durchgeladen. Ist halt Krieg. Überall Gefahr! Ist auch schön, wenn man einem die Schuld in die Schuhe schieben kann.

Macht zwar total Stress und dann bin ich echt in Angst und Sorge, getrieben, den ganzen Tag, nachts schlaflos, aber es gibt ja Pillen! Ist zwar total behämmert, weil negative Gedanken halt auch Negatives anziehen. Ja, mei! Kannste nix machen.

 

 

Jetzt

Wir spielen, bis uns der Tod abholt

Kurt Schwitters

 

Wie das Spiel für dich ausgeht, ob es schön, fair ist, ob es dir Freude bereitet, ob du daraus etwas lernst, liegt an dir.

 Es gibt nichts mehr zu tun, es ist schon alles getan.

Danke!

 

21. August 1984 2020

Dann gibt es nur eins!

Frei nach Wolfgang Borchert

 

Du.

Pädagoge in der Schule.

Wenn sie dir morgen befehlen,

du sollst Kinder und Jugendliche den ganzen Schultag dazu zwingen eine Maske z tragen, dann gibt es nur eins:

Sag NEIN!

 

Du.

Bürger in Uniform.

Wenn sie dir morgen befehlen,

du sollst auf allen öffentlichen Plätzen, im Zug und auf dem Marktplatz, Menschen kontrollieren und verwarnen, wenn sie keine Maske tragen, wenn sie sich friedlich versammeln um ihre Rechte zu wahren,

dann gibt es nur eins:

Sag NEIN!

 

Du.

Besitzer der Lebensmittelgeschäfte.

Wenn sie dir morgen befehlen, du darfst freiatmenden Menschen kein Mehl, kein Brot, kein Wasser verkaufen,

dann gibt es nur eins:

Sag NEIN!

 

Du.

Forscher im Labor.

Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst Leben hassen und den Tod spritzen, dann gibt es nur eins:

Sag NEIN!

 

Du.

Arzt, Pflegekraft am Krankenbett.

Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst Gesunde krank schreiben, wegsperren und von den Verwandten trennen,

dann gibt es nur eins:

Sag NEIN!

 

Du.

Pfarrer auf der Kanzel.

Wenn sie dir deine Kirche zu sperren und dir sagen, du sollst deinen Glauben verraten, dann gibt es nur eins:

Sag NEIN!

 

Du.

Richter im Talar.

Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst die Würde und die Menschenrechte außer Kraft setzen, dann gibt es nur eins:

Sag NEIN!

 

Du.

Journalist.

Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst Pamphlete schreiben, die Wahrheit verdrehen, Hass und Spaltung säen,

dann gibt es nur eins:

Sag NEIN!

 

Du.

Menschenkind aller Ort.

Wenn sie dir morgen sagen, du sollst Angst und Bange sein, den Nachbarn meiden, denunzieren und kontrollieren, Feste und Feiern absagen, nicht atmen, nicht singen,

dann gibt es nur eins:

Sag NEIN!

 

Du.

Mutter in aller Herren Länder.

Wenn sie dir sagen, du sollst deine Kinder krank machen, du sollst ihnen Freiheit und ihr Recht auf Freude und Unversehrtheit verwehren, du sollst sie vom Leben trennen und wegsperren, dann gibt es nur eins:

Sagt NEIN! Mütter, sagt NEIN!

Denn wenn ihr nicht NEIN sagt, wenn IHR nicht nein sagt, Mütter, dann:

dann:

Habt ihr Kinder ein Leben in Abhängigkeit, Unfreiheit, Fremdkontrolle und Überwachung bis zur Würdelosigkeit geschenkt.

Eure Kinder werden in Angst und Schrecken fallen und krank gemacht, vergiftet mit Gedanken, deren Realität nicht existiert. Sie werden eingeschüchtert auf ihren Zimmern sitzen oder euch weggenommen. Ihre Gesundheit wird ruiniert, sie werden einen Schuldenberg abtragen müssen, der ins Unermessliche wächst. Sie werden all eure Fehler ausbaden müssen,

morgen schon,

vielleicht schon gerade jetzt,

vielleicht jetzt

-wenn-

wenn ihr nicht NEIN sagt!

Domestifikation (du sollst so sein wie wir dich haben wollen) Acryl auf Leinwand 100 x 120 2009

20. August 1984

Er ist wieder da

Was ist Demokratie?

Freiheit von inneren und äußeren Konflikten

Freiheit von Angst

Ein Recht auf Selbstbestimmung

 

blue eyed

Blue eyed- Experiment

Geht mit jedem Merkmal 😉

 

19. August 1984

Ach, Robert

jetzt darfst du etwas erklären und….kommt nix bei rum. Ehrlich gesagt, könnte ich das auch nicht so gut, wurde aber auch nicht gefragt und bin ja auch nicht in dieser Position, in der ich niemals sein wollte. Einfach aus dem einen Grund: hab ich nicht gelernt und die Verantwortung wollte ich nicht tragen!

Damals fragte ja einmal der Grundschulpädagoge in die Klasse, ob jemand wüsste, was „Mekka“ sei?

Mein Kopf ging hoch, denn ich meinte zu wissen. Ich hob schnurstracks den Arm, willig mein vermeintliches Wissen kundzutun. Ich erinnere mich an Erstaunen. Denn, dass muss ich sagen, kam ich doch aus einem schlichten Elternhaus. Ich las Comics, am liebsten die über die Entstehung der Erde, und dufte fernsehen. Andere waren dort gebildeter, lasen Bücher und Eltern sowie Lehrer rümpften die Nase über Tom und Jerry, Dick und Doof u.s.w. Verwundert war er, der Herr Pädagoge und nahm mich dran. Still war es und ich sagte: „Das schmiert man sich ins Gesicht, damit die Haut schöner aussieht!“ Mein Stolz über eine gescheite, blitzschnelle Antwort war enorm. Der Lehrer war auch stolz, das sah ich ihm an. Breit grinsend, denn seine Meinung über mich muss sich wohl erfüllt haben, hob er zur Korrektur an. Ein „Ach, Heike!“ konnte er sich dabei nicht verwehren und als die Klasse spitz bekam, dass ich jetzt so richtig ins Fettnäpfchen, brach ein lautes Gelächter los. Ich durfte mich wieder setzen und das Grinsen des Pädagogen und Schulleiters sehe ich noch.

Ja, so was sitzt.

Ich habe nicht gelacht, Robert. Zuerst tat es mir leid. Vor allem hast du aber mein Mitgefühl. Der Kaiser ist so nackig, ich mag nicht hinsehen!

Gerade träume ich so vor mich hin. Was wäre wohl aus mir geworden, hätte der Lehrer mich bestätigt und das Spiel mitgespielt….Reich und berühmt wäre ich geworden. Bestimmt König oder Kanzler von Deutschland.

Cut OFF (im Lichte der Wahrheit) 100×100, Mischtechnik auf Leinwand 2020

18. August 1984

Möglichkeiten

Heute erreichte mich eine Einladung per Post! Die Leute würden schon seit zwei Wochen danach fragen, stöhnt die Postzustellerin und verdreht die Augen. Keine Ahnung, was das bedeuten soll.

Diese Einladung bedeutet, dass ich meine (!) Stimme abgebe (!). Wo ist die dann hin und was passiert dann mit mir, wenn die weg ist? Das Gruselige kommt noch: Ich soll sie in eine Urne werfen!

Holla.

 

14. August 2020

Wie viele Seiten hat ein Ding?

So viele, wie wir Blicke für sie haben!

Ulla Hahn

 

Wir haben A. Jemand (wer?) wählt den direkten Weg zu B (warum?) als Lösung.

Dann kommt der Aktionismus.

Ich wedel wild mit den Armen und klatsche laut in die Hände.

Dann sage ich: Siehst du! Es gibt keine gefährlichen Elefanten (A), weil ich ja die ganze Zeit geklatscht habe. Das ist der Beweis und der Zirkel geschlossen.

Never.mind 50×70 auf Buchbinderkarton, 2020

Der schnellste und einfachste Weg zum Glücklichsein geschah, als ich aufhörte (so) zu denken.

 

 

Und jetzt?

 

13. August 2020

Wie oft

war ich schon hier auf Erden?

Bin ich jung oder alt?

Woher kommen die Talente, Neigungen, Aversionen und Sympathien?

Habe ich die Pest erlebt? Kriege, Hexenverbrennungen, Liebschaften, Armut und Reichtum? War ich böse, war ich gut?

Selbstportrait, blind gezeichnet

12. August 2020

Sterbe und werde!

Während der fünfunddreißig oder vierzig ersten Jahre unseres Lebens haben wir uns bemüht, eine hohe Treppe hinaufzusteigen, um ganz oben auf ein Gebäude zu kommen. Wenn wir dann schließlich auf dem Dach angekommen sind, merken wir, dass wir uns im Gebäude geirrt haben.

Joseph Campbell

eine Tüte, U-Kurve

 

10. August 2020

Unbesiegbarer Sommer!

Bob Marley groovt beschwingt aus dem Lautsprecher und der Sound bewegt sich durch den üppigen Garten. Schmetterlinge tanzen in der Sonne. Ein nächtlicher Regenguss versorgt die treue, grüne Pracht. Wächst und gedeiht, die Ernte fällt großzügig aus. Das Herz ist voll von Dankbarkeit.

Die Wassermelone liegt gekühlt, die Hängematte bunt zwischen den Bäumen. Ein leichte Brise lässt Amberblätter winken. Vielleicht höre ich gleich noch Meeresrauschen?

Es läuft.

 

Mitten im tiefsten Winter wurde mir endlich bewusst, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt.

Albert Camus

 

08. August 1984

Audiatur et altera pars

Keine Faschist ist nur, wer von sich weiß, dass er jederzeit einer hätte werden können, also sich selbst in jedes Urteil einbezieht, das er über andere fällt.

Bazon Brock

 

Spieglein, Spieglein an der Wand…..
….bin ich selbst der Fall? (Echokammer) 2019

07. August 2020

einen Bären aufbinden

Mixed Media auf Leinwand 140 x 140, 2019

Schwer wiegt die Lüge auf den Schultern. Sie drückt beachtlich. Ja, da hat jemand echt einen Bock geschossen.

 

06. August 2020

Eiskalt

Ich sitze in einem Fließgewässer, bis zum Hals, ca. 10°C.

Früher bin ich mal mit den Füßen rein und der Schmerz kam sofort, unverzüglich, stechend. Das ging hoch bis in den Kopf. In etwa so, wie wenn man in ein Eis beißt und sich die Kapillargefäße im Kopf krampfartig zusammenziehen, wovon man blöde Kopfschmerzen bekommt. Ich hielt nie lange aus. Da mir früher manchmal die Gefäße auch in den Finger krampften, sie schneeweiß wurden, testete ich auch einmal auf Morbus Raynaud. Dafür füllt man Eiswürfel mit Wasser in eine Schüssel und legt seine Hände hinein. Zuvor hatte ich noch die Timerfunktion an meiner Uhr gestartet. Das hätte ich mir auch sparen können, denn ich kam nie weit. Der Schmerz war übermächtig.

Bis ich Wim Hof kennenlernte und auch der Rat eines Daniele Ganser nicht mehr aus meinen Gedanken kroch. Dieser hatte nämlich das Kaltduschen entdeckt.

Warum? Ich wollte wissen, ob alles nur Kopfsache ist! Sind es wirklich nur Gedanken, die uns sagen, etwas sei „kalt“ oder „gefährlich“? Kann ich so etwas steuern? Bin ich dem ausgeliefert? Bei ca. 60000 bis 70000 Gedanken (im Durchschnitt!) am Tag ist ja so einiges los im Kopf…..

Also sitze ich da, wie gesagt und atme, tief und gleichmäßig, schaue in den Himmel und beobachte an der anderen Uferseite den kleinen, vergnügten Jungen. Er, in Badehose, spielt im Wasser. Rein, raus, am Ufer entlang. Probiert es bis zur Hüfte. Wieder raus, wieder rein. Kein Thema für den jungen Mann. Er hat Spaß! „Komm jetzt raus“, sagt die Mutter. „Trockne dir die Beine ab, sind ja schon ganz kalt. Sonst wirst du noch krank! Und dann kannst du nächste Woche nicht in den Kindergarten!“ (Anmerkung: das ist wohl nicht im Sinne des Rackers)

Ein Hund springt ins Wasser. Muss ein Labbi sein, schwimmt nämlich durch. Ihm gefällts. Er ist nicht gestorben, schwimmt ans Ufer, schüttelt sich und springt wieder rein. Ist nicht raus zu bekommen. Frauchen fragt: „Ist das nicht kalt?“

Ich bin auch nicht gestorben, weil ich ja hier noch schreibe. Im Januar damit angefangen und auch nicht krank geworden. Warum? Ich habe nicht an meine Gedanken, nennen wir sie Einflüsterungen, Konditionierungen, geglaubt! Ganz einfach.

Wir zerbrechen uns manchmal lieber den ganzen Tag unser kleines Köpfchen, als mal etwas zu wagen und über den Gedankenteller zu sehen.

 

05. August 1984

Pasteur vs. Béchamp

Mal angenommen, das Milieu entscheidet über Gesundheit und Krankheit oder besser: es ist näher an der Wahrheit dran. Wissen wir ja nicht, weil sich im battle der Pasteur durchsetzte. Kennt man ja. Und im Konkurrenzkampf kann sich ja nur einer durchsetzen! Wissen wir ja.

Mal angenommen, es ist alles ganz anders.

Was ist dann ein gesundheitsschädliches Milieu? Und was verursacht ein solches? Und wie verhielten wir uns, wenn wir das nicht wollen?

eine Tüte

Und dann gibt es ja noch das Gesetz der Wechselwirkung….

Es hilft auf jeden Fall gar nicht, rien, null, wenn du stinksauer bist oder bitterböse, wild geladen, gereizt, stocksauer, miesepetrig, fuchsteufelswild, hitzköpfig.

Buchtipp: Christopher Vasey „Gesund durchs Chaos“

 

04. August 2020

Under pressure

Ich beobachte den Mann, ein Polizist, der öffentlich vor zigtausend friedlichen Menschen verkünden soll, dass alles abgeblasen wird. Die Menschen, die sich zeigen für Selbstbestimmung, Frieden, Würde und Demokratie sollen nach Hause gehen. Sie sind nicht erwünscht.

Er zögert, geht in sich und ich fühle, empfinde diesen ungeheuerlichen Druck, der auf seinen Schultern lastet. Das treibt mir die Tränen in die Augen. Wie mag er sich fühlen?

Under Pressure

Wer ein Herz hat wird gerettet.

 

03. August 1984

Madensack

Ein Madensack besteht aus recht einfachen Zutaten und man kann sie sich preisgünstig in der Apotheke besorgen. Nicht der Rede wert.

So einen Madensack kannst du zusammenfalten oder -stauchen. Du darfst ihn tätowieren, chippen, einsperren, bevormunden und als Fußabtreter benutzen. Man darf auch Stofflappen drüber hängen oder ihn mit Dreck befüllen. Alles kein Problem. Ist ja nur ein Madensack.

 

Was bleibt, wenn ich nicht mehr bin? auf A3

Der Mensch aber ist ja viel mehr!

Er besitzt eine Doppelnatur: ein Geistwesen in einem Körper, also Materie. Ewigkeit und in der Zeit.

Dikaturen, zum Beispiel, behandeln Menschen wie Madensäcke. Schau mal nach unter 33-45.

 

01. August 1984

Kunst ist beweglicher als das Nachdenken

 

Der gesunde Menschenverstand hämmert fleißig vor sich hin

Der Verstand, aus „authentic self“

KOCHche Postulate sind eh völlig überwertet! Und was nicht passt wird passend gemacht. Schnickschnack. Höhere Mathematik.

Zwei Jahre Ausbildung im Labor haben doch Spuren hinterlassen.

Für meinen Teil nehme ich es kreativ.

eine Tüte

 

Ist so nebenbei, ganz zufällig entstanden.

 

27. Juli 1984

Wette

100 000 Euro für den Virusbeweis!

Ja, gibt`s das überhaupt? Oder reden wir hier von Exosomen?

Hanebüchen?

Jetzt stelle man sich einmal vor, dass alles ein Riesentrara mit heißer Luft ist. Ein Spektakel sondergleichen, an dem viel Geld verdient wird. All die Bildung! Ein freier Fall in eine Gletscherspalte. All das Wissenschaftsgedöns für die Katz, also für´s Portemonnaie. Ein Kartenhaus am Abgrund und die Brise steif.

Der Teufel steckt ja im Detail.

Es heißt zum Beispiel EvolutionsTHEORIE, KRANKENhaus oder KRANKENkasse, PharmaINDUSTRIE.

Ja, das wäre ja ein Ding!

 

Holzköpfe, auf Holz

 

Dann wäre man ja in seiner Einfachheit, so ungebildet, ein König!

Dummheit heißt ja nicht, wenig bis gar nichts zu wissen, sondern sich nicht für Möglichkeiten zu öffnen.

 

26. Juli 1984

Höhle

Höhle 2018, Transfer auf Holz

Vor langer Zeit (Jahrhunderte? Jahrtausende?) sperrte man die Menschenkinder in eine Höhle, wo sie brav den Schatten folgen, die man ihnen an die Wand projiziert. Dort sitzen sie nun, fern ab vom Lichte und der Wahrheit, eingesperrt, wie in einem Eisenofen, abgetrennt. Mit Pommes, Chips, Bier und Wein, Cola zappen sie durchs Schattenmeer.

Es gab schon immer ein paar, die wagten sich an den Ausgang dieser Höhle und schauten ein wenig ins einströmende Licht. Manch einer ging zum Sonnenbaden auch einmal hinaus. Solche müssen sich immer eine Menge anhören, da sie doch von absonderlichen Dingen zu berichten haben. Zum Beispiel davon, dass das Leben doch auch ganz anders sein kann.

Das Auge passt sich an.  Nach langer Lichtabwesenheit kann es zuerst sehr schmerzen und es geht einem durch Mark und Bein. Manchmal ist man geblendet. Eine Adaption geschieht durch Blinzeln, dem schrittweisen Vorantasten. Schützend werden dort Hände vorgehalten. Niemals sofort und direkt ins Licht schauen! So was braucht seine Zeit.

Jetzt sitzen sie da in ihrer Höhle und wollen partout nicht einmal ein paar Schritte riskieren. Wie angetackert. Gewohnheitstiere. Dabei entsteht Erfolg (oder eine Besserung) ja immer (nur!), wenn man sein Sofa, die Komfortzone, einmal verlässt, etwas wagt und in Bewegung kommt.

Was also tun?

Abwarten. Dauert nicht mehr lang. Schon längst ist ja ein Feuer entfacht in dieser Höhle.

Wenn ich von „der Wahrheit“ rede, so weiß ich auch nicht sie zu definieren. Musst du schon selbst für dich herausfinden. Auf jeden Fall macht sie frei. Sie achtet die Würde des Menschen. Dafür ist ein jeder selbst verantwortlich.

 

19. Juli 1984

WUT!

ein schlimmes, böses, schwarzes Gefühl?

Nichts auf dieser Welt ist ohne Sinn.

Die Wut zeigt dir ohne Umschweife einen Grenzüberschritt. Bist du fest geerdet, stehst auf beiden Beinen, so ist es reine Energie.

Die Wut MixedMedia auf Leinwand 100 x 120 2009

Kraftvoll kommt etwas in Bewegung, fließt durch dich hindurch und ist verpufft. Einzig und allein die Bewertung ist unheilvoll. Noch schlimmer: sie (die Wut) wird verboten, runtergeschluckt, gebrandmarkt, abgedeckt. Dann richtet sie großen Schaden an, heimlich und unentdeckt, wie ein Schwelbrand. Das Feuer holt sich seinen Sauerstoff aus deinem Körper und kokelt durch deine Innereien, zieht Negatives fortwährend an. Auch Krankheit.

Und wenn man nicht darüber reden darf? Vor allem kleinen Mädchen und Frauen wird es untersagt, was großen Schaden anrichtet. All die Wut auf Grenzüberschritte halten sie zurück und leiden. Früher war das auf jeden Fall so. Mittlerweile ist sie ja generell verpönnt. Wutbürger!

„Mädchen die pfeifen, und Hühnern, die krähen, soll man beizeiten die Hälse umdrehen.“

 

Muttersprache 2018

So wird tapfer geschluckt und weggemacht, abgeschnitten, was nicht sein darf. Rigoros.

Wo geht`s dann hin?

In den Kopf. Und dort wird`s dann recht unschön!

Acryl auf Leinwand 80 x 60 2009

Ja, der wollen wir nicht begegnen, der Aggression.

Alles hat aber eine Ursache und das hier ist eine Wirkung. Nicht schön wohlgemerkt.

Hätt ich die Wut nicht gehabt (und den Mut) so hätt ich niemals hinter den Vorhang geschaut.

Und nein! Ich bin nicht dafür, es ungehemmt und explosiv auszuleben, an anderen und auf der Strasse oder am Eigentum.

Ein jeder übernehme Verantwortung für seine Emotionen/Gefühle. Das gilt aber auch für Systeme/Gesellschaften. Wenn man fortlaufend die Würde der Menschen mit Füssen tritt (Zwang, Enteignung, Ausbeutung, Diskriminierung, Denunziation, Diffamierung, Schaffung von Abhängigkeiten, Missbrauch, Vergiftung, Verwirrung, Spaltung) darf man sich auch nicht wundern, wenn der Deckel vom Topf fliegt.

 

18. Juli 1984

Kindheit

geballte Ladung:

Reiß dich zusammen Sei nicht so albern Wie oft muss ich dir das noch sagen Es wird aufgessen Schling nicht so Bummel nicht so Ellenbogen vom Tisch Lüg nicht Deine Kommentare kannst du dir sparen Du kriegst gleich was auf die Finger Hast du keine Augen im Kopf Darüber spricht man nicht Sag mir die Wahrheit Schämst du dich nicht Das kannst du mir doch nicht erzählen Das hast du nun davon Was erlaubst du dir Du willst ja nicht auf mich hören Wenn du erst mal so alt bist wie wir Geh in dein Zimmer Schrei nicht so rum Fällt dir nichts besseres ein Musst du immer drei Schritte hinter uns laufen Hör auf damit Lass dich nicht so gehen Erzähl nicht solchen Unsinn Schäm dich Kannst du dich nicht beherrschen Das hätte ich nicht von dir erwartet Ich warne dich Mein liebes Fräulein Trink nicht so hastig Es gibt gleich was hinten drauf Hörst du nicht Was bildest du dir ein Keine Widerrede Ab ins Bett Zieh dich vernünftig an Du wirst wohl nie selbstständig Das will ich nicht noch mal erleben Schlürf nicht Du gehst ja schon wieder so spät ins Bett Musst du immer deinen Kopf durchsetzen Wie redest du denn mit deinem Vater Gib die schöne Hand Du kannst mir ruhig die Wahrheit sagen Willst du uns blamieren Soweit kommt das noch Mit dir muss man sich ja schämen Ich will dich nicht mehr sehen Du weißt wohl nicht wen du vor dir hast Das könnte dir so passen Von dir hätte ich mehr Vernunft erwartet Finger weg Das ist der Dank Das nächste mal passt du besser auf Du könntest dich ruhig etwas anstrengen Nicht so schnell du fällst hin Immer machst du alles falsch Das werde ich mal deinen Eltern erzählen Das kannst du gar nicht beurteilen Mach schön AA Du bist schon ganz müde Aber das schmeckt doch gut Kannst du nicht mal was alleine entscheiden Pass schön auf Das ist nicht gut für dich Ich will doch nur dein Bestes Antworte gefälligst wenn du gefragt wirst Mit vollem Mund spricht man nicht Stell dich nicht so an Ich werd dir gleich helfen Hast du den Verstand verloren Geh mir aus den Augen Alles muss man selber machen Du trinkst ja wie ein Loch Kommst du jetzt endlich Mach mal weiter so Freundchen Das wird doch sowieso nichts Jetzt ist aber Schluss hier Das war das letzte Mal Heute gibt es noch ein Donnerwetter Putz deine Schuhe Wasch dir deine Hände Typisch Muss das sein Kannst du nicht hören Wenn ich das deinem Vater erzähle Iss auf Du raubst mir den letzten Nerv Du könntest ruhig einmal etwas Freude zeigen Du raubst mir den letzten Nerv Dir gefällt es wohl gar nicht hier Solange du deine Füße unter diesen Tisch steckst Sei nicht immer so unzufrieden Was sollen die Leute denken Das war das letzte Mal Muss ich erst mit dir schimpfen Was soll denn das Kann man sich denn gar nicht auf dich verlassen Musst du immer so rumtoben Sei nicht so kindisch Daran solltest du dir einmal ein Beispiel nehmen Mund zu beim Essen Kannst du nicht vernünftig essen Wie oft kommst du denn noch angekleckert Hast du das noch immer nicht begriffen Sei nicht so zimperlich Heul hier nicht rum Was sollen die Leute nur denken Wenn du nur einmal machen würdest was ich dir sage Jetzt reichts mir aber bald mit dir Das ist aber gar nicht lieb von dir Du sollst stillsitzen Du redest nur wenn du gefragt wirst Wenn du schön lieb bist Sei nicht so bescheiden Sei nicht so vorlaut Reiß dich zusammen Sei nicht so albern Wie oft muss ich dir das noch sagen Sei ordentlich Kannst du mir mal sagen was das soll Geh da weg Das ist nichts für dich Du kriegst keine Extrawurst Wer nicht will der hat schon Hör mit dem Geplärr auf Entschuldige dich Warum isst du schon wieder nichts Dazu bist du noch zu klein Muss ich dir alles dreimal sagen Woher hast du das Da führt nun mal kein Weg dran vorbei Hör auf dich wie ein Kind zu benehmen Das ist doch kein Umgang für dich Das tut doch gar nicht weh Sieh mich an wenn ich mit dir rede Ist nur ein kleiner Pieks Wer nicht hören will muss fühlen Brav Du musst noch ruhiger werden Sitz gerade Halt den Mund Du brauchst nicht traurig zu sein So spricht man nicht mit seinen Eltern Benimm dich Räum auf Ich hab dir schon hundertmal gesagt Stell dich nicht so an Sei artig und bescheiden dann mag dich jeder leiden Weshalb kommst du so spät nach Hause Sag dankeschön Heulsuse Indianer weinen nicht Du sollst dich schämen Kommt überhaupt nicht in Frage Hoffentlich hast du mal ein Kind wie dich Du brauchst keine Angst zu haben Hast du keine Ohren Halt deinen Mund Du redest nur wenn du gefragt wirst Es wird gemacht was ich dir sage Das sagt man nicht Wenn ich dich dabei nochmal erwische Hör auf damit Das gehört sich nicht Nimm dich zusammen Dein Geschrei ändert gar nichts Das hast du jetzt davon Kannst du nicht hören Gib der Tante die Hand Kannst du nicht aufpassen So ein großes Kind und dann sowas Deine Ausreden kannst du dir sparen Geh jetzt ins Bett Das bildest du dir ein Das verstehst du wenn du älter bist Nimm die Hände aus den Taschen Ein Junge weint doch nicht Du hast überhaupt keinen Grund Du wirst schon sehen was du davon hast Muss ich erst mit dir schimpfen Gleich hast du dir eine gefangen Kannst du denn nie genug kriegen Das ist nichts für dich Gib nicht so an Was auf den Tisch kommt wird gegessen Ab auf dein Zimmer Halt still Zappel nicht so rum Du redest erst wenn ich es dir sage Du bleibst jetzt ruhig Benimm dich Denk doch mal nach Wenn ich dich dabei erwische Mach nicht so ein Theater Nimm dir mal ein Beispiel an Andere Kinder können sich doch auch benehmen Der X ist immer so nett Kannst du nicht auch mal so sein wie So erreichst du gar nichts bei mir

Du hast wohl ein Böckchen! Rorschach im Sketchbook

 

Vor lauter Diätenfrust wird sich im Ton vergriffen. Immer noch. Still wird dem Folge geleistet. Immer noch. Mit Kindern darf man bekanntlich machen, was man will, denn sie gehören noch zurechtgewiesen. Oder?

 

16.Juli 1984

Kindermund

 

 

 

 

ca. 2013 entstanden

(unter dem Einfluss dehr rächtschaiprefohm)

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen 🙂

 

10.Juli 1984

Kristallkugel

Dr. Panik/Wahnsinn der X. (vielleicht sind es auch schon viel mehr?) schaut jeden Tag in seine Kristallkugel und sein Lamento schwappt unheilvoll über die Weltkugel. Frau Oberhäuptling, verdrehte Mayonnaise stimmt mit ein.

Wenn ich so etwas machte, dann kämen ja die mit dem weißen Kittel, du weißt schon.

Jetzt können die das irgendwie, also in die Zukunft sehen. Entweder die haben einen guten Draht und da muss man fragen, zu wem?! Denn zugunsten der Menschheit war es nie und wird es auch nicht, wenn man Schreckgespenster an die Wand malt.

Oder da liegt etwas in der Schublade?! Also, die schummeln ein wenig. Wobei ich da jetzt echt untertreibe.

Lügendämmerung II, 40×40 auf Leinwand 2020

07.07.1984

„Wir sind Riesen, die sich angewöhnt haben als Zwerge herumzulaufen.“

Dr. Beat Imhof

Zwerge Ottmar Hörl

 

06.07.1984

Zähne zeigen

 

 

Durch lange Zuchterfolge ist es nun gelungen! Mensch setzt sich nicht zur Wehr, seiner Zähne beraubt, ein leichtes Opfer.

 

 

Was soll man da noch sagen?

Wer sich nicht wehrt, missachtet sich selbst. Aber was ist eigentlich ein Selbst? Und wo ist es denn hin?

 

 

03.07.1984

Atmender Deckel

Irgendetwas ist da gewesen….damals….im Zuge einer Happy-Energie-Wirtschaftsförderung. Oder war es ein Gute-Laune-Energiepaket? Mmmhmmm. Egal.

Bei mir springt da ja sofort der kreative Bildsucher an

übermalte Postkarte, 2017

Es klingt wie eine Yogaübung und ist doch Realität. Eine, an die wir uns ja gewöhnen. Und, schwups, hast du nicht gesehen, liegst du da. Ein bisschen Maske, ein paar Steuererhöhungen, ein wenig Freiheitsverlust, ein paar neue Eingriffe in deine Rechte.

Wird alles gedeckelt. Solange, bis der Patient stirbt, schleichend.

 

29. Juni 1984

Die Wand

ein sehr interessanter Roman von Marlen Haushofer.

Früher wollte ich immer zu euch rüber. Heute sag ich: Nein, Danke! Und ich bin froh, dass es dort eine Trennung gibt.

Die Wand

Eine Trennung zu Terror, Tyrannei, Kontrolle, Bevormundung, Entwürdigung, Angstmacherei, Allmachts- und Auslöschungsphantasien, Gleichschaltung, Sklaverei, Zerstörung, Gefühlsstau, Empathielosigkeit, Abhängigkeit, Diskriminierung, Entfremdung.

Nee, Danke.

 

286.2020

Lichtsehnsucht

Alles ist gesagt.

Das ver-kehrte, ver-rückte, ver-drehte wurde einmal ins Licht gehalten und ich habe mich längst ent-schieden. Radikal, wurzeltief. Vielleicht war das der Plan? Im Aufräumen war ich schon immer richtig gut 🙂

Die Wege trennen sich nun.

Ich packe meinen Koffer und ziehe um. Das letzte Mal in diesem Leben, No.14 (wenn ich mich nicht verzählt habe). Hier ist Wahrheit, Freiheit und Bewegung, Lebendigkeit.

Geh du ruhig deinen Weg, es bleibt dir frei. Macht hast du allerdings nicht mehr über mich und wir sehen uns bestimmt nicht wieder.

Macht ist nur eine Illusion.

 

27. Juni 1984

Superstar!

Damals wurde ich schon einmal nach meinen Vorbildern gefragt. Diese Frage konnte ich nicht beantworten. Sicherlich habe ich diese Phase mit Starschnitten und Postern auch durchgemacht. Es hielt nur nicht lange an und ich rede lieber von „Leuchttürmen“. Diese begleiten mich ein Stück des Weges. Dann muss ich wieder alleine weiter in meiner kleinen Jolle.

Den „Superstar“ sah ich einst in Roskilde und wir tanzten die ganze Nacht bei herrlichem Wetter. Der Muskalkater war enorm. Dann gingen wir alle wieder unserer Wege und so ein bisschen haben wir uns aus den Augen verloren. Du hast geheiratet, vier Kinder bekommen und es ging noch einmal so richtig bergauf mit der Karriere.

Derzeit reibe ich mir oft verwundert die Augen. Es gibt Menschen, die habe ich völlig falsch eingeschätzt. Und ich muss gestehen, ich lasse mich doch von den Begriffen Sympathie und Antipathie viel zu leicht um den Finger wickeln. Das Wort sagt es ja schon: was dabei herauskommt ist eben auch etwas verdreht.

„Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, sich an eine zutiefst gestörte Gesellschaft anpassen zu können.“

Krishnamurti

Jetzt sag du mir einmal, was riskanter ist im LEBEN! Kann es sein, dass die, die hier mal den Mund auf machen, viel mehr riskieren und sich mal etwas trauen, als diejenigen, die fein dein Fähnchen in die Luft halten und deine Lieder singen? Die schön im Gleichschritt in deiner Spur laufen und lieber den Tod huldigen als das Leben feiern?

Anscheinend haben wir alle im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst und/oder mitgedacht, vielleicht hätten wir uns dieses Absitzen von Lebenszeit auch sparen können!? Es ist das Papier nicht wert.

Und für ein bisschen Ruhm, Ehre und Glanz, Status,  vergisst du alles und übst Verrat.

Das ist wahrlich ein große Leistung.

Statustransfer 2018

PS: Wer hat dir eigentlich das schöne Eis gekauft?!

 

26. Juni 1984

Ringschluss

Spielend sitzt das Kind im Sandkasten, versunken. Es beobachtet ängstlich eine Hummel, die in ein Erdloch fliegt. Spontan entscheidet sich das Kind für Sicherheit und verschließt das Erdloch mit einem Sieb. Später ruft der hungrige, knochenerweichte Vater zum Abendbrot und ermahnt das Kind zur Ordnung. Alles wird weggeräumt und die eingesperrte Hummel antwortet mit einem Stich.

Schreiend und weinend liegt das Kind im Ehebett der Mutter, eine Kriegswitwe. Es sieht nur noch auf einem Auge und reagiert panisch. Die Mutter im Hosenanzug, geschäftig, zwischen den Stühlen, das Abendbrot brennt an!, legt hektisch tröstend ein Stück Schokolade auf das brennende Auge. Eilig verlässt sie das aufgebrachte, schluchzende Kind und dieses sinkt selig, schokoladenschwer, in einen süßen Halbschlaf.

45 Jahre später ist hartarbeitender Mensch am Boden zerstört und schaut auf einen Scherbenhaufen. Er hält den Kopf ängstlich zwischen den Händen, sich selbst der Heimat entfremdet, und weiß weder ein noch aus. Die zittrige Mutter eilt zum Nachttisch der Schlafstätte und zaubert einen dicken, frischgedruckten Geldstapel hervor. Selig sinkt der Mensch in einen süßen Halbschlaf. Mutti ist die Beste! Das muss Liebe sein.

Erzeugung von Apathie, 3/5

25. Juni 1984

Let´s talk about ENTEIGNUNG

Enteignung, entlehnt aus frz. expropriation, zu lat. proprius „eigen, eigentümlich“

Vor einigen Jahren habe ich mich auf den Weg gemacht und versucht, den Dingen, über die immer geschwiegen wurde, auf den Grund zu gehen. Einfach ist das nicht, zumal hier am 27. März 1945 ordentlich Feuer gelegt wurde. Aber das ist eine andere Geschichte.

Meinem Urgroßvater und seiner Frau müsst ihr wohl ihr Eigentum entzogen haben. Soweit ich es überblicke, lag es in der Kernstadt von Paderborn und betraf auch ein Fuhrunternehmen. Warum? fragte ich. Die Antwort: Der hatte etwas gegen Hitler.

Sie müssen sich wohl eine notdürftige Bleibe errichtet haben und dann kam der Rest: Entzug der Kinder, vier an der Zahl (woran das letztgeborene Mädchen verstarb in diesen armseligen Verhältnissen?). Das Mädchen durfte nach Hause, den Jungen entzog man ihre Integrität. Das war schon 1937 und das Heim, in das man sie steckte, verließen sie bis zum Kriegseinsatz nimmer mehr. So hatte man auch gleich passendes Material zum Kriegseinsatz. Vorher kam noch Arbeitsdienst. „Er kann, wenn er will“ steht in Opas Akten, da war er 11 oder 12 Jahre alt. Ins Heim kam er schon mit 10 Jahren. Einer verstarb und kam nie wieder.

Was hat man ihnen noch entzogen? Wie benennt man es, wenn sozialer Verrat vorliegt, wenn Menschen sich gegenseitig fertig machen, sich verachten, wegsehen, mit dem Finger auf einen zeigen und sagen: mit denen stimmt was nicht?

Hatten halt die falsche Einstellung damals, oder?

Nun, ich sehe mich hier nicht als Opfer oder klage an. Das Eisen wird nicht angepackt. Einzig und allein will ich doch hier mal etwas sagen, was ihr, man, wir, wer auch immer, lange Zeit unter den Teppich gekehrt habt und in euren Geschichtsbüchern ordentlich verdreht.

Mein Opa, Invalide, auf einem Bein, das er mit 17 Jahren verlor, hat hier auf jeden Fall als Maurer angepackt. Eine enorme Leistung. Er baute eure Häuser und Stadtmauern. Arbeit hatte der genug und fast hätte er von seinem Stumpf, entzündet und wundgescheuert, noch mehr verloren.

Deine Schuldzuweisungen kann ich in keinster Weise nachvollziehen! Und so nach und nach schwante es mir, wir hier gearbeitet wird.

Sie entziehen dir das, was du aufbaust, wenn du nicht in der Spur läufst.

Sie entziehen dir dein Geld, dein Eigentum, deine Existenz, deine Kinder, deine Gesundheit, dein Recht auf Selbstbestimmung und -verwirklichung, Würde und deine Integrität, deine Bildung, deine Arbeit, dein Recht auf Freiheit. Ganz langsam wirst du wie der Frosch im Wasserbad gekocht und die Krähen sitzen dem bei und schreien: Selber Schuld!

Ist aber auch egal. Solltest du in der Spur laufen, dich fein angepasst haben an die fortlaufende Knechtschaft und denkst: na, da bin ich wohl fein raus? Obacht, falsch gedacht.

Vor allem nutzen sie folgenden Terror: Angst. Kopfgrippen, Mentalpandemien. Das funktioniert. 100%.

Jetzt frage ich mich und auch dich:

Was muss denn noch passieren, dass du endlich aufstehst, dich gerade machst, dein Joch abstreifst?

Und, damit das klar ist, so glaube ich doch an einen Seelenplan und an eine Mitverantwortung: bleib friedlich und in deiner Mitte. Lass dich nicht versuchen und schmeiß nicht mit Steinen. Wir sind damit verstrickt und laufen hier, der eine mehr, der andere weniger, im Stockholm-Syndrom-Fieber mit, in einem besetzten Land, ohne Friedensvertrag. Einzig und allein: Licht. Bewusstwerdung. Wahrheit. Freiheit. Erlösung.

Werdet solidarisch und helft einander. Sieh die Individualität des Gegenübers. Es ist ein Teil von dir.

Und sie werden nicht mehr frei 1937

Bild I/V

Im übrigen tut es weh, wenn man jahrelang verbogen durch die Weltgeschichte lief und plötzlich gerade steht.

Wachstumsschmerzen. Es kann auch zu einer Erstverschlimmerung kommen. Das Licht aber lässt sich nicht weg sperren, niemals! Und ihr habt längst verloren…

 

24. Juni 2020

Wunde

Eine Wunde ist der Ort, an dem das Licht in dich reinfällt.

Rumi

Je mehr du hast, desto besser! Und wenn du einmal anfängst, das zu akzeptieren und dich dem hinzugeben, übernimmt die innere Führung. Das Außen kannst du zur Seite schieben (ist eh ziemlich verdreht) und brauchst auch nicht mehr zu fragen. Das ist Heilung. Einfach akzeptieren was ist.

Und sie wollen dir natürlich die ganze Zeit einreden, die Dr.Dr.Rechtslinkspopulistischverschwörungsesowirmeinenesgutalleswisserdiffamierungswirsindmehrleugnernazikognitivendissonanzrechtsradikal TheorieEinordnungsManager, dass mit dir irgendetwas nicht stimmt. Dafür gibst du ihnen auch viel Geld.

gut gemeint 80 x 120 MixedMedia auf Leinwand

23. Juni 2020

Let´s talk about FLEISCH

der unwürdigen Behandlung von Menschen und Tieren. Massenhaft.

Und das alles für´nen Appel und n´Ei, weil Geiz doch geil ist.

Irgendwie hängen wir da ja alle mit drin.

Jetzt wurde wieder eine große Nebelkerze gezündet, hier direkt vor meiner Tür. Und je mehr kontrolliert wird, weggesperrt, desto mehr werden wir zum Aufwachen gezwungen.

Gut finde ich das alles nicht, ausnahmslos. Aufwachen schon.

 

22. Juni 2020

Die ich rief, die Geister, Werd`ich nun nicht los

Als ehemalige Hand in der Licht- und Tontechnik habe ich doch viel Einblick in die „Eventszene“ erlangen können. Ich durfte auch hinter dem Vorhang arbeiten und kenne die Methodik, bin also mit viel Wasser gewaschen worden. „Partygänger“ sehen anders aus! Nee, nix Gewalt! Es wurde mitgetanzt oder gesungen, gelacht und manchmal, wenn es berührte, auch geweint, Feuerzeuge angezündet und hochgehalten, Arm in Arm mit den Liebsten.

Die Wirklichkeit beginnt mit ihrer Betrachtung. Dafür muss man die Augen schon öffnen.

 

Jetzt sagst du, man solle sie „verachten“.

Nun ja, erst rufen, die Geister, und sich dann wundern, wenn es in die Hose geht. Wie wäre es mit Verantwortung?

Habt ihr im übrigen mal wieder toll geframt.

 

19. Juni 2020

Spiegel

Für eine Arbeit benötige ich Altpapier und greife in den Stapel. Ich ziehe eine Zeitung heraus, schon in die Jahre gekommen und mein Blick fällt zielsicher auf eine kleine Meldung. Darin beschwerst du dich über die Verhältnisse in deinem Quartier. Dreckig, laut und voller Exzesse. Du stellst Forderungen und niemand hilft.

Ich schlucke und bin auch beschämt. Staunend sitze ich dort und erfreue mich. Nicht an der Situation, sondern an der Erkenntnis. Wie leicht es mittlerweile ist und einfach.

Wir waren damals in einer Clique. Leichtsinnig, wild, laut, lärmend. Anwohner beschwerten sich über nächtliche Ruhestörung, den Müll. Diese Jugend! riefen sie uns hinterher und wir riefen zurück: Spießer!

Zwei Kinder spielen auf der Straße. Plötzlich entbrennt ein Streit. Eines hebt an, klagt an, voller Vorwürfe. Das andere stellt sich breitbeinig dem entgegen, hebt die Hand und ruft: Spiegel! Ätsch, selber. Ätsch, selber zurück! antwortet es trotzig.

Ich lache. Wie einfach es ist und wie unmittelbar.

Ich bin selbst alles was ist. Ausnahmslos.

Beim Spaziergang komme ich an einem Haufen Steine vorbei. Irgendjemand hat wieder die Straße aufgerissen und verlegt schon wieder eine neues Rohr. Andauernd gehen die kaputt oder werden zu klein, manchmal haben sie ein Leck oder müssen gewartet werden. Da tun sich Abgründe auf und ich schaue einmal hinein. Die Steine beachte ich nicht und gehe daran vorbei. Ich weiß, sie liegen sehr schwer in der Hand.

 

 

17. Juni 2020

Harmonia

Ares und Aphrodite bekamen ein Kind mit dem Namen Harmonia. Größer können die Gegensätze manchmal nicht sein.

harmozein, griechisch, heißt zusammenfügen

Und hier hat wohl einer seine Säge vergessen 🙂

In deiner Welt soll alles schön harmoooonisch sein, will heißen, dass, was nicht passt, soll weg, unter den Teppich. Auch andere Meinungen, Standpunkte, Streitpunkte. Gerne setzt du dafür die Säge an, teilst und verstümmelst, tötest. Dafür nutzt du auch das Wort „Besonnenheit“ und mir wird dabei schlecht. Alles soll schön gleich sein. Vor allem dein Weltbild, deine Meinung, dein Standpunkt. Das dient dir als oberstes Prinzip.

 

16. Juni 2020

Take care!

Vor dem Einkaufszentrum steht ein freistehender Bäckerwagen und ich brauche Brötchen. Niemand außer mir anwesend und ich verzichte auf die Zwangsmaske. Mir fällt sofort die vollisolierte Bäckereifachangestellte auf. Sie steht hinter einer großzügigen Plexiglasscheibe. Diese umfasst beinahe die ganze Verkaufstheke. Da muss ich mir keine Sorgen machen, denke ich und hebe an zur Bestellung. „Setzen Sie bitte ihre Maske auf!“, offenbart sie mir unverzüglich. „Warum?“, antworte ich, „ist doch hier niemand und an der frischen Luft!“. „Weil wir (!) das so machen“. Ich entscheide mich für ein brötchenfreies Abendessen. Backe jetzt selber.

Ich weiß, sie macht nur ihren Job und wahrscheinlich gibt`s richtig dick Ärger, wenn das jemand meldet oder sieht. Da drohen ja horrende Strafen. Es ist mir bewusst und ein Teil von mir ist auch ärgerlich.

Auf der Parkbank sitzen zwei, die sehen in ein Handy. Stolz offenbart er seinen Aktiengewinn und erzählt mir, dass seine sich jetzt schon verdreifacht hat. Ich halte von so etwas nichts, sage ich. Vielleicht bin ich dort zu idealistisch? Es kann mir ja auch egal sein, wie andere Menschen ihr Geld anlegen. „Soll ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben?“, fragt er mich.

Morgens schaue ich mir meine Nachrichten an und weiß vorher schon, dass die Doppelmoral wieder durch´s Dorf getrieben wird. Es ist kaum auszuhalten!

Ich weiß, meine Übung ist, euch auch lieb zu haben. Trotzdem. Halten, aushalten, in der Mitte bleiben.

Es reicht jetzt aber! Es reicht, wenn ihr in Leerverkäufen hier alles ruiniert und auf den Ruin wettet.

Es reicht jetzt, den Kindern solche Angst und Schuld einzujagen und sie in Kreise einzusperren, ihnen den Sport, das Freibad und das Spiel zu verderben.

Es reicht jetzt, die Menschen organisiert so gegeneinander aufzuhetzen, sie still und heimlich zu enteignen und irre zu machen!

Es reicht jetzt mit eurer Destruktivität und euren Auslöschungsgedanken, der Sklaverei und dieser vermaledeiten chinesischen Mikrobe, eurem Sündenbock.

Es reicht, die Menschen dermaßen in Angst und Schrecken zu versetzen, sie gesund einzusperren, wo sie dann daran erkranken! Und das alles unter dem Deckmäntelchen der Philanthropie. Ich lache!

Es reicht jetzt, dass ihr, wo alle schön abgelenkt sind, dem Regenwald nun den Rest beschert!

Es reicht jetzt, dass hier niemand den Mut findet und dem ein Ende bereitet.

Take care Öl auf Leinwand, Übermalung 50×60

Schämt euch!

 

14. Juni 2020

Holunder, Holler, Frau Holle

Des Öfteren wird mir bewusst, wie klug die Menschheit doch vor einigen tausend Jahren war!

Zu einem Haus, einer Siedlung gehörte der Holunderbusch. Nachweisbar gibt es auch Funde, dass es so war. Aus den Beeren kochte man zum Beispiel einen Saft, der half den Kindern, denn er ist hustenlindernd.

Normalerweise ist er ja treu und sucht die Nähe der Menschen, anspruchslos ist er auch. Heute musste ich eine halbe Stunde mit dem Rad nach ihm suchen. Es gab gebackene Holunderblüten mit Mohn und Zucker. In meiner Kindheit wuchs er hier überall. Wir spielten im Hollergebüsch, husch, husch, husch.

Frau Holle war, bevor sie im Märchen über Gut und Böse urteilte, eine germanische Mutter- und Baumgöttin (Holla). Sie schützte Pflanzen, Tiere, Haus, Hof, Mensch und Vieh und half gegen Macht, böse Geister, Feuer, Blitzschlag, schwarze Magie und Hexen.

Jetzt hat sie sich wohl zurückgezogen.

 

13. Juni 2020

Meinungskorridor

Wenn dieser ganz eng ist, weil man auf einem Auge blind ist, nicht hören will, weil pfui (so wird es zumindest behauptet),

 

 

 

 

hat man echt ein großes Problem. Man sägt, fern ab von der Lichtquelle, am eigenen Stuhl. Im Volksmund sagt man auch: jemand schneidet sich ins eigene Fleisch.

Auf jeden Fall geht man jemandem so richtig auf den Leim. Auch hier sagt der Volksmund: jemanden einen Bärendienst erweisen.

Drum prüfe alles und behalte das Gute.

Wie es aussehen kann, wenn man damit fertig ist, siehst du unter „Hufeisenvariationen“.

Wie man so was macht?

Graben, umschichten, wühlen.

Viel Erfolg!

 

Bei der Radierung wird im übrigen eine ätzende Substanz verwendet. So was öffnet die Pforten der Wahrnehmung.

Nachtrag:

Scheint das Licht und wird man sich gewahr, wie man sich hat täuschen lassen/getäuscht wurde, so steigen jede Menge Emotionen hoch. Ent-täuschung ist aber gut.

 

12. Juni 2020

 

Das Hohelied der Liebe

https://www.youtube.com/watch?v=WxNNqZDE-EI

 

11. Juni 2020

Du hast immer die Wahl!

„Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: `Ich habe zu euch gesagt: Ihr seid Götter`? Oder wollt ihr etwa anzweifeln, was in den heiligen Schriften steht? Gott nannte also die, an die er sein Wort richtete, Götter.“

Psalm 82 ist einer der kürzesten und zugleich einer der rätselhaftesten. In ihm wird geschildert, wie Gott in einer Versammlung der Götter aufsteht und den anwesenden elohim ihre Schandtaten vorhält. Gott spricht hier also nicht zu den Engeln des Lichts, sondern zu ungehorsamen Göttern, und er versucht, sie durch den Appell „Ihr seid elohim“ an ihre ursprüngliche Lichtnatur zu erinnern.

Die Mächtigen, zu denen Gott in Psalm 82 spricht, handeln im direkten Widerspruch zu seinem Willen und sind deshalb „gefallene Engel“, doch Gott erinnert sie an ihre ursprüngliche Identität als göttliche Schöpferwesen (elohim) und will sie über diese Erkenntnis zur Besinnung und zum Erwachen bringen.

aus „Ihr seid Lichtwesen“ von Armin Risi

und weiter auf Seite 324

Im theistischen Verständnis ist Gott die Ganzheit, die in sich selbst vollkommen ist und nichts „braucht“, so wie auch Licht keine Dunkelheit braucht, um Licht zu sein. Das bekannte Sanskritwort ananda bedeutet „in sich selbst erfüllt“ (=glückselig) und ist eine Eigenschaft, die sowohl Gott als auch die Teile Gottes haben. „Dein Wille geschehe“ bedeutet deshalb ganz einfach: Gott will, dass all seine Teile glücklich sind, d.h. in wahrer Liebe leben und diese Liebe teilen.

 

The right choice 80 x 120 Mixed Media auf Buchbinderkarton

Die Götter aber wollen unbedingt mächtig sein, ein bisschen Gott spielen.

„Aber sie lassen sich nichts sagen und sehen nichts ein, sie bleiben auf ihrem Pfad der Finsternis; alle Fundamente der Erde geraten ins Wanken“

 

10. Juni 2020

Hornhautmensch

Ich schrecke hoch. Plötzlich sitzt du da, neben meinem Bett und im Dämmerlicht erkenne ich einen sehr massigen Körper, über und über mit dicker Haut. Sie wölbt sich und hängt vom Gewicht wellig an dir. Mir kommt das Michelin Männchen in den Sinn.

Es ginge dir nicht so gut, sagst du. Es sei beschwerlich und es störe dich jetzt. Lange Zeit hättest du es gar nicht bemerkt, aber so langsam schwane dir, da geht doch etwas nicht mit rechten Dingen zu! Oder? Du hättest auch mal so rumgeschaut, bei den anderen. Viele seien ja auch so unterwegs und zuerst sei es dir ja auch nur an den anderen Menschen aufgefallen! Es hätte dann ein bisschen gedauert und beim prüfenden Blick in den Spiegel, sei dir bewusst geworden: Ich bin ja auch so!

Ich nicke mitfühlend.

Irgendwas stimmt doch da nicht, sagst du jetzt schon etwas sicherer. So sei doch kein Leben möglich, so abgetrennt. Ich kann mich noch an andere Zeiten erinnern, da war das nicht so, sagt deine Stimme. So käme ja gar nichts mehr so richtig an dich heran.

Wir schauen uns in die Augen. Deine sind recht klein und dein Blick ist durch Hautlappen eingeengt.

Du hockst dich hin und hältst deinen schweren Kopf, sichtlich abgekämpft, kurzatmig. Was kann man denn da tun? fragst du.

Ich überlege, zögere und schelmisch sage ich: Ach, weißt du, dafür gibt es bestimmt bald eine Impfung! Lachend sehe ich dich an, hoffend, dass deine Stimmung kippt.

Deine Augen werden größer und ich weiß nicht, ob du es verstanden hast.

Nein, sage ich ernst, das war jetzt auch nur so dahin gesagt.

So die eine Lösung gibt es da wohl nicht, sage ich bedacht und deutlich. Zuerst einmal sei es gut, dass man das ja bemerke und dann hilft bestimmt auch ein warmes Bad in angenehmer Atmosphäre. Dann brauche es viel Mut und Vertrauen und ganz wichtig: den ersten Schritt tun. Alles andere kommt dann, ganz von allein. Wichtig ist der Wille und ein Wofür.

 

Knochenerweichung und Hornhaut MixedMedia 50 x 60 auf Papier

War das real oder habe ich alles nur geträumt?

 

09.Juni 2020

Gaslighting

1. Sie erzählen unverhohlene Lügen.

2. Sie leugnen, dass sie jemals etwas gesagt haben, obwohl du Beweise hast.

3. Sie benutzen das, was dir lieb und teuer ist, als Waffe.

4. Sie machen dich mit der Zeit mürbe.

5. Ihre Taten stimmen nicht mit ihren Worten überein.

6. Sie verstärken etwas positiv, um Dich zu verwirren.

7. Sie wissen, das Verwirrung die Menschen schwächt.

8. Sie projizieren.

9. Sie versuchen, Menschen gegen dich aufzuhetzen.

10. Sie sagen Dir oder anderen, dass du verrrückt bist.

11. Man sagt Dir, dass alle anderen Lügner sind.

 

Es ist schwer zu erkennen, ob man selbst davon betroffen ist, weil die Methoden schon recht perfide sind.

Ich verrate dir einen Trick.

Stelle dir die Frage: bin ich selbst der Fall?

Ja, das ist nicht schön und da geht es ans Eingemachte. Man muss sehr viel Mut haben, sich in das Auge des Tornados stürzen.

 

„Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“ Hölderlin

 

Gas.Lighter 120 x 150 MixedMedia auf Leinwand

Eine Kerzentänzerin!

„Der Kerzentanz entspricht in der Symbolik dem Fingernageltanz, die Tänzerinnen tragen jedoch statt der Fingerhüte brennende Kerzen. In der Dunkelheit stellen diese die Verbindung zu den verehrten Ahnen und heiligen Wesen her.“ (Zitat aus einem thailändischem Reiseführer).

So, und da lag die Lösung! Das Erkennen. War mir nicht bewusst.

Wir haben ein kollektives Gedächtnis, das gleicht einem Sieb. Und auch hier wieder die Waffen: Angst, Schuld und Scham.

Man muss das nur immer wieder wiederholen…….

Und auch hier gilt: Umarmen, lösen, heilen!

 

08.Juni 2020

Kein Bock!

Gestern war ich beim Bäcker um Brötchen zu kaufen. Weil es euch so wichtig ist, setze ich dafür diese Maske auf. Leider hat mich die junge Dame nicht verstanden. Kein Wunder. Zuhause fehlten dann Brötchen. Ich sagte mehrmals, immer lauter werdend: zwei, 2, z-w-e-i Käsestangen.

Hat sie nicht gehört. Es war nur eine in der Tüte. Es gibt schlimmeres und ich bin kreativ.

 

Wer diese Einladung aufmerksam liest, wird verstehen, dass ich meine Anwesenheit hier abgesagt habe. Du würdest es anders machen, ich weiß. Wir sind aber Individuen und haben etwas bekommen von unschätzbarem Wert: einen freien Willen. Ich habe schlicht und einfach keinen Bock mich mehrere Stunden in einen Raum zu setzen, mit Zwangsmaske, auf der Hut sein zu müssen, über Sinn und Unsinn zu diskutieren, laut werden zu müssen, weil alle Worte irgendwie verschluckt werden. Kein Bock, null. Es ist schlicht und einfach menschenunwürdig und diskriminierend! Davon bekomme ich Kopfweh und wenn ich die Ursache erkenne, muss ich mich dieser ja nicht permanent aussetzen. Ist masochistisch. Dafür habe ich mich viel zu lieb. Ich diskutiere auch nicht mehr über unsinnige Konstruktionen. All dieser Spalterei bin ich überdrüssig geworden. Es interessiert mich einfach nicht mehr, null.

Ja, ich habe mich selbst überwachsen, eine Ent-scheidung getroffen. Darauf folgte eine spürbare Er-leichterung.

Durchlichten, umarmen, verbinden, erlösen.

Ich lebe und das macht mir Spaß! Der alten Welt sage ich: leb wohl.

Es gibt kein richtiges Leben im falschen.

 

06.Juni 2020

Aletheia

Wahrheit, Unverborgenheit des Seins

Wenn man einen Schleier wegzieht, sieht man das Eigentliche.

übermalte Postkarte

Wie kann es eigentlich sein, dass ein 6jähriges Kind bei der Polizei einen Strafbestand anzeigt, den man nach einem halben Jahr einfach unter den Tisch fallen lässt? Ist nie passiert  in eurer Welt. Tja, da kann man leider nichts machen. Alles vernichtet. Aber, wir schaffen das! Du musst dich nur ganz besonders anstrengen, dann wird das mit dir. Vergiss mal die Vergangenheit. Selber Schuld! Schwamm drüber, wir müssen nach vorne sehen.

Wer ist „Wir“?

Ja, das habt ihr nicht so gerne, wenn man Fragen stellt. Ist doof, wenn alles ans Licht kommt, der ganze Filz euch/uns um die Ohren fliegt. Und das wird es.

All das, was gerade passiert, kenne ich schon. Ihr macht mir auch keine Angst mehr. Funktioniert echt super, die Sache mit der Angst. Und kommt dann noch Scham und Schuld dazu, die einem systematisch eingeredet wird, kann es schwer werden, sehr schwer. Für mich will ich die Verantwortung übernehmen. Eure aber müsst ihr schon selbst tragen!

Bei all dem, was jetzt kommt, möchte ich allerdings vor Rache und Vergeltung warnen. Das ist NICHT die Lösung.

 

05.Juni 2020

Fehler!

Besonders erstaunt bin ich des Öfteren über die Verwendung von Zeichen in der Vergangenheit (und der Gegenwart), die alle unterwandert sind. Mir ist das nicht immer bewusst. All diese Konditonierungen, die jetzt so nach und nach aufgedeckt werden.

2018

Da werden wir uns alle auf einiges gefasst machen müssen, wenn jetzt der Teppich weggezogen wird.

Wichtig ist immer der Inhalt.

Nach Korrektur

Umarmen

Lösen

Heilen

kommt dann endlich das Gute.

 

04.Juni 2020

76000000000$

in wenigen Wochen auf 5 verteilt! Sack Zement.

Als bodenständiger Mensch habe ich mit solchen Zahlen Probleme. Und das ist ja auch nur die Spitze des Eisbergs. Gibt ja noch viel mehr Profiteure der Angst und Summen, die keiner be-greifen kann.

Divide and Play (Paradise for Gamblers) 1,40 x 1,40 Öl auf Leinwand

Wie immer geschickt gemacht. Hut ab. Das ist so alt, kennt ein jeder und doch fallen wir immer wieder darauf herein.

Es dreht sich im Kreis und bekommt einen Spin, der zum Kollabieren führen wird. Vorwürfe, Anklagen und Diffamierungen halten alles aufrecht. Dafür sorgen wir schon. Läuft ganz von allein. Was dann übrig bleiben wird, wenn die Teile abfallen?

 

03.Juni 2020

Realität

Transfer auf Holz 2017

Man kann sich ja etwas wünschen….  Spätestens, wenn die Abrissbirne und der Bagger vor der Tür stehen, wird man von seiner Illusion abrücken müssen.

Die Wirklichkeit, das, was wirkt, beginnt immer mit ihrer Betrachtung. Ist aber immer perspektivisch und geprägt durch den persönlichen Hintergrund. Wenn man aber jede Menge Zement einzig und allein für die eigene Meinung vergeudet, wird es ein böses Aufwachen.

Im radikalen Konstruktivismus, nachzulesen bei Paul Watzlawick, ist es genau das Scheitern unserer Konstruktionen, die die „wirkliche Welt“ offenbaren. Das erste Opfer der Vernunft ist der Verstand.

Was braucht es eigentlich im menschlichen Organismus zum Erkennen der Realität? Eine gesunde Psyche. Genau dafür ist sie da. Jetzt lebt der Verfasser dieser Zeilen in Deutschland. Deutschland hat eine kriegerische Vergangenheit (andere Länder auch) und genau das führt zu unzähligen Traumatisierungen. Es gibt genug Fachleute, die sich damit auseinandersetzen und immer wieder darauf hinweisen, was zu Traumatisierung führt. Zu meinen, man selbst sei davon nicht betroffen, ist waghalsig und unklug.

Und dann gibt es noch Karma. Jede Menge.

 

31.Mai 2020

Masken

Wahrheit ist ganz einfach, simpel sozusagen, klar, kurz und knapp und kommt mit wenig Worten daher.

Wenn man Wahrheit spricht, glaubt einem das keiner (Max Frisch).

Ver-Rat-Schlag Collage/Öl auf Karton 2018

Ein Bekannter erklärte mir einmal seine Vorgehensweise.

Habe er ein Problem im Haus und müsse einen Handwerker bestellen und dieser würde ihm dann umständlich, ausschweifend eine halbe Stunde lang erklären, wie der Fehler zu beheben sei, so würde er diesen sofort wieder wegschicken.

 

29. Mai 2020

Wieso?Weshalb?Warum?

Was haben wir Eltern und Großeltern gelöchert mit der Frage: Wie war das eigentlich damals? Warum hat denn keiner etwas getan? Ihr hättet doch…! Wie konnte so etwas passieren?

Was haben wir geurteilt, verurteilt, diffamiert und in Schubladen geteilt.

Wir waren uns ganz sicher: Niemals hätten wir! Da kann kommen was will, mir passiert das nicht. Ich würde….! Nein, nein, nie wieder!

Und?

Ereignisse wiederholen sich so lange, bis sie erlöst und geheilt werden. Jede Rückwirkung (was ist die Ursache?) ist immer auch Hilfe. Wiederholungszwang. Dabei ist es ungemein wichtig, für welche Seite man sich entscheidet! Dafür oder dagegen? Hier muss man auch wissen, was man will.

Denen, den so etwas passiert, haben wir ein verächtliches: Hast du wohl verdient! hinterhergerufen. Selber Schuld! Wir hielten uns für unantastbar.

Was mag wohl passieren, wenn zwei Halbwahrheiten miteinander kämpfen?

Die Wahrheit kommt ans Licht. Und so etwas lässt sich nicht aufhalten. Nimmer mehr.

Das kann recht schlimm sein, sogar unerträglich. Manchmal endet es in einer Katastrophe. Und eine Katastrophe muss nicht unbedingt schlimm sein (siehe oben). So manche Katastrophe stellte sich rückblickend als ein wahrer Segen heraus.

Wie es endet, liegt in deiner Hand. Und es gibt ein Mittel zum Guten. Das ist Arbeit und es hilft. Man nennt es Versöhnung und Mitgefühl ist auch dabei.

Die Standpunkte dürfen bleiben und sie bekämpfen sich nicht mehr.

 

286. In der Mitte ein Leuchtturm, 140×160 Acryl auf Leinwand, 2019

Dreht man eine 8 auf die Seite, bekommt man ꝏ

infinitas

 

28. Mai 2020

Corruptio

lat. Verderbtheit, Bestechung, Schädigung, Verderben, Verführung, Zerstörung

führt im Allgemeinen zur Sittenverderbnis

Jetzt kann man meinen, dass seien immer die anderen, vor allem die Reichen, Wohlhabenden und Mächtigen. Stimmt auch zum Teil und! ist in jedem. Ein jeder hätte gern einen Vorteil und ist bestechlich. Edel und gut wollen wir sein.

Auf der Suche nach dem Glück, Liebe, Gesundheit, Wohlstand und Zufriedenheit haben wir schön unsere Verantwortung abgegeben. Ja, sie ist uns auch abgenommen worden und wir wuchsen dort hinein. Irgendwann sollte man aber anfangen und seine eigene Verantwortung zu übernehmen lernen.

Dafür muss Mensch aber erstmal wissen und schauen, vieles umkrempeln. Ganze Weltbilder gehören einmal auf den Kopf gestellt.

Was, wenn die Welt gar nicht so ist, wie man meint?

Zeichen gibt es en masse. Da gilt es Standpunkte zu verändern und die Augen weit aufzumachen.

 

Durch nichts als die Seele sind die Sinne zu heilen,

und durch nichts als die Sinne ist die Seele zu heilen.

Oskar Wilde

 

27. Mai 2020

Humilitasmor!

 

Druckstellen, Der Verstand I-III (Sacrificium Intellectus)

Der hochgezüchtete Verstand treibt mitunter eigenartige Früchte. Ein Mangobaum, so er denn Früchte trägt, neigt seine Äste zu Boden. Ein demütiger Mensch hat Humor. Das versteht nicht jeder. Tut auch ein bisschen weh. Ich weiß.

 

26. Mai 2020

So! Sie spielt nicht mehr mit!

lalala…..2019

Und, sollte was sein, dann

N_icht so gemeint 50 x 60 MixedMedia auf Papier

25.Mai 2020

Gewachsen wird von unten nach oben.

Öffnung findet zu beiden Seiten statt, nach rechts und nach links, open minded.

Dabei ist alles schön voneinander zu trennen!

Zusammen mischen gibt braungraue Matsche. Klumpatsch.

 

Bewusstsein über den individuellen und kollektiven Schatten herzustellen ist die beste Methode, die Schatten aufzulösen. Bewusstsein heilt. Die Integration der Schatten ist eine Notwendigkeit für den nächsten Schritt in der Evolution.

Ken Wilber

 

 

24.Mai 2020

Gott liebt mich, wie ich bin. Fange ich an, seine Liebe zu verstehen, möchte ich nicht mehr bleiben wie ich bin.

Zuerst einmal will ich sagen, dass ich keiner Kirche angehöre und auch kein Anhänger irgendeiner Partei bin. Nada. Außerdem bin ich ein Kind dieser Zeit. Manche nennen sie das Kaliyuga. Da mache ich mir nichts vor.

Als ich anfing hinter den Vorhang zu blicken, war ich zuerst entsetzt, auch wütend. Habe mich gewehrt, war euch sehr böse. Und mir auch.

Jetzt sage ich euch: Danke!

Danke, das so viel Liebe fließt.

 

23.05.2020

 

 „Alles Leben ist Problemlösen“

lese ich bei Popper.

Erst einmal muss ich sie bemeistern, diese Probleme.

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Sagte einst Albert Einstein.

Zu meiner Problembemeisterung schaue ich mir dein Video an. Dort erklärt ein sympathischer Mann den Bau einer Maske unter der ich atmen kann. Zum Schluss wünscht er in dieser unerklärlichen, nicht verstehbaren Situation alles Gute. Er vertraue auf die Expertise der Virologen und Epidemiologen.

Ja, genau. Das ist der Unterschied!

Ich vertraue nur auf Gott.

 

22.05.2020

 

„Denk nicht, was du fühlst und fühl nicht, was du denken sollst.“

Und täglich grüßt das Murmeltier

Schon lange habe ich dich durchschaut. Vorher bin ich dir auf den Leim gegangen.

Ich hab alles in die Waagschale gelegt und gebe es auf. Lasse los. Es führt zu nichts, nur zu Widerstand.

Macht ihr mal.

 

21.05.2020

„Bedrängnis bewirkt Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung“ Römerbrief 5,3

Mit behaarlicher Widerstandskraft wartet ein Samenkorn. Nicht alles wird aufgehen. Aktives Aushalten und Durchhalten. Makrothymia.

Zuerst überraschte mich der Garten im Frühjahr mit vielen blauen Hyazinthen. Über viele Jahre habe ich mich regelmäßig beschenkt und sie in die Erde gesteckt. Zum ersten Mal sehe ich meine drei Rhododendren gleichzeitig in weiß, rot und rosa blühen! Im Stadtwald sah ich eine Eule. Zwar bedrängt von lauten, aufgescheuchten Krähen, die ihre Brut schützen, aber immerhin! Hätte ich nicht für möglich gehalten. Der See vor der Haustür sowie der Fluss führen klares Wasser. Ich kann bis auf den Grund sehen. Das Kraut schießt enorm und für alles gibt es auch eines. In nie dagewesener Fülle, oder habe ich es sonst nie bemerkt?, steht hier die Knoblauchsrauke. Man kann sie bei einer Erkältung nutzen. Mutter Erde macht uns Geschenke. Am laufenden Band.

Altes wird nun begraben und Neues wächst.

Der Weg der Liebe ist nicht sanft.

Zerstörung ist die Tür, die zu ihr führt.

Die Vögel ziehen Kreise ihrer Freiheit durch den Himmel. Wie das?

Sie fallen.

Und indem sie fallen, werden ihnen Flügel gegeben.

Rumi

 

Und am helllichten Tag läuft mir der Igel über den Weg. Das kleine putzige Kerlchen kennt bei Gefahr nur eine Kampfhandlung: er rollt sich zusammen und schützt seinen weichen Kern.

 

20.05.2020

 

Nie fragt der Apfelbaum die Buche, wie er wachsen soll

William Blake