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Verwandlung




Was wäre die Verwandlung ohne den Tod?

Es klingt paradox, aber der Mensch muss lernen zu sterben.

Vielleicht hast du den Ort in dir gefunden, der sich immer gleich fühlt und der nicht menschlich altert. Dieser Ort, wo du eigentlich gar nicht so genau sagen kannst, wie alt du bist und Jahre nur für eine unbedeutende Zahl hälst.

Vielleicht kannst du dich dann auch an alte Menschen erinnern, die, obwohl man sie doch darauf hinwies, unbelehbar noch so tun, als seien sie noch in einem jungen Körper beheimatet? Oder unbeirrbar daran glauben, gewisse Hindernisse mit jugendlicher Leichtigkeit zu umschiffen?

Ich mag dich dazu einladen, dir einmal vorzustellen, die haben es noch gar nicht so bemerkt, dass ihr Körper nicht mehr so jung und frisch ist, wie sie sich in diesem Ort fühlen und/oder denken.

Eine Krankheit, Verletzung, Störung ist ein wirklich sehr guter Hinweis, dich zu erinnern, dass du hier nicht allmächtig bist und nichts zu kontrollieren vermagst. Ja, du hast Grenzen. Das klingt und liest sich komisch.

Die Krankheit ist dein Freund.

Es gibt nur einen in dir, der sich darüber empört.

Und es gibt einen, dem ist es so ziemlich scheißegal, ob und wie du jetzt das Wort "Transformation" verwendest, definierst, ob es das überhapt gibt und wie man das richtig macht oder sein lässt. Jener, der die Wahrheit unwiderruflich besiegelt. Jener, dem du nicht mit Konzepten, Theorien und Diskussionen kommen brauchst. Den interessiert es null.

Vorher kannst du ja noch so tun als ob, kämpfen und wettern, wie dir beliebt.

Du kannst aber auch sterben, bevor du stirbst.

Geht kein Weg dran vorbei.

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