08.Februar 2021

Schriftlich teile ich der Leiterin einer Zwangsanstalt mit, das jetzt erst mal Pause ist. Die Antwort habe ich schon erwartet und sie überrascht mich nicht. Ich solle dies und müsse das, sonst…….!!!! droht sie. Schlimme, schlimme Konsequenzen werden angekündigt.

Ach, denke ich, old school. Soooooo langweilig. Na ja, sie glaubt halt dran, hat ihr Leben danach ausgerichtet. Ich kann es verstehen. Wir alle haben das. Und ich beobachte entspannt, wie der Verstand darauf anspringt und Angst hoch kriecht. Ja, so funktioniert das. Gedanken malen schlimme Horrorszenarien: dann kommt dies und dann das und zum Schluss Hartz IV oder die Brücke. Ich weiß. Alles schon so oft gedacht. Langweilig. Immer wieder die gleichen, langweiligen Gedankengänge, wie eine gezogene Loipe im Schnee. So fährt es sich viel leichter, haben sie uns weisgemacht und ein jeder blieb brav in der Spur.

Es ist mir egal, so was von. Ich glaube nicht mehr dran. So viele Dinge wurden gelehrt und stützen diese ganze Konstruktion. Eine künstliche Welt an der wir alle mitwirkten. Bis jetzt, denn ich habe eine Wahl. Mutationen über Mutationen. Wir leben mittendrin und jetzt soll das bekämpft werden.

Als wenn hier noch einer drohen könnte! Es stürzt alles zusammen und dabei wird unheimlich viel Krach gemacht. Ich säe Samen, leise und still und lasse das Gesetz der Abstoßung wirken.

Es gibt unendliche viele Möglichkeiten, für die ich mich öffnen kann. Aller Anfang ist ein Gedanke. Das sind unsere Samen, die wir auslegen können. Zuerst ist es nur ein Gedanke, dann ein Wort, dann eine Handlung, eine Gewohnheit und zum Schluss ein Schicksal.

Ein Mensch, der mir droht, will seine Gedanken in mich säen. Kann man annehmen, muss man aber nicht. Wenn ich mir die angedrohten Konsequenzen ansehe, komme ich zu der Erkenntnis, dass das eigentlich das Tor zur Freiheit ist.

Wohl an.

Ich wähle Freiheit.

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