27.Mai 2021

Ein Brief der Schule flattert mir vor die Augen. Es gibt Grund zur Freude! Ab dem 31.Mai.

Zitat:

„Dann läuft es nach dem Motto: Fast alles ist wieder so, wie es einmal war!“

Der letzte Satz prangt in roten Lettern.

Natürlich liegt das an den Zahlen, die gewürfelt werden….Ob es einen I-Wert von 2,5 gibt oder sogar -4? frage ich mich. Natürlich gilt es für das neue Normal.

Dieses „wie es einmal war“ gilt für mich nicht mehr. Man kriegt einmal herausgedrückte Zahnpasta nicht mehr in die Tube zurück. Geht nicht. Manch einer quält sich schon seit Jahren und ich bin ja noch frisch. Frisch geschlüpft sozusagen. Ja, diese, jene, die immer gewarnt haben, wurden verhöhnt. Genauso diejenigen, dir noch im OP sind oder halt im Aufwachraum. Irgendwie wird immer jemand verhöhnt. Zum Teil ist es auch verständlich. Entehrt, enteiert.

Ehre steht über dem Leben.

Und das der Inhalt wichtiger ist als die Form, das müssen wir erst lernen.

Skin and Bones, authentic self, 2017

Wie bei einem Latexhandschuh, den man abstreift, kommt nun innen nach außen. War schon immer so in einer Krise. Plötzlich ist oben nun unten und rechts ist links, links ist rechts und hin und her. Heilloses Durcheinander. Na, kommt da halt auch mal Luft ran! Durchlüften und durchfeudeln. Läuterung. Scheiße nur, wenn man mit dreckigen Putzlappen rumwischt.

Dahingehend sind wir anscheinend alle gleich. Ja, es scheint mir so, als wären wir alle in dieser Trickkiste und gleichfalls davon betroffen. Keine Heiligen an Bord. Vielleicht noch nicht mal Erwachsene!?

Ich hab noch nie so viel lernen dürfen, wie im letzten Jahr. Hohn und Spott, ja, manchmal, und vor allem endlich entkorkt.

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