24.Februar 2021

Nach 8 Tagen Fasten gehe ich in die Welt und sitze danach völlig baff in meiner Küche. Was ist das? Es ist schwer in Worte zu fassen. Spontan fällt mir der Bergriff surreal ein. Is this real? Die Welt da draußen ist gleich einem Traum. Hier muss ich korrigieren. Sie ist irreal! Das, was erzählt und gedruckt wird passt nicht mehr in meine Form, zu mir! Es ist imaginär.

Ich muss lachen! Was ist das da draußen? Was geschieht dort?

Nach einer sehr, sehr anstrengenden und langen* Geburt ist etwas geschlüpft. Es lebt! Gleichzeitig ist etwas gestorben und ich realisiere es ganz, ganz deutlich. Sehr schmerzhaft, wenn der Zwillingsbruder geht, sich aus eigenen Stücken abmeldet. So viel Enttäuschung und Verrat und sehr viel Angst, Schuld und Scham, weil ich übrig blieb. Allein, mit allem so allein und verlassen. Ich kann ihn sehr gut verstehen. Er wollte keine Projektionsfläche bieten und es ist seine Entscheidung. In dem Teil, der übrig blieb,

der Wunsch männliche und weibliche Energie zu befrieden, zu heilen. Heilung ist nur nie das, was ich dachte. Erst kommt es anders und dann kommt es gut.

Und dann die Gewissheit, immer mehr: alles, was mir geschieht ist mir eine Hilfe. Es geschieht nur mir und ist in mir. Es wiederholt sich im Außen so lange, bis ich bereit bin, es anzunehmen und zu fühlen. Draußen ist Ablenkung und Zerstreuung und in mir ein ganzes Universum göttlicher Lichtenergie. Riesen-Tiger-Kraft. Die ganze Zeit habe ich mich im Kreis gedreht! Um meine Mitte herum. Zeit ist eine Vorstellung und je näher man an seinen Kern kommt, desto schneller empfindet man sie. Dabei geschieht vieles gleichzeitig und es springt hin und her und ist sehr verwirrend. Und mit einem Plopp ist sie da, die neue Welt. Und in dieser Welt ist grad alles langsam, ruhig, leicht, friedlich, besonnen und es gibt viel neues zu entdecken. Die Beine noch etwas zittrig gehe ich vorsichtig und dosiert, fest verankert, breite meine Flügel aus. Und mit dem Fallen werde ich gehalten.

Dann wird abgenabelt.

Wohl an!

Und rückblickend denke ich: war doch alles gar nicht so schlimm, wie ich dachte!

*ist relativ gesehen zur Unendlichkeit ein Klacks 😉

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