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Zwerch & Fell

Aktualisiert: 24. Nov. 2023

Es war einmal, vor langer, langer Zeit, am Rande des Teutoburger Waldes, bei den 200 Quellen, da ward ein Kind geboren.

Es war hell und strahlend wie ein Asteroid und hatte sich im Laufe der Zeit zum Schutze eine Ritterrüstung angelegt.

Dies ward notwendig, so entschied es, um sein Licht zu schützen.


Doch, nochmal von Anfang an.

Zuerst war es winzig klein und zart und man hatte es in eine dunkle, kalte Höhle gelegt. Hier lag es und fror und in dieser Höhle gab es Wasser, aber es schien vergiftet und war sehr grün. Es war allein, mutterseelenallein, und wartete lang, dass jemand kam es zu holen. Nach einer sehr langen und einsamen Zeit des Wartens entschied sich das Kind sich aufzumachen und das Risiko zu wagen. So kroch es noch tiefer in die Höhle einen Ausgang zu suchen, musste durch das Wasser schwimmen und wäre fast ertrunken.

Dabei muss es wohl in Ohnmacht gefallen sein, denn es erwachte in einem neuen Raum und wusste nicht, wie es dort hinkam.

Auch hier war es sehr einsam. Nur hin und wieder kamen Fremde und brachten ihm Nahrung, legten Decken um seinen Körper und machten es irgendwie warm. Wer diese Menschen waren, wusste das Kind nicht. Es war ja auch noch so klein und wusste sich nicht zu helfen, da es noch nicht sprechen konnte. Also nahm es Blickkontakt auf und strahlte und strahlte und strahlte sein Licht in die Welt.

Das schienen diese Menschen jedoch nicht wahrzunehmen.

Es kam eines Tages eine Frau, die nahm es mit und wiederum wechselte der Raum. Hier lebte auch ein Mann.

Das Kind strahlte und strahlte und strahlte sein Licht, aber auch hier konnten die Menschen es nicht sehen. Im Grunde genommen war es bei Menschen, die gar nicht richtig da waren, sondern immer woanders und mit vielen Dingen beschäftigt.


So kam es, das niemand dieses Kind, so, wie es war, wahrnahm und sah. Niemand hörte sein Klagen und sah die Not und so entschied es sich, eine dicke Decke zu nehmen und sich darin zu verkriechen. "Warum soll ich so strahlen, wenn es doch niemand sieht?", klagte das Kind und ward sehr, sehr traurig.



Diese Decke schützte das Kind vor dem Nichts.

Und das Kind entschied sich ein Zwerch zu bleiben!

Ein Zwerch mit Fell,

genannt Pizarro.


In Wahrheit war es ein Stern, vom Himmel gefallen, die Liebe zu bringen.



Und die Zeit verging und es kamen neue Menschen und auch sie sahen nicht. Sie piekten und schimpften und beklagten sich permanent.

Darüber wurde Pizarro sehr wütend und da ihm diese Wut verboten wurde, denn es geschickte sich nicht, zog er sich immer mehr zurück und wurde hart und irgendwann böse. Bitter traurig über sein Los nicht gesehen zu werden. Ja, man könnte sagen, Pizarro wurde immer verzweifelter und weil dies so schmerzhaft wurde, entschloss er sich, wenn wundert es noch, sich vollkommen zurück zu ziehen und nur noch da zu sitzen im Nirgendwo, einer Höhle, gleich links von einem Sternum, vorbei an den Rippen. Und dort saß er und saß und saß.....


Bis eines Tages, man glaubt es kaum,


eine schöne Frau mit blondem Haar daher kam und ihn ansah mit ihren großen blauen, liebevollen Augen! Es war ihm, als sei diese Frau sehr glücklich ihn endlich zu finden und sie schaute voller Wertschätzung und Dankbarkeit auf ihn. Er hüpfte vor Freude und sie gab ihm die Hand. Zusammen gingen sie bis an den Rand des Firmaments und noch weiter. Sie gingen bis zur Sonne und ihm wurde sehr warm. Er bemerkte die Angst verbrannt zu werden und sie ließ nicht ab von seiner Hand und gab ihm Mut. Da entschloss er sich durch die Sonne, das Feuer, zu gehen. Auf der anderen Seite lag ein großer, schwarzer Raum durch den sie gingen. Sie nahm ihn mit bis zum äußersten Rand.



Hier lebte ein Engel, genannt Earendel, und er sah sie.

Sanft ruhte sein Blick auf ihnen und der Blick fühlte sich an wie.......

eine warme Decke!


Man weiß nicht so genau, was sie dort erlebten und der Engel zeigte ihnen sehr viel. Dies bleibt aber ihr Geheimnis. Zum Schluss öffnete sich ein großer Mund



und die Frau schluckte alles hinunter. Den Zwerch, den dunklen Raum, den Engel und die Welt.

Man stelle sich das einmal vor! Sie schluckte es einfach hinunter, mit einem Lächeln und war danach so voll, übervoll, dass ihr Herz vor Freude sprang.


Nur eins soll ich euch sagen von ihm:


Erst Heimat, dann Gott.


Und das Ende?

Gibt es nicht. Es war ein Anfang!

Jetzt lebt der Zwerch mit Fell dort, wo er schon immer lebte und entspannt sich und die beiden haben einen Deal. Die Frau hat mit ihm abgemacht, er darf für immer so und dort bleiben. Mit Decke.




Macht Sinn.


Und so lebten sie alle glücklich und zufrieden.

Bis bald!



Wenn dir die Geschichte gefällt

und auch die Bilder

darfst du das sehr gern wertschätzen

zum Beispiel mit Geld.


paypal@heikeschnittker














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