13.Dezember 2020

Der Mensch vergisst

seine eigene Geschichte

So viel Zeit verbrachte ich mit dem Lernen, lernte Theorie über Theorie, und vergaß zeitlebens so viel. Ich selbst, als mir das bewusst wurde, machte mir das Leben schwer, zweifelte an mir. Der entfernte Bekannte scheint ein fotografisches Gedächtnis zu haben und ist erfolgreich in dieser Welt. Er erinnert sich genau und kann alles wiedergeben. Faszinierend. Ich wusste immer nur, wo es stand und dachte an Alzheimer oder so, auf jeden Fall behandlungswürdig, im Mangel. Vor allem glaubte ich, mit mir stimme etwas nicht und das sei der Grund für ausbleibenden Erfolg. Es ist wie bei einer Teflonpfanne: bei mir scheint es nicht kleben zu bleiben. Es rutscht so wieder raus. Reaktionsträge und sehr beständig. Ich dachte, es sei ein Makel.

Ich Dummi!

Was wäre eigentlich, ich ließe das mal sein und erkennte, dass alle Theorie nur konstruiert ist! Ja, die Welt, wie man sie mir erzählte, ist nur ausgedacht und ich spule sie gleich einem Projektor nur ab?

Wurde ich dann belogen oder ließ ich mich belügen? „Ich ließ mich belügen“ hört sich immer noch recht teilnahmslos an……

Ganz ehrlich: es gab sehr viele Zeichen, so im Rückblick. Ich hätte es schon erkennen können und ich wurde getäuscht. Vielleicht ist es ein sowohl als auch. Wir dürfen/sollen das auch nicht erkennen.

Lebst du schon oder wirst du noch gelebt? Wer der Lüge glaubt, ist der Lüge Knecht. Ist das eine Frage von Schuld? Lohnt es sich, sich gegen andere aufzulehnen, zu rebellieren?

Warum habe ich mir eigentlich nicht selbst geglaubt? ist die wirklich schmerzhafte Erkenntnis und ich lasse sie wirken. Es ist eine ganz große Lee(h)re, ich falle und falle und falle. Dann stehe ich auf, schüttel mich und gehe weiter. Wieder was ganz wesen-tliches gelernt!

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