11. September 2020

Es ist drei Jahre her, da sah ich auf dem Spaziergang im Sommer ein Bild, dass mich sehr bewegte: Der See lag ausgetrocknet vor mir, die Erde von der Hitze aufgerissen und ein Nest, eine Ansammlung von Geäst, kunstvoll zu einem Kegel aufgeschichtet, eines Blässhuhns, lag frei zugänglich, so dass sich jedes Raubtier bedienen konnte.

Und ich sah, fühlte, empfand diese Metapher. Sehr eindringlich. Der Spiegel war weg!

Mensch am See (mea culpa) 120 x 150 MixedMedia auf Leinwand

Und wer bin ich dann noch? Was bleibt, wenn dieser ganze Popanz, SchnickSchnack, wenn alle Illusion wegfällt? Und ich sah den Schaden, diese aufgerissene Erde, für die ich eine Mitverantwortung fühlte.

Das war keine Schuldfrage, die mich knechtete, es war die Frage, in was für einer Welt ich hier lebe?! Ist sie überhaupt echt? Lebe ich nicht in einer Illusion? Ist da nicht noch sehr viel mehr, versteckt hinter einem Vorhang und ich vielleicht einfach nur auf der falschen Seite? Habe ich mich getäuscht und die ganze Zeit diesem Spiegel getraut? Was, wenn der falsch ist, eine Projektion?

Vorher hatte ich das schon tausendmal gehört, gelesen und gedacht. Irgendwie gewusst, die ganze Zeit, und jetzt war es anders. Ich fühlte, empfand und verinnerlichte. Der Spiegel war weg und es war ein Gefühl, neben Trauer, dass ging durch Mark und Bein: die Verantwortung! Meine Verantwortung. Will ich daran eine Verantwortung haben?, dachte ich. Nein! Auf gar keinen Fall. Wenn alles Illusion ist, wer macht den Spiegel und in welcher Welt will ich leben? Wie stelle ich mir diese Welt vor? Ist der Mensch in sich gut oder böse? Bin ich so auf die Welt geboren? Was ist diese Welt?

Und mit einem Ruck war er plötzlich weg, der Schleier, die Nebelbank. Hatte ich die ganze Zeit geschlafen?

Schlafende Acryl auf Leinwand 80 x 120 2007

Das tat weh und dann machte rückwirkend all das Leiden einen Sinn! Alles sollte so sein, es ist Teil des Plans. Beschenkt wurde ich mit einer zweistündigen inneren Stille und tiefen Zufriedenheit und der Gewissheit: ich bin hier nicht allein.

Ich habe mich auf den Weg gemacht und es war eine Tür geöffnet. Seit dem fallen mir die Dinge unter die Füße und es ist überwältigend! Was gibt es dort alles zu entdecken. Staunen über staunen. Ehrfurcht. Ent-täuschung. Wut. Entsetzen über so viel Täuschung und falsches Denken. Zweifel und Angst. Ohnmacht. Wie konnte das alles passieren? Warum bin ich so vom Weg abgekommen? Ich habe vieles nachholen müssen, richtig rücken müssen. Ich erkannte das Spiel, was hier gespielt wird. Ich sah die Manipulation.

Und es hört nicht auf. Jeder Tag ist ein weiteres Geschenk. Und, das bin ich dir schuldig, es ist die Frage nach der Normalität. Wie wäre ein normales Leben? Wie sähe das aus?

Du freust dich über jeden Tag, bist dafür dankbar. Das Leben ist ein Mysterium, jede Begenung mit einem Menschen oder einem Lebewesen ein Mysterium. Wunder über Wunder. Du bist für alles was geschah dankbar und nimmst es an. Du siehst die Liebe hinter allem und weißt, du wirst gehalten. Du bist vor lauter Glück nicht mehr zu bremsen. Du bist ein machtvolles Wesen und weißt um deine Verantwortung. Du lebst in Selbstbestimmung und bist dein eigener Herr. Du weißt, was für dich richtig ist. Du bist Freude. Du gehst den Weg der Wahrheit und bist nicht mehr davon abzubringen. Du weißt, wer du bist in Wahrheit und der Himmel dankt es dir. Du bist eine unsterbliche Seele mit einem Plan.

10. September 2020

Alles Quatsch? Spinnerei?

Dann haben sie Macht über dich und ihre Konditionierungen funktionieren. Dann geht ihr Plan auf und du bist nur ein kleiner Sklave der funktioniert.

Ist deine Ent-scheidung und die Verantwortung liegt auch hierfür bei dir. Immer.

Der See ist heute voller blühender Seerosen. In einer nie dagewesenen Fülle und Pracht.

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