21.05.2020

„Bedrängnis bewirkt Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung“

Römerbrief 5,3

Mit behaarlicher Widerstandskraft wartet ein Samenkorn. Nicht alles wird aufgehen. Aktives Aushalten und Durchhalten. Makrothymia.

Zuerst überraschte mich der Garten im Frühjahr mit vielen blauen Hyazinthen. Über viele Jahre habe ich mich regelmäßig beschenkt und sie in die Erde gesteckt. Zum ersten Mal sehe ich meine drei Rhododendren gleichzeitig in weiß, rot und rosa blühen! Im Stadtwald sah ich eine Eule. Zwar bedrängt von lauten, aufgescheuchten Krähen, die ihre Brut schützen, aber immerhin! Hätte ich nicht für möglich gehalten. Der See vor der Haustür sowie der Fluss führen klares Wasser. Ich kann bis auf den Grund sehen. Das Kraut schießt enorm und für alles gibt es auch eines. In nie dagewesener Fülle, oder habe ich es sonst nie bemerkt?, steht hier die Knoblauchsrauke. Man kann sie bei einer Erkältung nutzen. Mutter Erde macht uns Geschenke. Am laufenden Band.

Altes wird nun begraben und Neues wächst.

Der Weg der Liebe ist nicht sanft.

Zerstörung ist die Tür, die zu ihr führt.

Die Vögel ziehen Kreise ihrer Freiheit durch den Himmel. Wie das?

Sie fallen.

Und indem sie fallen, werden ihnen Flügel gegeben.

Rumi

Und am helllichten Tag läuft mir der Igel über den Weg. Das kleine putzige Kerlchen kennt bei Gefahr nur eine Kampfhandlung: er rollt sich zusammen und schützt seinen weichen Kern.

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