22.November 2020

Beizeiten fiel ich ja mal von der Bühne und schlug mir den Kopf an. So herausgefallen machte ich mich fragend auf den Weg und verfing mich prompt im nächsten Spinnennetz.

Ja, dass soll mal einer verstehen. Der Fehler ist aber gar nicht so verkehrt. Nur kann ich nicht behaupten, hier irgendetwas zu wissen oder meinen ich kennte jetzt die Wahrheit. Gar nichts weiß ich! Die Schritte sind dienlich, aber nicht die Lösung. Versteh ich selber nicht, ist aber so.

Ich weiß rein gar nichts von der Geschichte, diesen Geschichten. Jeder, der das behauptet spinnt. Ich weiß nur, dass es alles Märchen sind, die wir uns den ganzen Tag erzählen. Also, ich verstehe hier kaum noch irgendetwas. Und das ist auch gut so. Im Moment bin ich sehr gut darin zu sagen, was ich NICHT will. Und ich sitze oben an der Wasserrutsche, strecke beide Arme weit auseinander und sperre mich. Ja, so ist rutschen schlecht, weil ich so nicht durchkommen werde. Aber! ich habe das jetzt schon mal eingesehen und bin auf den Turm gekommen. Das ist schon mal viel.

Es ist ja nicht so, dass ich hier auf einer Zielgeraden gradlinig von A nach B gehe! Es ist eher so, dass hier jemand ein ganz dickes Brett gebohrt hat (Wer?), eine Schraube darin versenkte (Warum?). Die war ein bisschen verknaddelt. Mit lautem Quietschen dreht sie sich jetzt schwerlich heraus, unter größter Anstrengung, spiralförmig, dreht Runde um Runde, solange bis sie locker ist und abfällt. Ja, abfallen, herausfallen!

Nähmen wir einfach mal an, wir seien jetzt so ein bisschen vom Weg abgekommen, lebten in einer „Schein“welt, machten Dinge, die zu wenig nütze sind. Ist dann die Frage, wo wir wieder hin wollen? Ich bin der festen Überzeugung, würden wir Kinder einfach ihre Begeisterung lassen, uns nicht permanent einmischen, dann hätte sich viel erledigt. Einfach Dinge tun, die „zu nichts nütze“ sind, unaufgefordert! Dem Kribbeln folgen. In den Tag hinein leben. Spielen. Da müssen wir wieder hin.

Es wurde nämlich behauptet, dass das nichts bringt. Es sei minderwertig. Wo kommen wir denn da hin? Dann könnte doch jeder tun, was er wollte! Ja, genau.

Also, ich wäre Wolkenguckerin, malte KrickelKrackel-Bilder, das stärkste Mädchen der Welt, Tierversteherin und Budenbauerin geworden. Wälder hätte ich gepflanzt, mit Holunderbüschen und Kletterbäumen. Dafür gibt´s bestimmt auch schöne Berufsnamen. Auf jeden Fall hätte ich mir diese sinnlose Berufsberatung beim Arbeitsamt erspart. Diätassistentin oder Tierpräparatorin! Integralrechnung und Stochastik auch.

Und, was nicht ist, kann ja noch werden. Mit Mut und Hingabe. Und Dankbarkeit, unbedingt. Bin ja schon auf dem Weg, seit Jahren!

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