17. Oktober 1984

Da ich mich mit dem Genderquatsch nicht beschäftige, bitte ich um Nachsehen. Habe mir einfach eine Zeichensetzung ausgedacht, war kreativ.

Damals, auf einem Elternabend in der Grundschule, stellte die Oberhäuptlingspädagogin die Klassensituation vor und sagte folgendes: „Es läuft derzeit gut. Nur mit den Jungs gibt es manchmal Auseinandersetzungen. Ich werde nochmal mit denen reden.“

Ich dachte: au Backe! Next Generation Weichei.

Ich werde nochmal mit denen reden. Dieser eine Satz und darin lag so viel….Macht! Über-reden, Vollreden, bearbeiten, bekehren, weichkochen.

Hier in meinem Umfeld wollen alle „gut“ sein. Viele sind so „gut“, dass sie mich gehässig oder aggressiv schimpfen, wenn ich sie mit Fakten konfrontiere. Und tschüß! Andere massieren sich selbst den ganzen Tag die Ohrläppchen und sind so „gut“. Bloß kein Karma! Bloß nicht auffallen und böse Energie anziehen. Niemals wütend sein, weil böse!! Still halten, Maske auf, Abstand! Ich meditiere! Und tschüß!

Ich habe nichts gegen meditieren oder beten! Ich glaube auch an Karma! Aber, echt jetzt? Glaubt ihr wirklich, dass bald ein Trump oder Putin oder die Engelchen kommen um euch zu retten? Sicherlich werden die wirken, davon bin ich fest überzeugt. Aber durch uns! Man muss da was tun, in Bewegung kommen, mal was riskieren, mutig sein, Verantwortung übernehmen.

Meine Güte, was seid ihr im Sack! Und zwar ohne Eier. Sie haben euch schön in den Sack gesteckt, wir haben uns da rein gesetzt, und da sitzen wir jetzt, om. Beten und warten. Das ist die Konditionierung. Sie funktioniert an allen Seiten.

Wo sind se hin, die harten Kerle? Männer, stolze Kämpfer? Wo sind die Frauen, die Mütter, die kämpfen?

Armes Deutschland.

Sklavenvolk I-III, MixedMedia auf Buchbinderkarton, 2020

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