24.März 2021

Vor langer Zeit formte ich eine Bitte: Bitte erlöse mich von aller Illusion. Und ich lud die Wahrheit ein, rollte einen roten Teppich aus. Ich bat um Zeichen, Bilder, Träume, was auch immer, die mir helfen und die ich verstehe.

Dann hatte ich folgenden Traum:

Ich lebte in einer abgeschlossenen „Stadt“. Diese bestand aus einer großen Lagerhalle und darunter befand sich eine Stadt, unterirdisch, so wie in Edingburgh. Alles war abgesichert, automatisch, so wie im Film „I am Legend“. Irgendetwas war da draußen und gefährdete alle, die in diesem Komplex lebten. Die Regel war folgende: leise sein! Niemals reden, denn sie können uns hören und dann kommen sie, holen uns. Das hat nicht geklappt. Es gab einige, die hatten sich nicht an diese Regel gehalten und es war klar, dass sie wussten, wo wir sind und kommen, wenn die Dunkelheit einbricht. Eine Stimme ertönte: Die Maya kommen! und alle gerieten in Panik, ließen alles stehen und fallen und verschwanden in ihre notdürftigen Behausungen. Nur „ich“ blieb wo ich war, am Tisch, beim Essen, ganz allein und dachte: Ach, ist eh alles egal. Lass sie mal kommen und „ich“ wunderte mich, denn ich hatte überhaupt gar keine Angst, wusste, jetzt wird alles gut. An dieser Stelle endete der Traum. So wach fing ich an zu überlegen und zuerst waren die Maya für mich Inkas und Azteken. Dann sah ich, Maya steht auch für Illusion.

Lange verstand ich diesen Traum nicht und es ist mir ein wenig unangenehm. Ich dachte es gäbe ein „ich“ im Traum und erkannte nie, dass ich alles bin in solchen Träumen. Der Teil von mir, der einfach sitzen bleibt, ist ein Goldstück! Und diese Verräter! Herrlich.

Ich bin mit allem verbunden und vielleicht schon uralt. In mir ist der deep state, in mir ein Kali-Yuga, in mir ist auch ein kleiner Adolf. Und der ist wirklich schon sehr, sehr klein. Ich fand ihn beim Lesen der Bücher von Arno Grün und Franz Ruppert. Nachdem ich eine Metameditation machte, erreichen mich diese Geschichten im Außen nicht mehr. So einfach ist das. Und so schwer. In mir ist ein ganzes Universum. In mir ist „Revolver“ und wo lässt sich der größte Feind am allerbesten verstecken? In mir. So einfach ist das und so schwer. In mir ist aber auch Jesus, Gott, Frieden, Licht, Weite und Wärme. In mir wohnt ein König, ein Magier, ein Liebhaber und ein Krieger. In mir wächst ein Baum, fest verwurzelt, dem Himmel empor reckend. All das bin ich und da draußen gibt es nichts, wirklich gar nichts wovor ich mich fürchten muss. So einfach ist das und auch so schwer.

Was zu tun bin ich gekommen, Vater?

Ein Mensch sein!

Das ist meine Berufung. Ganz einfach und doch so schwer.

Ein Mensch ist ein Riese. Er lebt, ist frei. Niemand steht über ihm, keiner sagt ihm, was zu tun sei. Man schickt ihn nicht zu einer bestimmten Zeit auf Maloche und sagt ihm, wann er nach Hause darf. Er zahlt keine Rechnungen, Steuern und Abgaben. Geld interessiert ihn nicht. Hat er es, dann gibt er es wieder ab und er ist sehr, sehr reich. Er hat keine Schulden, bei niemandem. Er ist kein Knecht, der dient. Er urteilt nicht über einen anderen Menschen oder bewertet. Ein Mensch stellt sich niemals über einen anderen, will besser sein, mehr haben, krieg-en. Er glaubt nicht, er weiß. Er ist stolz, aufrecht und steht in seiner Macht. Er geht nicht wählen, gibt ab. Er trägt. Einen Menschen erzieht man nicht. Es mangelt ihm an nichts, er lebt in Fülle. Ein Mensch diskutiert nicht. Er hat keinen Führer und keinen Retter. Er muss nicht erlöst werden, er ist. Er ist Heiler, ganz und gesund. Er ist bereits schon alles. Er zeigt Gesicht. Ein Mensch bekehrt nicht, er ruht in sich, vollkommen. Er eifert nicht oder neidet, bittet oder bettelt. Er wünscht nicht zu sein oder zu werden, denn er hat, ist bereits schon alles. Er kämpft, wenn es sein muss. Einen Menschen kannst du niemals führen, einsperren oder ihn verurteilen. Für Menschen gibt es keine Institutionen, denn ein Mensch ist schon das Wohl. Ein Mensch vereint Licht und Schatten in sich und ehrt alles Lebendige.

Ein Mensch sein!

Ich ehre den Gott in mir. Ich ehre die Göttin in mir. Ich achte meine Kraft und meine Energie. Ich ehre meine Wurzeln und meine Quelle.

Ich ehre den Gott in dir, die Göttin in dir. Ich ehre deine Kraft und dein Energie. Ich ehre deine Wurzeln und deine Quelle.

Alles andere ist eine Illusion und damit hinfällig.

One thought on “Was zu tun bin ich gekommen, Vater?

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