29. Mai 2020

Was haben wir Eltern und Großeltern gelöchert mit der Frage: Wie war das eigentlich damals? Warum hat denn keiner etwas getan? Ihr hättet doch…! Wie konnte so etwas passieren?

Was haben wir geurteilt, verurteilt, diffamiert und in Schubladen geteilt.

Wir waren uns ganz sicher: Niemals hätten wir! Da kann kommen was will, mir passiert das nicht. Ich würde….! Nein, nein, nie wieder!

Und?

Ereignisse wiederholen sich so lange, bis sie erlöst und geheilt werden. Jede Rückwirkung (was ist die Ursache?) ist immer auch Hilfe. Wiederholungszwang. Dabei ist es ungemein wichtig, für welche Seite man sich entscheidet! Dafür oder dagegen? Hier muss man auch wissen, was man will.

Denen, den so etwas passiert, haben wir ein verächtliches: Hast du wohl verdient! hinterhergerufen. Selber Schuld! Wir hielten uns für unantastbar.

Was mag wohl passieren, wenn zwei Halbwahrheiten miteinander kämpfen?

Die Wahrheit kommt ans Licht. Und so etwas lässt sich nicht aufhalten. Nimmer mehr.

Das kann recht schlimm sein, sogar unerträglich. Manchmal endet es in einer Katastrophe. Und eine Katastrophe muss nicht unbedingt schlimm sein (siehe oben). So manche Katastrophe stellte sich rückblickend als ein wahrer Segen heraus.

Wie es endet, liegt in deiner Hand. Und es gibt ein Mittel zum Guten. Das ist Arbeit und es hilft. Man nennt es Versöhnung und Mitgefühl ist auch dabei.

Die Standpunkte dürfen bleiben und sie bekämpfen sich nicht mehr.

286. In der Mitte ein Leuchtturm, 140×160 Acryl auf Leinwand, 2019

Dreht man eine 8 auf die Seite, bekommt man ꝏ

infinitas

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