Heute

Gleich zu Anfang bin ich versehentlich etwas über die Linie getreten im Supermarkt. Es war mein Lieblingsort zum Einkaufen. Die Mitarbeiter, der Marktleiter, die Atmosphäre immer freundlich und zuvorkommend. All das war über Nacht wie vergessen. Ich wurde laut zurechtgewiesen, man wünschte mir die Pest an den Hals und drohte mit Security. Beim Versuch mich mitzuteilen wurde mir nicht in die Augen geschaut. Alle haben weggesehen. Ich fühlte Angst, mein Herz klopfte mir aus dem Hals und ich verschwand, der Körper schrumpfte in sich zusammen. Ich fühlte auch Wut, Kampfbereitschaft, Entsetzen und Hilflosigkeit, Panik. Auf dem Weg nach Hause kamen mir die Tränen. Ich fühle eine tiefe Traurigkeit und gehe dort nicht mehr einkaufen. Ja, ich meide diesen Ort. Ich fühle mich dort nicht wohl, unerwünscht, er ist mir gefährlich. Im Kontakt mit dem Marktleiter erklärt mir dieser, man hielte sich strikt an die Vorgaben. Ich fühle Kälte, Entsetzen, Verzweiflung und Ärger! In mir ist der Gedanke, wie dumm und fremdgesteuert kann man sein? Ich sehne mich nach Solidarität und Menschlichkeit, nach Liebe.

Ich bekam eine Einladung zur Ausstellung! Ich fühlte Freude und mich beschenkt, Dankbarkeit. Darauf habe ich mich vorbereitet und investiert. Dann kam die Einschränkung, Beschränkung. Ja, ich darf, aber nur wenn ich mich verstecke hinter einer Maske und das über Stunden, jeden Tag. Ich fühle einen Verrat an meiner Kunst, an meinem Sosein, an meiner Authentizität. Ich fühle Ablehnung, Einschränkung, Zwang. Ich fühle mich gegängelt, bevormundet und auch unentschlossen. In mir ist ein Konflikt und ich fühle Wahlmöglichkeiten. Ich entscheide mich und sage ab. Das fühlt sich gut an, weil ich mich bewege und mir treu bleibe. Ich fühle auch Zweifel. Ja, der ist da. Ich kann nicht für Freiheit sein und mich so zeigen. Das fühlt sich an wie eine Lüge, ein Verrat. Ich sehne mich nach Freiheit, Angenommensein, Ausdruck.

Die Nachbarin schickt via WhatsApp Nachrichten von Distanzregeln und findet SocialDistancig gut. Sie schickt ein Bild von Infektionsketten, die mir vermitteln, dass ich ein Todesengel sei. Ich fühle Entsetzen und Enttäuschung. Solche Regeln und solch ein Verhalten machen mir Angst. Ich fühle Schuld und Trennung und eine große Traurigkeit. Ich sehne mich nach Verbundenheit, Solidarität und Freiheit.

Zwei Kinderärzte verweigern mir das Attest für an Asthma erkrankte Kinder. „Das macht keinen Sinn.“ oder „Auch mit Atemnot kann man Maske tragen.“ Ich fühle eine unsagbar große Wut und tiefe Traurigkeit über solch eine lebensverneinende Maßnahme. Ich fühle Herzlosigkeit und Kälte, Verwirrung, Ablehnung, Hilflosigkeit. In mir ist der Gedanke an Eugenik und dass die alle nicht aufgepasst haben in der Schule! Ich fühle eine tiefe Enttäuschung und Hass, Ekel, Abneigung, Erschrecken und Angst. Ich sehne mich nach Liebe, Verbundenheit, Solidarität, Herzenswärme und -güte, Nächstenliebe, Mitmenschlichkeit, Nähe und Wärme, Hilfe.

Ich sehe im Außen eine tiefe Abneigung gegen das Leben und muss mit ansehen, wie Kinder schwer traumatisiert werden. Ich fühle mich hilflos, allein, belogen. Das ist Scham und ein Gefühl von Mitverantwortung. Ich habe versucht euch mit Bildern zu zeigen und es gelingt mir nicht. Ich fühle Ohnmacht und Sinnlosigkeit, Lustlosigkeit. Ich muss mit ansehen, wie Freunde sich trennen, von Angst getrieben sind und wir langsam auseinander driften. Ich fühle Kontaktlosigkeit, Vermeidung, Spaltung. Ich sehne mich nach Freude, Verbundenheit, Mitgefühl, Liebe, Solidarität, Mut, Freiheit, Anerkennung.

Der geladene Gast sagt mir ich sei gehässig und das, weil ich ihm einfach nur die Fakten in einer Zahl nenne: 0,3%. Dabei habe ich mich auch noch vertan! Die Zahl ist zu hoch. Sie liegt aktuell zwischen 0,1 bis 0,2%! Ich fühle Wut über diesen Vorwurf. In mir ist der Gedanke, dass sich ein intelligenter Mensch von Angst total verdrehen lässt und nicht mehr bei Sinnen ist. Ich fühle Sinnlosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Verachtung.

In der Gruppe mit spiritueller Leitung ist plötzlich Angst, Abstand und Social Distancing. Ich fühle ein kaputtes Feld und Verlust, Traurigkeit, Abschied, Trennung. In mir ist der Gedanke, dass das sehr Schade ist und dieser Ort des Wohlfühlens, der Nähe, des lockeren Beisammenseins, der Heilung irgendwie zerstört. Ich fühle Unverständnis und Enttäuschung, Einsamkeit, Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein.

Der Mann sagt, wenn ich mich nicht an Trennung und Regeln halte, sei ich rücksichtslos, verantwortungslos. Ich fühle mich wie im falschen Film, fremd. In mir ist der Gedanke, ob jetzt alle total am Rad drehen, verrückt sind. Ich fühle Verzweiflung und sehne mich nach Auflösung, Erlösung, Frieden.

Die Regierung hat es verbockt. Es gab einen Ausweg, den gibt es immer noch, aber man hält stur den Kurs auf den Abgrund. Als Dankeschön dafür, als Hilfe, bekommen wir jetzt Geld, sog „Kinderbonus“. Ich fühle Verachtung, Verantwortungslosigkeit und Entsetzen, Enttäuschung und Verrat. In mir ist der Gedanke an wie weltfremd kann man sein, wie tief kann man sinken? Ich fühle Verlust an Glaubhaftigkeit und Bestätigung meiner Vermutung, Trennung, Ablehnung, Wut, Distanz.

Nachtrag vom 13.09.20

Öffentliche Sitzung der Kinderkommission des Deutschen Bundestages (Kiko) am Mittwoch, 9. September 2020. Prof. Dr. Michael Klundt. ZITAT: „So sind NACHWEISLICH elementare Schutzfürsorge- und Beteiligungsrechte von ca. 13 MILLIONEN Kindern und Jugendlichen verletzt worden. Praktisch alle Entscheidungen und Maßnahmen der Politik seit März / April wurden somit VÖLKERRECHTSVERSTOßEND und BUNDESGESETZWIDRIG ohne vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls vorgenommen.“

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw37-pa-kinderkommission-corona-706358

Politiker bestimmen über mein Leben, meine Würde. Tun sie das? Das können sie gar nicht. Niemand kann das.

Ich sehe zwei Welten, die auseinander driften. Es gibt eine alte Welt voller Übergriffe und Macht und eine neue Welt, da herrscht Frieden, Glückseligkeit, Freude und Liebe. Ich fühle ein klares Ja zur zweiten und meine Wahlmöglichkeiten! Ich fühle eine große Sehnsucht, die sich in Vorfreude verwandelt. Ich fühle Erleichterung und Zuversicht, Erlösung. In mir ist eine unermesslich große Lebendigkeit und ein Vertrauen: alles wird gut! In mir der Wunsch, es möge alles gehen, was dem noch im Weg steht. Möge Segen sein. In mir eine unbändige Kraft nach Leben!

In mir ist ein Ort, der ist heil und ganz. Dort ist Liebe und Verbundenheit. Ich gieße ihn, jeden Tag. Pflege die Blumen und singe Lieder, laut und frei. All diese Gefühle gehören zu mir und ich bin frei diese zu fühlen und nehme sie alle in mein Herz. Ich erfuhr als Kind Trennung und Ablehnung, durfte mich nicht ausdrücken, als die, die ich bin. Dieses Wagnis gehe ich aber jetzt ein und niemand bringt mich davon ab. Das das draußen ist eine Realität, aber nicht die Wirklichkeit. Meine Wirklichkeit sieht anders aus!

Auf der Straße toben und spielen die Kinder, sie sind laut und voller Freude, Leichtigkeit, Fröhlichkeit. Sie drücken sich aus in ihrem Sosein. Alles ist richtig und gut. Jedes Gefühl stimmt. Deine und meine. Wir sagen sie uns, teilen sie uns mit und uns wachsen Flügel. Wir springen in die Luft und werden gehalten, weil wir geliebt werden. Immer.

Postkartenübermalung

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