27. August 2020

Alles, was ich sehe, ist auch in mir.

Alles, worüber ich mich freue, ist in mir.

Alles, worüber ich mich aufrege, ist auch in mir.

Ich sehe das, was in mir ist.

Tue ich so, als wäre etwas nicht in mir, verstärke ich es im Außen. Wahrheit sieht aber doch anders aus.

Ich wollte die Wahrheit (habe ich mir mal gewünscht), jetzt habe ich sie.

Und nun? Was mache ich jetzt damit?

Auflösen! Und zwar den Teil in mir, der mit dem Außen/der Person/dem Problem hadert, so dass er frei wird. So bin ich kein Opfer mehr der Umstände, sondern in meiner Verantwortung.

Da ist zum Beispiel der Herr S.

Herr S. tut wichtig und maßt sich an zu wissen. Er bestimmt über andere und zwingt. Er verdreht und macht´ne Welle.

Wenn ich so wäre wie er, warum wäre ich so? Da mich sein Verhalten ärgert, empört und ich keinen Bock mehr habe mich mit ihm zu streiten und es doch auch anmaßend wäre zu sagen: Ey!, ändere dich mal, spreche ich den Teil in mir an, der mit seinem Verhalten in Resonanz steht:

Es tut mir leid.

Ich liebe dich.

Danke.

Da ist die Frau M.

Frau M. meint, sie sei hier die Bestimmerin. Mal sieht sie es so, mal andersherum. Sie möchte gerne herrschen und die Zügel in der Hand haben und dann möglichst kurz halten. Irgendwie tut sie ganz nett und fürsorglich. Und dann holt sie doch die Peitsche raus. Sie gibt das ganze Geld aus, schmeißt es aus dem Fenster.

Ich überlege, wie es wäre, wenn ich so wäre und womit ich das erzeugt haben könnte? Diesem Teil in mir sage ich:

Es tut mir leid.

Ich liebe dich.

Danke.

Da ist der Mensch.

Er trägt eine Maske, Scheuklappen und Ohrenstöpsel. Er will nichts mehr sehen, nichts mehr hören. Er hat sich das Sprechen verboten/verbieten lassen.

2. Hermetisches Gesetz, 50×70 auf Buchbinderkarton 2020

Was ist ihm wohl passiert? Warum ist er so?

Hat man ihm Angst gemacht? Gesagt, er solle den Mund halten? Gesagt, er sei ja noch klein und hätte nichts zu sagen? Gesagt, er hätte zu gehorchen? Gesagt, er sei schlecht oder sogar böse? Gesagt, er könne nichts und müsse das machen, was die Großen sagen? Gesagt, er sei schuld? Gesagt, er solle doch jetzt vernünftig sein und das einsehen. Man meine es doch nur gut mit ihm? Hat er sich gefügt in seiner Abhängigkeit und seiner Ohnmacht? Sein Eigenes verloren?

Es tut mir leid.

Ich liebe dich.

Danke.

Möge Segen sein!

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