02.April 2021

Wir behaupten wir hätten eine Seele und seien Körper. Sind wir nicht in einer Seele und haben einen Körper?

Kommt ein Baby hier an, so bringt es schon etwas mit. Es ist kein neues, unbeschriebenes Blatt, sondern Geist in einem neuen Körper und Teil einer großen Seele mit sehr viel Erfahrungen. Guten wie weniger guten. Welche Erfahrungen mögen in mir schlummern? Welche brachte ich hierhin mit aus der Vergangenheit? Welche schlummern in den Eltern oder Großeltern? Wir sind Sender und Empfänger gleichermaßen.

Ist ein System offen, schutzlos, so kann es sich nicht erwehren, denn es hat noch keine Widerstandskräfte. An den Dingen, die wir mitbringen haften sich neue und da kann sich etwas ordentlich zusammenbrauen. Je größer die Energie, desto größer die Anziehung (Abstoßung). Sind wir vielleicht gar nicht be-schränkt, sonder ver-schränkt? Vielleicht laden wir uns ja in der eigenen Erregung die Daten vom Gegenüber in unser System und schwups kommt das Trauma, ein Negativprogramm, vom Großvater zum Beispiel ins eigene. Dann wirkt plötzlich seins in mir und die Vergangenheit wirkt bis in die Gegenwart. Ist es meins, was da wirkt?

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! Sollte man meinen.

Jetzt lebe ich in einem sehr geschichtsträchtigen Land. Hier gab es Hexenverbrennungen, Folter, Verfolgung, Kriege noch und nöcher, die Pest und die Spanische Grippe und noch viel mehr. Mit was für Ereignissen mag ich mich verschränkt haben? Und jetzt denke ich an deja-vu und Dissoziation und all das, was wir „Krankheit“ nennen und abschieben ins Unbegreifliche und irrationale. Diese „Krankheiten“ sind nur Symptome und wahrscheinlich schon die Heilungskrise, die wir aber falsch deuten und bekämpfen. Der Anfang einer Krankheit ist uns oft gar nicht bewusst.

Was ist Irrationalität? Es ist abgesperrtes, blockiertes Wissen. Weißt du von der Geschichte oder glaubst du nur zu wissen? Und die Geschichte ist sehr wichtig. Sie ist ein Lehrmeister.

Ich weiß, dass ich nichts mehr so schnell glauben will. Da bin ich sehr vorsichtig geworden. Ich weiß von Intuition.

Weißt du von deiner Geschichte, was dir passierte? Kennst du den Inhalt deines Rucksacks? Weißt du von der Geschichte deines Gegenübers? Es ist unsere Aufgabe uns selbst emotional, somatisch und mental zu durchdringen, damit sich die Anhaftungen auflösen, der Rucksack leichter wird. Ansonsten laufen sie uns immer in die Spur und wir gebückt. Wir regen uns über unser Gegenüber auf, weil es mit uns zu tun hat. Es geht gar nicht anders. Wir sehen das, was in uns ist und wirkt und bekämpfen es im Außen und so mit in uns selbst. Wir wollen es im Außen lösen und sehen uns dabei nicht, führen Schattenkriege. Ich bin Du und Du bist Ich. Wären wir alle in Frieden damit, mit allem in Frieden, so wäre es ein paradiesischer Planet. Wir hörten auf beim Gegenüber die Schuld und die Verantwortung zu suchen. Und dann, wenn wir so gut es eben geht, den eigenen Rucksack aufgeräumt haben, es also schon leichter ist, dann müssen wir lernen NEIN! zu sagen. Aufrecht, standhaft. Wir wissen dann, das man ein Kind, dass dem noch schutzlos ausgeliefert ist, nicht in solche EinBildungsEin-Richtungen steckt, wo man nicht so genau weiß, wer da wirkt, ein-wirkt. Wir geben es nicht aus unserer Hand. Wir wissen, was dort in KRANKENhäusern bei der Geburt passiert und wir wissen, das Vater Staat und Mutter Kirche nicht für die Erziehung unserer Kinder verantwortlich sind. Wir warten nicht auf Führungskräfte, wir werden zu Führungskräften. Zuerst sich selbst mit Sauerstoff versorgen, dann die Kinder oder Sitznachbarn. Alles andere macht keinen Sinn.

Ich habe mich täuschen lassen

Ich habe mich belügen lassen

Ich habe mich verführen lassen

Ich habe mich betrügen lassen

Ich habe meine Verantwortung abgegeben

Ich habe mich zwingen lassen

Ich gab meine Macht ab

Ich habe mich getrennt

Ich habe mich missbrauchen lassen

Ich habe mich bestechen lassen

Ich habe mich unwissend gehalten

Ich habe mich beugen lassen

sprach der Souverän

Wir leben auf einem Planet voller Leid. Leid erzeugt Druck. Druck führt zur Reinigung. Es gibt Teile, die werden wir lassen müssen, weil alles einem freien Willen unterliegt. Das einfachste wird sein, wenn wir uns in Frieden verabschieden. Wir können uns einfach umdrehen und gehen. Wir müssen nicht nach treten oder sie verwünschen und ewig die gleiche Leier starten, Murmeltiere beleben. Es werden nicht alle mitkommen wollen. Das, was fällt, liegen lassen.

Das, was kommt, willkommen heißen und mitnehmen.

Beim Waldspaziergang gehe ich drei Stunden lang durch eine ausgeräumte Landschaft. Alle Fichten wurden entfernt. Buchen, Erlen, Birken, Lärchen, Eichen ließ man stehen. Riesige Felder von abgesägten Fichtenstämmen säumen den Weg. Turmhoch, wie Streichhözer, liegt das Alte am Wegesrand. Es sind soooo viele und Stümpfe zeugen von alten Standorten. So weit das Auge reicht. Der ganze Weg in voller Sonne. Wie laut mag das gewesen sein, als so viel Wald fiel? Ich war nicht dabei, mein Ohr bekam es nicht zu hören. Es ist das Auge, was nun Zeuge wird. Was sehe ich? Ein Wald der wächst! Neues, starkes, standorttreues Gehölz wird kommen und sich ansiedeln. Zuerst Pioniere, Vorbereiter. Am Ende wird´s ein gesundes, lebendiges, abwechslungsreiches, widerstandsfähiges Biotop. Das kann ich sehen und bin davon fest überzeugt.

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