13.November 2020

Vor Jahren wünschte ich einmal sehr intensiv authentisch zu sein, frei zu sein, ich ganz ich selbst zu sein. Da war ich sehr unbedarft. Ich stellte es mir als easy going vor. Ein schöner Spaziergang und dann ist alles Sonnenschein! Ja, habe ich nicht besser gewusst 😉

Vor Jahren las ich auch Arno Gruen. Beim Lesen bekam ich ganz eigenartige, beängstigende, schreckliche Gefühle. Ich erkannte folgendes: Ich bin das auch! Ein Teil in mir ist Hitler. Krass, voll krass. Das war eine schlimme Zeit und ich habe es gefühlt. Seit dem bin ich mit dem Nazijäger-Programm durch. Mir macht damit keiner mehr Angst. Ich sehe die Manipulation. Das ist Freiheit. Und wenn dir mal einer diesen Spruch sagt: „wir sind mit allem verbunden“, dann kannst du es mal wagen und fragen und dann kannst du sehen, wie es gemeint ist. Ja, wir sind mit allem verbunden. Mit Gandhi, mit der Sonne, mit der Liebe, mit der schönen Natur…………….. und mit Hitler, mit dem Hass, mit der Wut. Nein? Doch lieber nicht? Na, dann ist das noch keine Freiheit.

Jetzt kommt meine C-Erkenntnis.

Vor Monaten stand ich auf dem Markt und hatte diesen Stofflappen um und die Tränen liefen mir übers Gesicht. Große Traurigkeit. Ich darf mich nicht so zeigen, wie ich bin. Ich darf mich nicht ausdrücken. Man verbietet mir frei zu atmen! Das verletzte mich dermaßen und ich fühlte Wut! Ja, Hass auf jene, die mir das antun, ist auch dabei. Ich entschloss in den Widerstand zu gehen und euch die ganze Zeit das vor die Füße zu kotzen. Sklavenhändler! Was ich dabei nicht haben wollte war mein Gefühl von Traurigkeit, Ohnmacht, Machtlosigkeit. Eine tiefe Verletzung in meinem System. Diese Gefühle wollte ich nicht zulassen. Auch Hass ist schwierig. Und damit entferne ich mich von mir selbst, gehe in den Kopf. Trenne mich ab, kämpfe. Ihr solltet das ändern! Ihr sollt so sein, dass ich das nicht fühlen muss. Eigentlich erkenne ich die ganze Zeit meine eigene Geburt und mein Leben darin wieder. Ich war zu groß, zu wild, zu ausdrucksstark, zu lebendig, voller Freude. Das sich hier etwas wiederholt, dessen Ursache ich einmal setzte, auch das musste gelernt werden. Hier geht es um Eigenverantwortung und Selbstermächtigung. Das ist Freiheit.

Jetzt sehe ich, dass das schon wieder die Konditionierung ist. Meine Güte, hört das denn nie auf?! Und weißt du, was ich jetzt mache? Ich setze mir diese Maske auf und gehe mit meinen Gefühlen in ein neues Leben. Das ist Freiheit. Ich fühle. Ich übernehme die Verantwortung für all diese Gefühle in mir. Es sind meine und ich habe sie kreiert. Das ist auch so eine Freiheit, die ich in mir erfühle: Ich bin liebevolles Bewusstsein, Licht, Liebe, ein Riese, eine alte Seele, unsterblich, weit, offen, sprudelnd. Das ist mein Ausdruck und ich habe euch nie einen vorgemacht. Nur mir selbst mache ich hin und wieder einen vor. Wird aber besser. Es gelingt mir immer besser.

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